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Buchtipp

C++ programmieren


Wer Programmierer im Embedded-Bereich auszubilden sucht, darf sich auf einen harten Kampf einstellen – Guido Krügers Klassiker „Programmierung in C“ ist antiquarisch nur noch schwer erhältlich. Der Hanser Verlag schickt mit „C++ programmieren“ ein Buch auf den Weg, das eine modernere, aber doch analoge Vorgehensweise wählt. Das erste Kapitel erklärt knapp die Verwendung der im Lehrbereich beliebten Codeblocks-IDE, um danach zu Datentypen, Kontrollstrukturen und sogar kleineren Konversions- und sonstigen Programmen überzugehen. Dabei ergibt sich eine steile Lernkurve, die allerdings durchaus zumutbar ist und beim Sortieren der Spreu vom Weizen hilft. Dass der kritikfreudige Rezensent dem Autor an dieser Stelle das Nichtverwenden von Visual Studio Code vorwerfen muss, ist logisch, aber im Bereich der Wadenbeißerei angesiedelt.

Das darauffolgende zweite Kapitel erklärt fortgeschrittene Methoden zur Programmstrukturierung – exzellent ist, dass das Werk den PT-Kadetten schon an dieser Stelle mit Überlegungen wie Schnittstellen, Datenflüssen und modularer Programmierung konfrontiert. Dabei handelt es sich um Problembereiche, mit denen der Rezensent auch in seinem Elektronik-YouTube und -Instagram immer wieder durch erfahrene Programmierer konfrontiert wird. Als Nächstes folgt die – unvermeidliche – Demonstration sowohl der objektorientierten Programmierung als auch der Pointer. Der Autor wechselt zwischen den Themen hin und her, was die durchaus komplizierten Themen ein wenig abschwächt. Zum Ende des ersten Teils, der C++ als Ganzes vorzustellen sucht, finden sich noch Überlegungen zu Strömen, Operator Overloading und zu guter Letzt zur STL.

Guido Krüger beendete seinen Klassiker zu C-Programmierung an dieser Stelle: Ulrich Breymann setzt mit dem zweiten Teil, der sich laut Eigendefinition fortgeschrittenen Themen widmet, seinen Text indes einfach fort. Neben lesenswerten Überlegungen zur im Hintergrund stattfindenden Semantik (performancekritisch!) finden sich hier Ausführungen zu Templates, Parallelisierung und sogar der Erzeugung grafischer Benutzerschnittstellen mit Qt. Dass die auf gut 200 Seiten unterkommenden Ausführungen in diesem Bereich kein vollwertiges Lehrbuch ersetzen können, sollte aus der Logik folgen.

Als der Rezensent vor vielen Jahren einen bekannten friesischen Geodäten kennenlernte, war es für den autodidaktisch im Programmierbereich schon lange (finanziell erfolgreich) Tätigen eine Offenbarung. Der Geodät führte ihm vor, dass lokales Hacke...

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