© Liashko/Shutterstock.com
Komlumne: A²- alles Agile

Komlumne: A²- alles Agile


Die in PRINCE2 [1] aufgezeigten Prinzipien bilden die Grundlage für die sieben Themen und die sieben Prozessschritte der Methode. PRINCE2 erlaubt bei den Prinzipien keine Anpassung, bei den Themen und Prozessen jedoch sehr wohl. Ein Merkmal von Projekten ist ihre Einzigartigkeit, Projekte unterscheiden sich vom Daily Business, daher wäre es vermessen zu behaupten, dass jedes Projekt mit den gleichen Methoden bearbeitet werden kann. Stattdessen bedarf es immer einer sinnvollen Anpassung – mal mehr, mal weniger. Seinen Ursprung hat auch PRINCE2 im klassischen Projektmanagement. Eine agile Entwicklung wird darum einige Anpassungen nötig machen, was bereits erkannt wurde und in PRINCE2 Agile mündete.

Ich möchte nun aber zuerst die sieben Themen von PRINCE2 beleuchten und aufzeigen, wie sich diese in einen agilen Kontext einfügen können. Jene sieben Themen sind: Business Case, Fortschrittsmessung, Organisationsstruktur, Pläne, Änderungen, Risiko und Qualität.

Business Case

Bevor ein Projekt gestartet werden kann, erhält eine Person im Unternehmen ein Projektmandat, um ein definiertes Projekt als Projektmanager zu begleiten. Zu diesem Zeitpunkt existieren wenige Informationen, auch der Business Case existiert erst in einem groben Entwurf. Der Business Case kann als der Motor eines Projekts betrachtet werden. Solange dieser Business Case erfüllt ist, läuft der Motor und damit das Projekt. In PRINCE2 würde ein Projekt vorzeitig beendet werden, sobald ersichtlich ist, dass der Business Case nicht mehr erfüllt ist. Das Thema Business Case ist zurückzuführen auf das Prinzip „Fortlaufende geschäftliche Rechtfertigung“.

Der Business Case ist nicht nur eine klassische Investitionsrechnung, er geht darüber hinaus. PRINCE2 empfiehlt folgende Bestandteile: Gründe, erwarteter Nutzen, Optionen, Risiken, erwartete negative Nebeneffekte, Zeit, Kosten, Investitionsrechnung. Dem Nutzen kommt eine besondere Bedeutung zu, der gesondert im Nutzenrevisionsplan betrachtet wird. Der Output eines Projekts sind materielle oder immaterielle Produkte. Ein Ergebnis entsteht dadurch, dass diese Produkte zu einer Veränderung im Unternehmen führen. Der Nutzen ist eine messbare Verbesserung, die durch das Ergebnis herbeigeführt wird. Dieser Nutzen, diese Verbesserung wird im gesamten Projekt bewertet und laufend bestätigt. Die Bestandteile des Business Case sind wie folgt definiert:

Die Gründe für einen Business Case beschreiben eine Notwendigkeit für die Organisation, dieses Projekt durchzuf...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang