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Editorial

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich weiß gar nicht, ob Sie’s wussten, aber meine eigentliche Heimat ist das Web. Damit meine ich nicht nur, dass ich mich selbst als „Digital Native“ bezeichnen würde, sondern auch, dass ich selbst lange Zeit im Bereich der Webentwicklung tätig war.

Nun ist es so, dass ich mir eigentlich ein schönes Thema für dieses Editorial zurechtgelegt hatte, doch dann kam alles ganz anders. Jetzt sitze ich hier, während die ersten Schneeflocken den Wandel der Jahreszeit ankündigen, und erlebe in „meinem“ Umfeld ebenfalls eine Geschichte des Wandels. Und das kam so …

WordPress ist ein Blogsystem, das bestimmt viele von Ihnen kennen – und sei es nur, weil Sie den Namen schon einmal gehört haben. Dieses vor etwas mehr als zwölfeinhalb Jahren aus einem anderen Projekt – b2 – hervorgegangene Projekt (Initiator war übrigens Matthew Mullenweg, der damals, das sei nur am Rande erwähnt, zarte 19 Lenze zählte) ist heute, gelinde gesagt, Marktführer. Satte 25 Prozent aller Websites, die mit einem Content-Management-System betrieben werden, laufen mit WordPress. Der noch immer sehr junge Mann kann also mit Fug und Recht behaupten, etwas ziemlich Großes geschaffen zu haben.

WordPress selbst ist in PHP geschrieben; die Skript­sprache, die von vielen „richtigen Programmierern“ belächelt wird. Zugegeben: Sie mag ihre Schwächen haben, aber sie ist der Motor des Webs; noch immer – JavaScript zum Trotz. Außerdem steht dort das nächste große Major-Release unmittelbar bevor, und diese Version 7 der Sprache markiert vor allem aufgrund der unter der Haube arbeitenden Engine einen elementaren Wandel im PHP-Universum. Neben zahlreicher neuer Sprachfeatures, auf die ich an dieser Stelle nicht eingehen muss, wird PHP 7 vor allem einen enormen Performanceschub bringen. Und das kommt uns am Ende allen entgegen. Doch jetzt kommt es: Das ist gar nicht der Wandel, über den ich eigentlich reden möchte.

Viel mehr möchte ich darüber reden, dass das Team hinter WordPress just am Tag, bevor ich dieses Editorial geschrieben habe, etwas veröffentlicht hat, was diese kleine, heile Symbiose – CMS und PHP – in eine gewisse Schieflage bringt. „Calypso“ heißt das Zauberwort, mit dem das Backend des Blogs nun beschrieben wird. Es hat sich dabei komplett von PHP und MySQL gelöst und ist JavaScript in Reinform. Node.js auf dem Server, React und Flux kommen im Frontend zum Einsatz. Und statt einzelne Bereiche vom Server nachzuladen, handelt es sich beim neuen Adminbereich um eine Sin...

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