Teil 1: Reifegradbestimmung der IT im Businessumfeld

Strategisches IT-Management

Veikko Krypczyk, Elena Bochkor


ArtikelserieTeil 1: Reifegradbestimmung der IT im BusinessumfeldTeil 2: Risikomanagement Teil 3: AusschreibungenTeil 4: Beschaffungsmanagement

Als Softwareentwickler ist man primär mit der technischen Umsetzung neuer Anwendungssysteme beschäftigt. Es geht dabei vorrangig um die Frage, wie die Anforderungen der Kunden bestmöglich erfüllt werden können. Ein Großteil der professionell erstellten Software wird für den Einsatz im betrieblichen Umfeld erstellt. Als Entwicklungsunternehmen oder als einzelner Mitarbeiter eines Entwicklungsteams hinterfragt man dabei sehr selten die Rolle der IT für den Kunden. Dabei ist die Stellung der informationsverarbeitenden Technologie für den Kunden von entscheidender Bedeutung, denn nur zu oft wird sie falsch interpretiert. Unter- als auch Überschätzungen sind möglich und kommen vor.

Hinzu kommt, dass die Bedeutung der IT einem stetigen Wandel unterliegt. Ein typisches Beispiel ist die Automobilindustrie. Anfänglich bot der Boardcomputer nur nette Zusatzfunktionen für den Fahrer an. Mittlerweile werden vom ihm wesentliche Steueraufgaben übernommen. Glaubt man den Prognosen, werden in naher Zukunft Automobile ohne Zugriff auf das Internet nicht mehr fahrfähig bzw. nur noch eingeschränkt zu nutzen sein. Gelegentlich beurteilen sogar die unmittelbar Beteiligten die Rolle der IT nicht richtig. Das Spektrum der Bedeutung der IT reicht dabei von einem bloßen Kostenfaktor im Sinn eines notwendigen Werkzeugs bis hin zu einem wichtigen strategischen Instrument. Im Fall einer strategischen Bedeutung soll die IT nicht nur bekannte Aufgaben übernehmen bzw. unterstützen, sondern wesentlich zur weiteren Entwicklung des Unternehmens beitragen.

Was hat das mit Softwareentwicklung zu tun? Eine Menge: Egal, ob die IT als eigenständige Abteilung in einem Unternehmen geführt wird oder ob sie weitgehend an einen externen Dienstleister ausgelagert wurde, sie muss die an sie gestellten Erwartungen genau kennen und einordnen. Die Ausrichtung der IT ist eine Frage des IT-Managements. Geht es um die Festlegung der IT heute und in der Zukunft eines Unternehmens, so ist es Gegenstand des strategischen IT-Managements. In dieser vierteiligen Artikelserie werden wir uns mit ausgewählten und brisanten Themen aus diesem Segment an der Schnittschnelle zwischen Informatik und Business auseinandersetzen. Beginnen werden wir im ersten Teil mit einer Diskussion um so genannte Reifegradmodelle. Diese versuchen, die eigene IT anhand von bestimmten Kriterien un...

Teil 1: Reifegradbestimmung der IT im Businessumfeld

Strategisches IT-Management

Veikko Krypczyk, Elena Bochkor


ArtikelserieTeil 1: Reifegradbestimmung der IT im BusinessumfeldTeil 2: Risikomanagement Teil 3: AusschreibungenTeil 4: Beschaffungsmanagement

Als Softwareentwickler ist man primär mit der technischen Umsetzung neuer Anwendungssysteme beschäftigt. Es geht dabei vorrangig um die Frage, wie die Anforderungen der Kunden bestmöglich erfüllt werden können. Ein Großteil der professionell erstellten Software wird für den Einsatz im betrieblichen Umfeld erstellt. Als Entwicklungsunternehmen oder als einzelner Mitarbeiter eines Entwicklungsteams hinterfragt man dabei sehr selten die Rolle der IT für den Kunden. Dabei ist die Stellung der informationsverarbeitenden Technologie für den Kunden von entscheidender Bedeutung, denn nur zu oft wird sie falsch interpretiert. Unter- als auch Überschätzungen sind möglich und kommen vor.

Hinzu kommt, dass die Bedeutung der IT einem stetigen Wandel unterliegt. Ein typisches Beispiel ist die Automobilindustrie. Anfänglich bot der Boardcomputer nur nette Zusatzfunktionen für den Fahrer an. Mittlerweile werden vom ihm wesentliche Steueraufgaben übernommen. Glaubt man den Prognosen, werden in naher Zukunft Automobile ohne Zugriff auf das Internet nicht mehr fahrfähig bzw. nur noch eingeschränkt zu nutzen sein. Gelegentlich beurteilen sogar die unmittelbar Beteiligten die Rolle der IT nicht richtig. Das Spektrum der Bedeutung der IT reicht dabei von einem bloßen Kostenfaktor im Sinn eines notwendigen Werkzeugs bis hin zu einem wichtigen strategischen Instrument. Im Fall einer strategischen Bedeutung soll die IT nicht nur bekannte Aufgaben übernehmen bzw. unterstützen, sondern wesentlich zur weiteren Entwicklung des Unternehmens beitragen.

Was hat das mit Softwareentwicklung zu tun? Eine Menge: Egal, ob die IT als eigenständige Abteilung in einem Unternehmen geführt wird oder ob sie weitgehend an einen externen Dienstleister ausgelagert wurde, sie muss die an sie gestellten Erwartungen genau kennen und einordnen. Die Ausrichtung der IT ist eine Frage des IT-Managements. Geht es um die Festlegung der IT heute und in der Zukunft eines Unternehmens, so ist es Gegenstand des strategischen IT-Managements. In dieser vierteiligen Artikelserie werden wir uns mit ausgewählten und brisanten Themen aus diesem Segment an der Schnittschnelle zwischen Informatik und Business auseinandersetzen. Beginnen werden wir im ersten Teil mit einer Diskussion um so genannte Reifegradmodelle. Diese versuchen, die eigene IT anhand von bestimmten Kriterien un...

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