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Android-Entwicklung mit dem Intel-C++-Compiler

C/C++ goes Android


Wer seine Android-Apps in C oder C++ entwickeln möchte, kann sich freuen: Der Intel-C++-Compiler richtet sich an alle Entwickler, die genau das machen.

Er reiht sich damit in ein immer breiter werdendes Sortiment von Tools ein, die Intel für die Android-Entwicklung anbietet [1]. Google unterstützt die Entwicklung in den Programmiersprachen C und C++ mit dem Native Development Kit (NDK) [2]. Das NDK enthält mehrere Cross-Compiler, Bibliotheken und Headerdateien, die für die Android-Entwicklung notwendig sind. Ein Cross-Compiler ist für die native Entwicklung unter Android stets erforderlich, da sich Android in wichtigen Punkten von den Standard-Linux-Distributionen unterscheidet. So wurde beispielsweise die C-Bibliothek „Bionic“ eigens für Android entwickelt.

Der Compiler

Der Intel-C++-Compiler für Android basiert auf dem C++-Compiler für Linux, der sich vor allem im High Performance Computing (HPC) branchenweit einen Namen gemacht hat. Eine der Stärken ist die automatische Vektorisierung von Schleifen. Spiele und Multimediaanwendungen profitieren besonders hiervon.

Der Compiler steht für alle gängigen Betriebssysteme zur Verfügung: Microsoft Windows, Linux und OS X. Die Installation setzt jedoch ein installiertes Android NDK voraus. Der Compiler kann sowohl in der NDK-Build-Umgebung, in Eclipse und in einer so genannten Standalone Environment verwendet werden.

Verwendung in der NDK-Build-Umgebung

Die NDK-Build-Umgebung ist Bestandteil des An­droid NDKs. Sie erleichtert die Entwicklung von Cross-Platform-Programmen für Android erheblich. Die NDK-Build-Umgebung basiert auf der GNU-Make-Umgebung.

Das Native Development Kit unterstützt unterschiedliche so genannte Toolchains. Eine Toolchain beschreibt hierbei eine komplette Compilerumgebung. Das aktuelle Android NDK Version 9c beinhaltet die Compilerumgebungen GCC 4.6, GCC 4.8 und LLVM 3.3. Der Intel-C++-Compiler für Android fügt sich bei der Installation als weitere Compilerumgebung nahtlos in das NDK ein.

Um das Beispiel hello-jni, das Bestandteil des An­droid NDKs ist, mit dem Intel-Compiler zu übersetzen, ist es notwendig, die passende Compilerumgebung auszuwählen. Öffnen Sie die Kommandozeile, wechseln Sie in das Verzeichnis des hello-jni-Beispiels und starten Sie ndk-build mit den folgenden Optionen:

cd %NDK_DIR%\samples\hello-jni\jni\ %NDK_DIR%\ndk-build V=1 -B NDK_TOOLCHAIN=x86-icc APP_ABI=x86

Die verwendeten Optionen für ndk-build haben folgende Bedeutung:

  • V=1: aktiviert die ausführliche Ausgabe (o...

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