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Editorial

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Neulich, im Postfach: „The highest discount you have ever heard of“ – es geht natürlich um das, der Anzahl der E-Mails nach zu urteilen, beliebteste Potenzmittel der Gegenwart. Weit verbreitet sind auch die „Vier Gründe, Mitglied im Ruby Palace zu werden“, oder natürlich die charmant-penetrante Aufforderung: „Personlichen Daten bestatigen“.

Ich rede natürlich von Spam-E-Mails, jenen unerwünschten Werbebotschaften oder absoluten Insideranlagetipps, mit denen jeder von uns täglich zu kämpfen hat. Und es könnte noch schlimmer kommen: Denn wie kürzlich bekannt wurde, schrecken skrupellose Spammer vor gar nichts mehr zurück und verwandeln neuerdings auch unsere Kühlschränke in willenlose Botnet-Zombies, die uns mit noch mehr Werbung überschütten sollen. Können wir also bald nicht einmal mehr unseren Haushaltsgeräten trauen? Wird das Internet of Things das im Science-Fiction-Klassiker „Terminator“ beschriebene Skynet, das uns mit zusätzlichen Heerscharen von Spam in den Untergrund treiben möchte?

So (oder so ähnlich) jedenfalls lautete der Tenor der zahlreichen Meldungen zu diesem Thema. Und oft schwang dabei eine nicht unerhebliche Skepsis gegenüber neuer und spannender Technologien mit – und das IoT bot in diesem Fall nur einen willkommenen Einstiegspunkt. Schließlich bereitet sich die technikbegeisterte Welt spätestens seit Bill Gates „Xanadu 2.0“ – das hochautomatisierte Haus des Microsoft-Gründers – darauf vor, vom heimischen Kühlschrank per E-Mail im Supermarkt an der Ecke darauf hingewiesen zu werden, dass sich der Vorrat an frischen Eiern dem Ende neigt.

Unser Titelthema reiht sich nahtlos in diese die Gesellschaft spaltende Technikfreude ein. Die auf Bluetooth basierenden iBeacons könnten unsere Shoppingtouren künftig in ein vollkommen neues Erlebnis verwandeln. Passende Produktinformationen genau dann, wenn wir sie benötigen. Trailer zu Spielen und Filmen, wenn wir uns unsicher sind. Und natürlich der Hinweis darauf, dass die Lautsprecher, die wir gerade in den Einkaufswagen gelegt haben, nicht das beste Klangerlebnis mit dem daheim installierten Heimkinosystem bieten.

Was nach Zukunftsvision und gläsernem Kunden klingt, ist dabei nur eine konsequente Weiterentwicklung des Quasi-Ist-Zustands. Das Smartphone ist für viele bereits ein fester Bestandteil beim täglichen Einkauf. Konsumenten prüfen, ob die Angaben auf der Packung der Wahrheit entsprechen und der figurbewussten Ernährung zuträglich sind, ob sie fair gehandel...

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