© Liashko/Shutterstock.com
Interview mit Evan Anderson

„Knative bewegt den Stack in die Sphären von Serverless“


Entwickler Magazin: Hallo Evan und danke, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Nach Docker kam Kubernetes, jetzt ist Knative in aller Munde – worum geht es bei Knative genau?

Evan Anderson: Kubernetes stellte den Versuch dar, das Thema Cloud-Computing auf eine neue Ebene zu bringen – basierend auf dem, was wir im Laufe der Zeit bei Google über Containerorchestrierung gelernt hatten. Knative ist die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte und bewegt den Stack jetzt in die Sphären von Serverless. Unter Serverless ist skalierbares und eventgetriebenes Computing mit einem hohen Maß an Automatisierung zu verstehen. Entwickler können sich so auf Geschäftslösungen konzentrieren, anstatt sich um die Infrastruktur zu kümmern. Knative basiert aktuell auf drei Säulen:

  • Build konzentriert sich darauf, Quellcode in einer wiederholbaren Art und Weise in Docker Images zu packen.

  • Serving stellt Services in Form zustandsloser Docker-Container bereit, skaliert sie Request-basiert von 0 bis hin zu vielen Instanzen und liefert zusätzlich Werkzeuge, um diese Services zu debuggen und zu managen.

  • Eventing orchestriert Event-Quellen innerhalb sowie außerhalb von Clustern und ermöglicht den Transport von Events zu unterschiedlichsten Endpunkten (etwa Knative Serving, aber auch zu Kubernetes Services oder sogar virtuellen Maschinen).

Eine wichtige Erkenntnis, die das Team zu Beginn des Projektes erlangte, war, dass das Function-as-a-Service-Paradigma, das im Bereich Serverless derzeit vorherrscht, viel zu eng gefasst ist. Wir stellten fest, dass wir sowohl FaaS als auch Platform as a Service (PaaS) auf zustandslosem und Request-getriebenem Container as a Service implementieren können.

Aufgrund der bei Google bereits bestehenden Erfahrung, was das Erstellen von Serverless-Plattformen angeht, hatten wir eine gute Vorstellung davon, wie das Bereitstellen und die Unterstützung von Komponenten aussehen sollte. Wir wussten allerdings auch, dass die beste Open-Source-Software immer aus der Community kommt. Daher haben wir uns mit einigen starken Partnern zusammengetan, um Knative aus der Taufe zu heben. Das Projekt verfolgt grundsätzlich zwei Ziele:

  1. das Erstellen von Bausteinen für einen qualitativ hochwertigen Open-Source-Serverless-Stack

  2. die Verbesserung von Kubernetes sowohl hinsichtlich Serverless- als auch konventioneller Computing-Szenarien

Als Set von Open-Source-Bausteinen ermöglicht es Knative sowohl lokalen IT-Abteilungen als auch Cloud-Anbietern, eine einhei...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang