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Lesetipp

Lesetipp: Smartphones and beyond


David W. Wood: ein Name, eine Legende. Wer sich in irgendeiner Weise mit Symbian OS auseinandergesetzt hat, kennt den freundlichen Briten mit Sicherheit. Einige Jahre nach seinem Ausscheiden aus der Sym­bian Foundation legt er eine Art Autobiografie eines Betriebssystems vor.

Das rund 800 Seiten starke Buch ist ein Must-have für alle Handcomputerinteressierten: Wir geben hier nur einen kleinen Einblick in das, was Sie nach dem Kauf des leider nur als Kindle-E-Book erhältlichen Werks erwartet.

Von Anfang an

Wood verbrachte gut zwanzig Jahre an der Seite von Symbian OS. Sein Buch beginnt mit der Geschichte des mittlerweile vergessenen britischen Geräteherstellers Psion, der ein neues Betriebssystem für seine damals marktführenden Organizer brauchte.

Aufgrund der vergleichsweise hohen Entwicklungskosten – die Pflege eines Betriebssystems ist alles andere als billig – entschied sich das Unternehmen, die Früchte seiner Arbeit an andere Firmen zu lizenzieren. In Retrospektive wirkt diese Entscheidung wie der Anfang vom Ende: Verzögerungen und Abkündigungen führten dazu, dass Symbian im Laufe der Zeit immer enger mit Nokia zusammenwuchs.

Bellen oder beißen?

Symbian Ltd. kündigte immer wieder Partnerschaften mit bekannten Unternehmen an, die am Ende zu eher geringen Ergebnissen führten. David Wood erzählt die Geschichte des ersten Symbian-Projekts aus dem Hause Panasonic anhand von Original-E-Mails aus der damaligen Zeit: Das Telefon kam nicht auf den Markt, weil Symbian OS auf Hardware ohne MMU nicht lebensfähig war.

Motorola probierte sein Glück gleich zweimal: Neben einer Kooperation mit Psion brachte man mit dem Z8 und dem Z10 zwei kurzlebige Telefone heraus. „Smartphones and beyond“ entwickelt an dieser Stelle eine alternative Realität: Was wäre passiert, wenn die Amerikaner die von Sendo übernommene S60-Erfahrung direkt in Produkte umgesetzt hätten?

Ein weiterer – und nur wenig bekannter – Handlungsstrang befasst sich mit Nokias einzigem UIQ-Smartphone, das in Indien den einen oder anderen kleinen Erfolg feiern durfte.

Zu guter Letzt beantwortet Wood auch die Frage, warum er die Sym­bian Foundation 2009 überraschend verließ. Dazu sei nur so viel gesagt, dass der Autor dieser Zeilen – wenn auch unbewusst und vor allem unbeabsichtigt – eine kleine Rolle dabei gespielt hat.

Ein E-Book?!?

David W. Wood bringt sein englischsprachiges Buch nur in Form eines Kindle-E-Books auf den Markt. Amazon bietet seinen Kunden Lese-Apps für alle aktuellen Smartphonebetriebssy...

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