© Liashko/Shutterstock.com
Teil 3: Produktivität von Softwareprojekten - eine einführende Diskussion

Damit die Kunst sich rechnet


Software muss funktionell, modern und anforderungsgerecht sein. Entwicklungsprojekte sind eine Investition und haben eine starke wirtschaftliche Komponente. Diese definiert sich aus dem Verhältnis von Aufwand und Ertrag. Untrennbar damit verbunden ist das Konstrukt der Produktivität. Kann man die Produktivität bei einer Tätigkeit mit einem hohen kreativen Anteil – wie Softwareentwicklung – messen?

In diesem abschließenden Beitrag zum Thema Softwaremessung beschäftigen wir uns mit der Produktivität der Softwareentwicklung. Diese ökonomisch getriebene Fragestellung gewinnt in Zeiten knapper Ressourcen, beschränkter Budgets und weltweiter Konkurrenz eine neue Bedeutung. Zunächst ist zu klären, was darunter zu verstehen ist. Wie kann der aus der Industrie stammende Produktivitätsbegriff in die Welt der Softwareentwicklung übertragen werden? Zwei Extrempositionen stehen sich gegenüber: Der Arbeitgeber bzw. Auftraggeber möchte am liebsten die Produktivität exakt anhand von definierten Parametern bestimmen. Dann wäre die Arbeitsleistung zwischen Projekten und Personen vergleichbar und bestmöglich zu prognostizieren. Die andere Extremposition ist die Aussage, dass hoch kreative Tätigkeiten unter keinen Umständen einer Messung und Vergleichbarkeit zugänglich sind. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich – wie so oft – in der Mitte. Begeben Sie sich mit uns auf eine interessante Diskussion zum Thema, aus der durchaus verwertbare Schlussfolgerungen für die Gestaltung unserer alltäglichen Arbeit abgleitet werden können.

Softwaremessung – Eine Einführung in drei „Akten“

Das Thema Softwaremessung ist umfangreich in Theorie und Praxis. Für das Ableiten von Handlungsvorschlägen muss man sich mit einigen konzeptionellen Ansätzen beschäftigen.

Teil 1: Es geht um die Ziele und Gegenstände der Softwaremessung. Je nach Messobjekt und Entwicklungsphase sind unterschiedliche Verfahren notwendig. Es werden Ansätze zur Messung der Softwarequantität besprochen.

Teil 2: Im Mittelpunkt steht die Frage: „Was ist Softwarequalität“. Wenn man es definieren kann, kann man es vielleicht auch messen und objektivieren?

Teil 3: Produktionsprozesse sollen möglichst effektiv sein. Softwareentwicklung ist jedoch eine Disziplin im Grenzbereich zwischen ingenieurmäßigem Vorgehen und künstlerischer Arbeit. Lässt sich dennoch die Produktivität bestimmen, und kann Verbesserungspotenzial abgleitet werden?

Produktivität von Softwareprojekten

Putnam und Myers definieren im Buch „Five Core Metrics“ fünf Ker...

Exklusives Abo-Special

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang