© Liashko/Shutterstock.com
Entwickler Magazin
Buchtipp

Learn Kotlin for Android Development


Dass sich Java-Entwickler nicht sonderlich über das Aufkommen von Kotlin freuen, ist logisch – Google dürfte diese Sprache allerdings nicht aufgeben. Auch wenn man hausintern auf absehbare Zeit mit Java weiterprogrammieren möchte, sollte man Kotlin zumindest bis zu einem gewissen Grad verstehen. Die Ursache dafür ist, dass Google Programmbeispiele für bestimmte Module nur in dieser Programmiersprache anbietet.

Peter Späth beginnt sein Buch „Learn Kotlin for Android Development“ mit einer kurzen Besprechung der Android-Studio-Programmieroberfläche: Wer sich damit aus Java auskennt, langweilt sich in diesem Kapitel. Der darauffolgende Abschnitt beginnt mit einer Vorstellung der objektorientierten Programmierung unter Kotlin. Schon hier zeigt sich, dass der Autor Freude am Abdrucken langer XML-Snippets hat. Kapitel Nummer zwei wäre wesentlich kürzer ausgefallen, hätte der Autor einfach einen Screenshot der zu erstellenden Oberfläche abgedruckt. Selbiges gilt auch für die beiden darauffolgenden Abschnitte, die objektorientierte Programmierung (OOP) erklären.

Klassische Programmierlehrbücher stellten zuerst Schleifen, Interaktionen und Co. vor, um den angehenden Programmierer erst danach mit Klassen zu konfrontieren. Seit einiger Zeit wird diese didaktische Reihenfolge aus dem Rezensenten unerklärlichen Gründen umgekehrt – das vorliegende Buch ist ein Vertreter der neuartigen Herangehensweise. Nachdem das fünfte Kapitel Berechnungen erklärt, folgen darauf zwei kompaktere Kapitel zur Arbeit mit Kommentaren und strukturalen Konstruktionen. Neben klassischen Schleifen finden sich in Kotlin auch Methoden, die ganze Arrays und Iterationen bearbeiten.

Die in der OOP-Besprechung eher kurze Vorstellung der Containerklassen wird danach im Detail erklärt. Google implementiert in seiner neuen Programmiersprache diverse Komfortfeatures, deren Unkenntnis zur Verschwendung von Arbeitszeit führt. Das gilt auch für die Methoden zur Überprüfung auf Gleichheit und Nichtgleichheit, die Späth ebenfalls mit dedizierten Kapiteln abbildet. Danach finden sich noch zwei Kapitel zur funktionalen Programmierung und zu den Generics; auch Annotationen finden kurze Erwähnung.

Analog zu C und Java gibt es auch in Kotlin eine Standardbibliothek, die im Großen und Ganzen aus Bindings an die bekannten Java-Funktionen besteht. In den darauffolgenden Kapiteln erklärt der Autor einige besonders interessante Funktionen wie die Datumsverarbeitung. Da ein Buch zur Standardbibliothek allein 800 Seite...

Entwickler Magazin
Buchtipp

Learn Kotlin for Android Development

Dass sich Java-Entwickler nicht sonderlich über das Aufkommen von Kotlin freuen, ist logisch - Google dürfte diese Sprache allerdings nicht aufgeben. Auch wenn man hausintern auf absehbare Zeit mit Java weiterprogrammieren möchte, sollte man Kotlin zumindest bis zu einem gewissen Grad verstehen. Die Ursache dafür ist, dass Google Programmbeispiele für bestimmte Module nur in dieser Programmiersprache anbietet.

Tam Hanna


Dass sich Java-Entwickler nicht sonderlich über das Aufkommen von Kotlin freuen, ist logisch – Google dürfte diese Sprache allerdings nicht aufgeben. Auch wenn man hausintern auf absehbare Zeit mit Java weiterprogrammieren möchte, sollte man Kotlin zumindest bis zu einem gewissen Grad verstehen. Die Ursache dafür ist, dass Google Programmbeispiele für bestimmte Module nur in dieser Programmiersprache anbietet.

Peter Späth beginnt sein Buch „Learn Kotlin for Android Development“ mit einer kurzen Besprechung der Android-Studio-Programmieroberfläche: Wer sich damit aus Java auskennt, langweilt sich in diesem Kapitel. Der darauffolgende Abschnitt beginnt mit einer Vorstellung der objektorientierten Programmierung unter Kotlin. Schon hier zeigt sich, dass der Autor Freude am Abdrucken langer XML-Snippets hat. Kapitel Nummer zwei wäre wesentlich kürzer ausgefallen, hätte der Autor einfach einen Screenshot der zu erstellenden Oberfläche abgedruckt. Selbiges gilt auch für die beiden darauffolgenden Abschnitte, die objektorientierte Programmierung (OOP) erklären.

Klassische Programmierlehrbücher stellten zuerst Schleifen, Interaktionen und Co. vor, um den angehenden Programmierer erst danach mit Klassen zu konfrontieren. Seit einiger Zeit wird diese didaktische Reihenfolge aus dem Rezensenten unerklärlichen Gründen umgekehrt – das vorliegende Buch ist ein Vertreter der neuartigen Herangehensweise. Nachdem das fünfte Kapitel Berechnungen erklärt, folgen darauf zwei kompaktere Kapitel zur Arbeit mit Kommentaren und strukturalen Konstruktionen. Neben klassischen Schleifen finden sich in Kotlin auch Methoden, die ganze Arrays und Iterationen bearbeiten.

Die in der OOP-Besprechung eher kurze Vorstellung der Containerklassen wird danach im Detail erklärt. Google implementiert in seiner neuen Programmiersprache diverse Komfortfeatures, deren Unkenntnis zur Verschwendung von Arbeitszeit führt. Das gilt auch für die Methoden zur Überprüfung auf Gleichheit und Nichtgleichheit, die Späth ebenfalls mit dedizierten Kapiteln abbildet. Danach finden sich noch zwei Kapitel zur funktionalen Programmierung und zu den Generics; auch Annotationen finden kurze Erwähnung.

Analog zu C und Java gibt es auch in Kotlin eine Standardbibliothek, die im Großen und Ganzen aus Bindings an die bekannten Java-Funktionen besteht. In den darauffolgenden Kapiteln erklärt der Autor einige besonders interessante Funktionen wie die Datumsverarbeitung. Da ein Buch zur Standardbibliothek allein 800 Seite...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang