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Entwickler Magazin
Buchtipp

Buchtipp: Das ABC der Farbe

Der Begriff „Coder Colors“ zeigt, dass Designer ihren programmierenden Kollegen im Bereich Farbmanagement nicht sonderlich viel zutrauen. Das vorliegende, sich an angehende Designer richtende Werk könnte dazu geeignet sein, diese Scharte auszuwetzen. Auf den ersten Blick sticht die eigenwillige didaktische Gestaltung ins Auge: Das in sieben Kapitel unterteilte Buch besteht eigentlich aus reich bebilderten Doppelseiten, die je ein Thema auf eine mehr oder weniger umfangreiche Art und Weise besprechen. Jede Doppelseite steht mehr oder weniger für sich alleine, was das spätere Nachschlagen von Informationen erleichtert.

Tam Hanna


Das erste Kapitel steht dabei im Zeichen des Lichts. Der Autor wendet sich hier diversen Themen zu, die sich mit der Physik, der menschlichen Wahrnehmung sowie additiven und subtraktiven Druckprozessen auseinandersetzen. Im darauffolgenden Kapitel zu Farben folgt eine erste Vorstellung verschiedener Verfahren zur Katalogisierung von Farbtönen. Dieses Wissen ist unter anderem bei der Kommunikation mit Grafikern und Druckern hilfreich, die einen für Außenstehende oft nur schwer verständlichen Duktus pflegen.Die Beschäftigung mit Farbtheorie als Selbstzweck spielt außerhalb der TMI-Industrie keine wirkliche Rolle; von Relevanz sind Farben immer dann, wenn sie als Teil von Designs auftreten. Im dritten Kapitel steht der Mensch im Mittelpunkt; das Werk wendet sich hier der Frage zu, wie Personen Farben wahrnehmen. Neben diversen Kontrast- und Illusionseffekten erklärt der Autor an dieser Stelle auch, wie sich das eingeschränkte Auflösungsvermögen des Auges auf Designs auswirkt. Kapitel 4 enthält sodann das „Fleisch“ des Werks: Diverse Farben werden in Bezug auf Wirkungen und Assoziationen vorgestellt. Dies ist insofern wichtig, als dass das Verwenden einer falschen Farbe zu massiven Problemen bei der Interpretation eines Designs führen kann. In den zwei darauffolgenden Kapiteln folgt die Vorstellung der verschiedenen Farbmodelle und Farbsysteme. Das Verwenden des richtigen Berechnungsschemas ermöglicht das Durchführen diverser Operationen und durch diese die Ermittlung zueinander passender Farben. Zu guter Letzt geht Kapitel 7 auf praktische Aspekte der Farbverwaltung ein. Der Autor fokussiert sich hier auf die Produktpalette aus dem Hause Adobe, die vorgestellten Konzepte lassen sich allerdings auch auf andere Programme anwenden.Rheinwerk setzt bei der als Basis dieser Rezension dienenden Hardcopyvariante konsequent auf hochwertige Verarbeitung: Das Buch beeindruckt mit Hardcover und schwerem Papier. Schade ist nur, dass der Verlag das eingeschweißte Buch mit einem zusätzlichen Werbeprospekt ausliefert. Aufgrund der Ausrichtung an Designern fällt die Besprechung mathematischer Details sehr kompakt aus – der Rezensent hätte sich beispielsweise im Kapitel über Graukarten mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Der Großteil der sehr kurzen und weitgehend voneinander unabhängigen Kapitel ist aus didaktischer Sicht jedoch in Ordnung.Markus Wäger gelingt mit Farbmanagement die Quadratur des Kreises. Das Buch ist einerseits kompakt genug, um nebenbei lesbar zu se...

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Buchtipp: Das ABC der Farbe

Der Begriff „Coder Colors“ zeigt, dass Designer ihren programmierenden Kollegen im Bereich Farbmanagement nicht sonderlich viel zutrauen. Das vorliegende, sich an angehende Designer richtende Werk könnte dazu geeignet sein, diese Scharte auszuwetzen. Auf den ersten Blick sticht die eigenwillige didaktische Gestaltung ins Auge: Das in sieben Kapitel unterteilte Buch besteht eigentlich aus reich bebilderten Doppelseiten, die je ein Thema auf eine mehr oder weniger umfangreiche Art und Weise besprechen. Jede Doppelseite steht mehr oder weniger für sich alleine, was das spätere Nachschlagen von Informationen erleichtert.

Tam Hanna


Das erste Kapitel steht dabei im Zeichen des Lichts. Der Autor wendet sich hier diversen Themen zu, die sich mit der Physik, der menschlichen Wahrnehmung sowie additiven und subtraktiven Druckprozessen auseinandersetzen. Im darauffolgenden Kapitel zu Farben folgt eine erste Vorstellung verschiedener Verfahren zur Katalogisierung von Farbtönen. Dieses Wissen ist unter anderem bei der Kommunikation mit Grafikern und Druckern hilfreich, die einen für Außenstehende oft nur schwer verständlichen Duktus pflegen.Die Beschäftigung mit Farbtheorie als Selbstzweck spielt außerhalb der TMI-Industrie keine wirkliche Rolle; von Relevanz sind Farben immer dann, wenn sie als Teil von Designs auftreten. Im dritten Kapitel steht der Mensch im Mittelpunkt; das Werk wendet sich hier der Frage zu, wie Personen Farben wahrnehmen. Neben diversen Kontrast- und Illusionseffekten erklärt der Autor an dieser Stelle auch, wie sich das eingeschränkte Auflösungsvermögen des Auges auf Designs auswirkt. Kapitel 4 enthält sodann das „Fleisch“ des Werks: Diverse Farben werden in Bezug auf Wirkungen und Assoziationen vorgestellt. Dies ist insofern wichtig, als dass das Verwenden einer falschen Farbe zu massiven Problemen bei der Interpretation eines Designs führen kann. In den zwei darauffolgenden Kapiteln folgt die Vorstellung der verschiedenen Farbmodelle und Farbsysteme. Das Verwenden des richtigen Berechnungsschemas ermöglicht das Durchführen diverser Operationen und durch diese die Ermittlung zueinander passender Farben. Zu guter Letzt geht Kapitel 7 auf praktische Aspekte der Farbverwaltung ein. Der Autor fokussiert sich hier auf die Produktpalette aus dem Hause Adobe, die vorgestellten Konzepte lassen sich allerdings auch auf andere Programme anwenden.Rheinwerk setzt bei der als Basis dieser Rezension dienenden Hardcopyvariante konsequent auf hochwertige Verarbeitung: Das Buch beeindruckt mit Hardcover und schwerem Papier. Schade ist nur, dass der Verlag das eingeschweißte Buch mit einem zusätzlichen Werbeprospekt ausliefert. Aufgrund der Ausrichtung an Designern fällt die Besprechung mathematischer Details sehr kompakt aus – der Rezensent hätte sich beispielsweise im Kapitel über Graukarten mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Der Großteil der sehr kurzen und weitgehend voneinander unabhängigen Kapitel ist aus didaktischer Sicht jedoch in Ordnung.Markus Wäger gelingt mit Farbmanagement die Quadratur des Kreises. Das Buch ist einerseits kompakt genug, um nebenbei lesbar zu se...

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