Back to the Roots: Basiswerte als Fundament für erfolgreiche IT-Teams

Kolumne: Soft Skills in der IT

Sabine Bernecker-Bendixen


Video: Was Softwareentwickler von Honigbienen lernen können Gleich und Gleich gesellt sich gerne?Stil und Vorurteil: Ein Beispiel für das „Anderssein“Grundsätzlich beschreibt der Begriff Nerd die im Vergleich zur hohen Fachlichkeit weitaus geringere soziale Kompetenz und Fähigkeit zur Selbstdarstellung – Fähigkeiten und Kompetenzen, die in der Softwareentwicklung oder zur Administration von IT-Netzwerken auch nicht zwingend erforderlich sind. Ursprünglich ist die Wertung, ob jemand ein Nerd ist, abhängig von der Einschätzung des Umfelds. Interessant ist, dass Außenstehende diese Wertung tendenziell abwertend meinen; Betroffene sich selbst und Gleichgesinnten gegenüber es umgekehrt jedoch als Auszeichnung empfinden [4]. An diesem Punkt kann eine mit Vorurteilen belegte Zwei-Klassen-Gesellschaft entstehen; wir, die Nerds, und ihr – die anderen oder wir, die anderen und ihr, die Nerds, – abhängig davon, welchen Blickwinkel wir selbst in dem Moment einnehmen. Tatsächlich scheint es, als ob beide Seiten genau diese Wertung als Entschuldigung dafür nehmen, nicht miteinander klarkommen zu können. „Ich bin ein Nerd, die anderen verstehen mich sowieso nicht!“, sagt der fachorientierte ITler, selbst über andere Fachleute und Experten, nur weil sie nicht aus genau seinem Metier kommen. Die „Schuld“ des Nichtverstehens liegt bei dieser Formulierung eindeutig auf der Seite der anderen. „Das ist ein Nerd, den kann man eh nicht verstehen!“, so oder ähnlich drücken sich die Nicht-ITler aus und schieben damit die Schuld für die erfolglose Kommunikation dem Nerd zu. Die Grundhaltung „Ich bin o.k. – du bist o.k.“ wie sie von Thomas A. Harris im gleichnamigen Buch [5] als erfolgversprechendste in Bezug auf die Kommunikation beschrieben und in der Transaktionsanalyse dem Erwachsenen-Ich zugeordnet wird, ist bei diesen vorgefassten Meinungen kaum noch möglich. Dabei ist genau diese Grundeinstellung und das damit verbundene Erwachsenen-Ich die Ebene, auf der eine durch gegenseitigen Respekt und Akzeptanz geprägte Kommunikation stattfinden kann. Eine Grundeinstellung, die sich auf die eigentlichen Gesprächsinhalte konzentriert und in der Regel zu einem produktiven Ergebnis führt. Vielmehr nehmen die Akteure in dieser Konstellation die Haltung „Ich bin o.k. – du bist nicht o.k.“ ein und signalisieren ihrem Gegenüber, dass sie ihn nicht ernst nehmen oder sogar nicht einmal respektieren und/oder akzeptieren. In einem konkreten Fall sprach ich vor Kurzem mit einem IT-Spezia...

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Kolumne: Soft Skills in der IT

Sabine Bernecker-Bendixen


Video: Was Softwareentwickler von Honigbienen lernen können Gleich und Gleich gesellt sich gerne?Stil und Vorurteil: Ein Beispiel für das „Anderssein“Grundsätzlich beschreibt der Begriff Nerd die im Vergleich zur hohen Fachlichkeit weitaus geringere soziale Kompetenz und Fähigkeit zur Selbstdarstellung – Fähigkeiten und Kompetenzen, die in der Softwareentwicklung oder zur Administration von IT-Netzwerken auch nicht zwingend erforderlich sind. Ursprünglich ist die Wertung, ob jemand ein Nerd ist, abhängig von der Einschätzung des Umfelds. Interessant ist, dass Außenstehende diese Wertung tendenziell abwertend meinen; Betroffene sich selbst und Gleichgesinnten gegenüber es umgekehrt jedoch als Auszeichnung empfinden [4]. An diesem Punkt kann eine mit Vorurteilen belegte Zwei-Klassen-Gesellschaft entstehen; wir, die Nerds, und ihr – die anderen oder wir, die anderen und ihr, die Nerds, – abhängig davon, welchen Blickwinkel wir selbst in dem Moment einnehmen. Tatsächlich scheint es, als ob beide Seiten genau diese Wertung als Entschuldigung dafür nehmen, nicht miteinander klarkommen zu können. „Ich bin ein Nerd, die anderen verstehen mich sowieso nicht!“, sagt der fachorientierte ITler, selbst über andere Fachleute und Experten, nur weil sie nicht aus genau seinem Metier kommen. Die „Schuld“ des Nichtverstehens liegt bei dieser Formulierung eindeutig auf der Seite der anderen. „Das ist ein Nerd, den kann man eh nicht verstehen!“, so oder ähnlich drücken sich die Nicht-ITler aus und schieben damit die Schuld für die erfolglose Kommunikation dem Nerd zu. Die Grundhaltung „Ich bin o.k. – du bist o.k.“ wie sie von Thomas A. Harris im gleichnamigen Buch [5] als erfolgversprechendste in Bezug auf die Kommunikation beschrieben und in der Transaktionsanalyse dem Erwachsenen-Ich zugeordnet wird, ist bei diesen vorgefassten Meinungen kaum noch möglich. Dabei ist genau diese Grundeinstellung und das damit verbundene Erwachsenen-Ich die Ebene, auf der eine durch gegenseitigen Respekt und Akzeptanz geprägte Kommunikation stattfinden kann. Eine Grundeinstellung, die sich auf die eigentlichen Gesprächsinhalte konzentriert und in der Regel zu einem produktiven Ergebnis führt. Vielmehr nehmen die Akteure in dieser Konstellation die Haltung „Ich bin o.k. – du bist nicht o.k.“ ein und signalisieren ihrem Gegenüber, dass sie ihn nicht ernst nehmen oder sogar nicht einmal respektieren und/oder akzeptieren. In einem konkreten Fall sprach ich vor Kurzem mit einem IT-Spezia...

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