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Teil 2: App Stores - eine kritische Analyse des Vertriebskanals

Alles über einen Kanal


War bis vor wenigen Jahren jeder Hersteller für den Vertrieb seiner Software selbst verantwortlich, so hat sich dieses Bild seitdem gewandelt. Angefangen hat es mit den Apps für mobile Endgeräte, die nur über den Store des Betriebssystems geladen werden können. Zunehmend werden über diesen Weg aber auch Desktopapplikationen angeboten. Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus dieser Standardisierung des Vertriebswegs?

Üblicherweise ist es eine Tatsache: „Wettbewerb belebt den Markt“ – d. h. eine Vielzahl von Anbietern und eine hohe Produktvielfalt sorgen für Qualität, die ausreichende Berücksichtigung von Kundenwünschen und ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Betrachtet man den Vertrieb von Apps für Smartphones und Tablets, könnte man meinen, dass dieses Gesetz keine Gültigkeit mehr hat bzw. dass sich die Realität in eine andere Richtung entwickelt. Über die verschiedenen Varianten des Vertriebs von Software und die damit verbundenen Vor- und Nachteile haben wir bereits ausführlich im ersten Teil der Artikelserie berichtet.

Artikelserie

Im Mittelpunkt steht der Wandel des Softwarevertriebs, getrieben und inspiriert durch mobile Applikationen und eine ständige Verfügbarkeit des Internets. Die Artikelserie beschäftigt sich mit:

Teil 1: Grundlagen des Softwarevertriebs: Von der Historie bis zum heutigen Stand

Teil 2: Chancen und Risiken des Vertriebs über den App Store

Der Vertrieb von Apps für Smartphones und Tablets ist vollständig anders organisiert als der Vertrieb klassischer Software für den stationären PC. Als einzig zulässige Quelle haben die Hersteller nur ihre eigenen Softwaremarktplätze (Stores) als zulässig erachtet. Ausnahmen bestehen für Entwicklungs- und Testzwecke bzw. für Unternehmensanwendungen, die nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht sind. Für die Softwareentwicklung sind die Geräte entsprechend freizuschalten bzw. in einen besonderen Modus zu versetzen. Unternehmens-Apps können über andere Wege direkt installiert werden; dazu braucht es beispielsweise ein digitales Zertifikat. Dieses Vorgehen soll Missbrauch verhindern. Beispielsweise wird für Apps des Systems Microsoft dieser Vorgang als Side Loading bezeichnet. Auch technisch ist die Durchführung des Side Loadings nicht ganz einfach und verursacht recht großen Aufwand. Die Installation der Anwendungen über andere Kanäle bzw. ein freies Aufspielen von Software ist für die Endkunden standardmäßig nicht vorgesehen. Jedes mobile System setzt diesen Anspruch unterschiedlich ...

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