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Entwickler Magazin
Teil 7: Willkommen im Abenteuerland

Classic Games Reloaded

In unserem heutigen Artikel werden wir uns mit einem der wohl ältesten Spielegenres überhaupt auseinandersetzen - den Abenteuerspielen. Auch wenn es sich bei den in den frühen 1980er-Jahren veröffentlichten Titeln lediglich um rein textbasierte Programme (Text-Adventures) handelte, erfreuten sich diese Spiele nichtsdestotrotz einer großen Beliebtheit unter den damaligen Heimcomputerbesitzern.

Alexander Rudolph


Aus heutiger Sicht wirken die Text-Adventures der frühen 1980er-Jahre wie unfertige Spiele, und selbst die Hardcore-Retro-Fans würden heute wohl kein Geld mehr für ein rein textbasiertes Spiel ausgeben. Die fehlende grafische Komponente mag zwar die Fantasie anregen, dennoch ist dieses Argument nicht gerade verkaufsfördernd. Machen wir uns nichts vor, hätten die Entwickler damals die Möglichkeit gehabt, ihre Spielewelten einigermaßen realistisch darzustellen, dann hätten sie das auch getan.

Kästen und Codes zum DownloadDie Kästen und Quellcodes zu diesem Artikel stehen für Sie auf GitHub zum Download bereit: https://github.com/EntwicklerMagazin/Entwickler-Magazin Auch die Downloads zu den vorausgegangenen Teilen der Artikelserie sind nun dort zu finden.

Unabhängig davon genießen einige der früheren Text-Adventures mittlerweile zweifelsfrei Kultstatus, was sich nicht zuletzt darin zeigt, dass die Zork-Trilogie – deren erstes Spiel 1980 vom US-Unternehmen Infocom veröffentlicht wurde – in den Kanon der wahrscheinlich bekanntesten Sitcom „The Big Bang Theorie“ aufgenommen wurde und dort zu den Lieblingsspielen der schrulligen Serienfigur Sheldon Cooper zählt.

Als in den 1980er-Jahren immer mehr Heimcomputer Einzug in die heimischen vier Wände fanden, erfreute sich auch das Genre der Abenteuerspiele einer immer größeren Beliebtheit. Es ist schon bemerkenswert, welchen Einfluss der technische Fortschritt auf die grafische Aufmachung der zu der damaligen Zeit entwickelten Computerspiele hatte.

Zwischen dem ersten Spiel der Zork-Trilogie und den ersten Spielen der von Sierra On-Line veröffentlichten King’s-Quest- und Space-Quest-Reihen lagen gerade einmal vier respektive sechs Jahre, in denen die zunächst rein textbasierten Abenteuerspiele zunehmend von den immer ausgefeilteren Grafik-Adventures verdrängt wurden. Allerdings veränderte sich in diesem Zeitraum nicht nur die optische Aufmachung dieser Spiele. Denn seien wir doch mal ehrlich, all diejenigen, die sich mit der Texteingabe schwertun, werden sich auch nicht von einem mit animierten Grafiken aufgemotzten Abenteuerspiel in den Bann ziehen lassen. Erst durch die Einführung der sogenannten Point-and-Click-Steuerung wurde das Genre der Abenteuerspiele letzten Endes mainstreamttauglich.

In einem Point-and-Click-Adventure hat die Texteingabe ausgedient. Stattdessen versucht man es den Spielern möglichst einfach zu machen und präsentiert ihnen eine gewisse Reihe von Handlungsmöglichkeiten, die sich mittels Maus- u...

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Teil 7: Willkommen im Abenteuerland

Classic Games Reloaded

In unserem heutigen Artikel werden wir uns mit einem der wohl ältesten Spielegenres überhaupt auseinandersetzen - den Abenteuerspielen. Auch wenn es sich bei den in den frühen 1980er-Jahren veröffentlichten Titeln lediglich um rein textbasierte Programme (Text-Adventures) handelte, erfreuten sich diese Spiele nichtsdestotrotz einer großen Beliebtheit unter den damaligen Heimcomputerbesitzern.

Alexander Rudolph


Aus heutiger Sicht wirken die Text-Adventures der frühen 1980er-Jahre wie unfertige Spiele, und selbst die Hardcore-Retro-Fans würden heute wohl kein Geld mehr für ein rein textbasiertes Spiel ausgeben. Die fehlende grafische Komponente mag zwar die Fantasie anregen, dennoch ist dieses Argument nicht gerade verkaufsfördernd. Machen wir uns nichts vor, hätten die Entwickler damals die Möglichkeit gehabt, ihre Spielewelten einigermaßen realistisch darzustellen, dann hätten sie das auch getan.

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Unabhängig davon genießen einige der früheren Text-Adventures mittlerweile zweifelsfrei Kultstatus, was sich nicht zuletzt darin zeigt, dass die Zork-Trilogie – deren erstes Spiel 1980 vom US-Unternehmen Infocom veröffentlicht wurde – in den Kanon der wahrscheinlich bekanntesten Sitcom „The Big Bang Theorie“ aufgenommen wurde und dort zu den Lieblingsspielen der schrulligen Serienfigur Sheldon Cooper zählt.

Als in den 1980er-Jahren immer mehr Heimcomputer Einzug in die heimischen vier Wände fanden, erfreute sich auch das Genre der Abenteuerspiele einer immer größeren Beliebtheit. Es ist schon bemerkenswert, welchen Einfluss der technische Fortschritt auf die grafische Aufmachung der zu der damaligen Zeit entwickelten Computerspiele hatte.

Zwischen dem ersten Spiel der Zork-Trilogie und den ersten Spielen der von Sierra On-Line veröffentlichten King’s-Quest- und Space-Quest-Reihen lagen gerade einmal vier respektive sechs Jahre, in denen die zunächst rein textbasierten Abenteuerspiele zunehmend von den immer ausgefeilteren Grafik-Adventures verdrängt wurden. Allerdings veränderte sich in diesem Zeitraum nicht nur die optische Aufmachung dieser Spiele. Denn seien wir doch mal ehrlich, all diejenigen, die sich mit der Texteingabe schwertun, werden sich auch nicht von einem mit animierten Grafiken aufgemotzten Abenteuerspiel in den Bann ziehen lassen. Erst durch die Einführung der sogenannten Point-and-Click-Steuerung wurde das Genre der Abenteuerspiele letzten Endes mainstreamttauglich.

In einem Point-and-Click-Adventure hat die Texteingabe ausgedient. Stattdessen versucht man es den Spielern möglichst einfach zu machen und präsentiert ihnen eine gewisse Reihe von Handlungsmöglichkeiten, die sich mittels Maus- u...

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