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Erste Schritte mit dem PIC16F84A

Mach mal nen PIC


Die Firma Microchip hat mit den PIC-Mikrocontrollern eine ganze Familie von leistungsfähigen Bausteinen entwickelt. In diesem Artikel sehen wir uns den PIC16F84A etwas genauer an. Wir schreiben ein einfaches Testprogramm in C und bringen es in den PIC-Controller. Als Entwicklungsumgebung verwenden wir die MPLAB X IDE.

Der PIC16F84A ist ein Mikrocontroller mit einer 8-Bit-RISC-(Reduced-Instruction-Set-Computing-)CPU. Der Hersteller hat das Reduzieren sehr ernst genommen, die CPU versteht gerade einmal 35 Befehle. Im Vergleich dazu hat ein Intel-i7-Prozessor weit über 300 Befehle. Die 35 Befehle sind so aufgebaut, dass sie alle innerhalb eines Taktzyklus ausgeführt werden können. Wenn man bedenkt, dass der maximale Takt bei 20 MHz liegt, ist das eine ganze Menge. Die Betriebsspannung des PIC16F84A kann zwischen 2 und 5,5 Volt liegen. Der Speicherausbau des Controllers wirkt auf den ersten Blick etwas klein (68 Byte RAM, 64 Byte EEPROM, 1024 Byte Programmspeicher), reicht aber für viele Anwendungsfälle vollkommen aus.

Die 13 programmierbaren IO Pins können bis zu 25 Milliampere aufnehmen oder liefern. Dadurch ist der PIC16F84A bestens für kleine Automatisierungsaufgaben geeignet. Die Familie der PIC-Controller ist groß und es gibt natürlich auch leistungsfähigere Controller mit mehr IOs oder auch mit analogen Ein- und Ausgängen. Auf der Herstellerseite [1] erhalten Sie einen Überblick über die einzelnen Modelle.

Erwerben können Sie den PIC16F84A für unter 4 Euro. Alle bekannten Elektronikhändler haben ihn auf Lager [2]. Der PIC16F84A wird in einem 18-Pin-DIL-Gehäuse verbaut. Auf Abbildung 1 ist das Pin-out des ICs zu sehen. Sollten noch Fragen offen sein, werfen Sie einen Blick in das Datenblatt des Controllers [3].

mohr_pic_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Pin-out des PIC16F84A

IDE, Programmieradapter und Testhardware

Wie eingangs erwähnt, verwenden wir zum Programmieren des PIC-Controllers die MPLAB X IDE. Sie kann frei von der Microchip-Homepage [4] heruntergeladen werden. Die IDE steht für alle gängigen Betriebssysteme bereit. Unter Linux benötigen Sie allerdings Root-Rechte, um die Installation zu starten. Die Installation ist komplett durch einen Wizard gesteuert und lässt sich ohne Probleme durchführen. Zusätzlich zur IDE benötigen wir noch den zu unserem Mikrocontroller passenden Compiler, der ebenfalls frei von der Microchip-Homepage [5] heruntergeladen werden kann. Für den PIC16F84A benötigen Sie den MPLAB XC8 Compiler v2.10. Die Installation funktioniert nach dem gleichen Muster ...

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