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Entwickler Magazin
Interview mit Evan Anderson

„Knative bewegt den Stack in die Sphären von Serverless“

Entwickler Magazin: Hallo Evan und danke, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Nach Docker kam Kubernetes, jetzt ist Knative in aller Munde - worum geht es bei Knative genau?

Evan Anderson


Evan Anderson: Kubernetes stellte den Versuch dar, das Thema Cloud-Computing auf eine neue Ebene zu bringen – basierend auf dem, was wir im Laufe der Zeit bei Google über Containerorchestrierung gelernt hatten. Knative ist die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte und bewegt den Stack jetzt in die Sphären von Serverless. Unter Serverless ist skalierbares und eventgetriebenes Computing mit einem hohen Maß an Automatisierung zu verstehen. Entwickler können sich so auf Geschäftslösungen konzentrieren, anstatt sich um die Infrastruktur zu kümmern. Knative basiert aktuell auf drei Säulen: Build konzentriert sich darauf, Quellcode in einer wiederholbaren Art und Weise in Docker Images zu packen.Serving stellt Services in Form zustandsloser Docker-Container bereit, skaliert sie Request-basiert von 0 bis hin zu vielen Instanzen und liefert zusätzlich Werkzeuge, um diese Services zu debuggen und zu managen.Eventing orchestriert Event-Quellen innerhalb sowie außerhalb von Clustern und ermöglicht den Transport von Events zu unterschiedlichsten Endpunkten (etwa Knative Serving, aber auch zu Kubernetes Services oder sogar virtuellen Maschinen).Aufgrund der bei Google bereits bestehenden Erfahrung, was das Erstellen von Serverless-Plattformen angeht, hatten wir eine gute Vorstellung davon, wie das Bereitstellen und die Unterstützung von Komponenten aussehen sollte. Wir wussten allerdings auch, dass die beste Open-Source-Software immer aus der Community kommt. Daher haben wir uns mit einigen starken Partnern zusammengetan, um Knative aus der Taufe zu heben. Das Projekt verfolgt grundsätzlich zwei Ziele: das Erstellen von Bausteinen für einen qualitativ hochwertigen Open-Source-Serverless-Stack die Verbesserung von Kubernetes sowohl hinsichtlich Serverless- als auch konventioneller Computing-SzenarienEM: Das Knative-Projekt ist noch relativ neu. Welche Features befinden sich noch in der Entwicklung? Wann wird Knative fertig für den Einsatz in der Produktion sein?Anderson: Knative implementiert einen serverseitigen Workflow, bei dem jedes Deployment und jede Änderung der Konfiguration eine neue serverseitige Revision erzeugt. Die Revisionen erlauben einfaches Canary Testing und Rollbacks von Änderungen in Produktion. Sie waren zudem Teil des initialen Designprozesses, der auf unseren Erfahrungen mit der App Engine basierte. Jede Knative-Revisions wird von einem Standard-Kubernetes-Deployment und einem Istio VirtualService gestützt, eine Menge Funktionalität wird so von H...

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Interview mit Evan Anderson

„Knative bewegt den Stack in die Sphären von Serverless“

Entwickler Magazin: Hallo Evan und danke, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Nach Docker kam Kubernetes, jetzt ist Knative in aller Munde - worum geht es bei Knative genau?

Evan Anderson


Evan Anderson: Kubernetes stellte den Versuch dar, das Thema Cloud-Computing auf eine neue Ebene zu bringen – basierend auf dem, was wir im Laufe der Zeit bei Google über Containerorchestrierung gelernt hatten. Knative ist die Fortsetzung dieser Erfolgsgeschichte und bewegt den Stack jetzt in die Sphären von Serverless. Unter Serverless ist skalierbares und eventgetriebenes Computing mit einem hohen Maß an Automatisierung zu verstehen. Entwickler können sich so auf Geschäftslösungen konzentrieren, anstatt sich um die Infrastruktur zu kümmern. Knative basiert aktuell auf drei Säulen: Build konzentriert sich darauf, Quellcode in einer wiederholbaren Art und Weise in Docker Images zu packen.Serving stellt Services in Form zustandsloser Docker-Container bereit, skaliert sie Request-basiert von 0 bis hin zu vielen Instanzen und liefert zusätzlich Werkzeuge, um diese Services zu debuggen und zu managen.Eventing orchestriert Event-Quellen innerhalb sowie außerhalb von Clustern und ermöglicht den Transport von Events zu unterschiedlichsten Endpunkten (etwa Knative Serving, aber auch zu Kubernetes Services oder sogar virtuellen Maschinen).Aufgrund der bei Google bereits bestehenden Erfahrung, was das Erstellen von Serverless-Plattformen angeht, hatten wir eine gute Vorstellung davon, wie das Bereitstellen und die Unterstützung von Komponenten aussehen sollte. Wir wussten allerdings auch, dass die beste Open-Source-Software immer aus der Community kommt. Daher haben wir uns mit einigen starken Partnern zusammengetan, um Knative aus der Taufe zu heben. Das Projekt verfolgt grundsätzlich zwei Ziele: das Erstellen von Bausteinen für einen qualitativ hochwertigen Open-Source-Serverless-Stack die Verbesserung von Kubernetes sowohl hinsichtlich Serverless- als auch konventioneller Computing-SzenarienEM: Das Knative-Projekt ist noch relativ neu. Welche Features befinden sich noch in der Entwicklung? Wann wird Knative fertig für den Einsatz in der Produktion sein?Anderson: Knative implementiert einen serverseitigen Workflow, bei dem jedes Deployment und jede Änderung der Konfiguration eine neue serverseitige Revision erzeugt. Die Revisionen erlauben einfaches Canary Testing und Rollbacks von Änderungen in Produktion. Sie waren zudem Teil des initialen Designprozesses, der auf unseren Erfahrungen mit der App Engine basierte. Jede Knative-Revisions wird von einem Standard-Kubernetes-Deployment und einem Istio VirtualService gestützt, eine Menge Funktionalität wird so von H...

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