Entwickler Magazin - 01.2019 - Knative: Kubernetes goes Serverless


Preis: 8,50 €

Erhältlich ab:  Dezember 2018

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Karsten Sitterberg, Michael Gasch, Jürgen Hoffmann, Veikko Krypczyk, Elena Bochkor, Tam Hanna, René Schröder, Evan Anderson, Frank Müller, Dominik Mohilo, Daniel Stender, Martin Mohr, Friederike Geissler, Carsten Eilers, Markus Thömmes, Sebastian Springer

Liebe Kameradinnen und Kameraden,

die Softwareindustrie ist ein schnelllebiges Geschäft, und viele Revolutionen sind in den vergangenen Jahren vonstattengegangen. In der Softwarearchitektur sind Monolithen nicht mehr en vogue, stattdessen werden immer mehr Microservices-basierte Anwendungen gebaut. An die Seite der virtuellen Maschinen traten die Container, in denen sich Microservices noch besser entwickeln lassen. Auch die Cloud als Deployment-Plattform ist mittlerweile im Mainstream der Entwicklergesellschaft angekommen.

All dies ist natürlich auch verbunden mit den entsprechenden Tools, die es Entwicklern leichter machen, die Vorteile der revolutionären Technologien zu nutzen. Die Containertechnologie beispielsweise ist keineswegs die Erfindung von Docker; das Tooling mit dem niedlichen Maskottchen machte Container lediglich massentauglich. Als Big Player – sowohl in Sachen Container als auch Cloud-Computing – hat sich die Plattform Kubernetes durchgesetzt, der wir bereits im Entwickler Magazin 5.18 einen Themenschwerpunkt gewidmet haben.

Doch während viele Entwickler noch dabei sind, sich mit dem neuen Regime der Containertechnologie und der Orchestrierungsplattform Kubernetes anzufreunden, deren Komplexität übrigens ebenfalls von Tag zu Tag zunimmt, zeichnet sich am Horizont bereits die nächste Revolution ab. Die Rede ist hier vom Serverless Computing, das heute immer weiter ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt.

Serverless klingt erst einmal eindeutig: ohne Server. Das Buzzword ist natürlich irreführend, denn mitnichten kann auf den Server an sich in irgendeiner Form komplett verzichtet werden. Es geht vielmehr darum, dass man sich über den Aufbau einer Infrastruktur oder deren Betreiben als Entwickler keine Gedanken mehr machen muss. Nicht mehr ganze Anwendungen müssen in die Cloud deployt werden, einzelne Funktionen sind bereits in sich lauffähig. Das Prinzip nennt sich Function as a Service und stellt quasi die Paradedisziplin von Serverless Computing dar. AWS Lambda, Google Cloud Functions, Microsoft Azure Functions, Apache OpenWhisk – sie alle stellen diese Funktionalität zur Verfügung.

Es gibt Stimmen, denen zufolge Serverless die Revolution ist, um die Containertechnologie abzulösen, während andere sich fragen: Warum auf Container verzichten? Hier kommt Knative ins Spiel, dem wir den Schwerpunkt dieses Hefts gewidmet haben. Knative ist ein von Google, Pivotal und anderen namhaften Unternehmen entwickeltes Tool, das auf Kubernetes und Istio aufsetzt. Das Tool ermöglicht das Erstellen und Deployen von containerbasierten Serverless-Anwendungen und -Funktionen. Kurz: Es schlägt die Brücken zwischen Serverless und Containern.

Knative ist ebenfalls kein „neuer“ Ansatz, wenn man bedenkt, dass etwa mit Kubeless ein sehr ähnliches Werkzeug zur Verfügung steht. Aber genau wie heute kaum noch jemand von Docker Swarm spricht, dürfte Kubeless es schwer haben, sich gegen die geballte Macht von Google, Pivotal, Red Hat, IBM und SAP (um nur einige der Beteiligten zu nennen) durchzusetzen. Manchmal sind Revolutionen eben nicht dazu da, etwas Neues zu bringen, sondern nur, um einer alten Idee zum Durchbruch zu verhelfen.

mohilo_dominik_sw.tif_fmt1.jpgDominik Mohilo, Redakteur

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