Teil 4: Standards, Open Source und Forschung

Strategische Allianzen

Thomas Eichstädt-Engelen, Kai Kreuzer


Video: Smart Home mit openHAB

Auch wenn in Fachkreisen schon lange über das Smart Home diskutiert und geforscht wird und es sicher auch schon den einen oder anderen (Smart-)Häuslebauer gibt, so ist das Thema „Smart Home“ (leider) immer noch kein Massenphänomen. Zu umfangreich ist das Angebot schon jetzt, und es kommen täglich neue Produkte auf den Markt. Zu selten finden sich echte Spezialisten, die bei der Beratung, bei der Installation und vor allem bei der unweigerlich folgenden Erweiterbarkeit helfen können (siehe auch Teil 2 dieser Artikelserie in Ausgabe 5.2014 des Entwickler Magazins).

Übersicht der ArtikelserieTeil 1: Heimautomatisierung und das Internet der DingeTeil 2: Marktüberblick über Systeme und ProtokolleTeil 3: Geräteabstraktion und ihre SchwierigkeitenTeil 4: Standards, Open Source und ForschungTeil 5: Steuerung und AutomatisierungTeil 6: Sicherheit und DatenschutzTeil 7: Hands-on-Integration mit openHAB

Die Ursache für die große Unsicherheit lässt sich dabei auf technischer Ebene recht schnell ausmachen: Die meisten angebotenen Produkte sind schlicht inkompatibel und können daher nicht miteinander kombiniert werden.

Zum einen liegt das an den unterschiedlichen Protokollen auf der Transportebene. Hier konkurrieren Funkprotokolle wie Z-Wave, BidCoS, EnOcean, ZigBee, Bluetooth und WiFi gegen die kabelgebundenen Systeme und unter diesen wiederum die Powerline-basierten Lösungen gegen die Systeme mit zusätzlichen Steuerleitungen.

Selbst wenn man dieses Problem gelöst und sich auf ein einheitliches Transportprotokoll wie beispielsweise IP geeinigt hätte, gäbe es auch auf den darüber liegenden Schichten derzeit noch keine guten Antworten auf offene Fragen, wie etwa nach der protokollübergreifenden Repräsentation von Geräten oder Regeln oder dem einheitlichen Einrichtungsprozess. Auch hier kochen viele Hersteller lieber ihr eigenes Süppchen anstatt an gemeinsamen Ideen zu arbeiten. Dabei liegen die Lösungen für das Problem unterschiedlicher Protokolle und vorherrschender Inkompatibilität auf der Hand. Es könnte a) ein Standard aus der Taufe gehoben werden, der es Geräten unterschiedlicher Hersteller ermöglicht, sich in einem Netzwerk (transport-)protokollunabhängig zu finden, ihre Fähigkeiten (Capabilities) auszutauschen, sich zu verbinden/pairen und sich schließlich gegenseitig entsprechend ihrer Fähigkeiten zu benutzen. Im Gegensatz dazu könnte b) eine Integrationsplattform verwendet werden, die als zentrale Drehscheibe verschiedene Schn...

Teil 4: Standards, Open Source und Forschung

Strategische Allianzen

Thomas Eichstädt-Engelen, Kai Kreuzer


Video: Smart Home mit openHAB

Auch wenn in Fachkreisen schon lange über das Smart Home diskutiert und geforscht wird und es sicher auch schon den einen oder anderen (Smart-)Häuslebauer gibt, so ist das Thema „Smart Home“ (leider) immer noch kein Massenphänomen. Zu umfangreich ist das Angebot schon jetzt, und es kommen täglich neue Produkte auf den Markt. Zu selten finden sich echte Spezialisten, die bei der Beratung, bei der Installation und vor allem bei der unweigerlich folgenden Erweiterbarkeit helfen können (siehe auch Teil 2 dieser Artikelserie in Ausgabe 5.2014 des Entwickler Magazins).

Übersicht der ArtikelserieTeil 1: Heimautomatisierung und das Internet der DingeTeil 2: Marktüberblick über Systeme und ProtokolleTeil 3: Geräteabstraktion und ihre SchwierigkeitenTeil 4: Standards, Open Source und ForschungTeil 5: Steuerung und AutomatisierungTeil 6: Sicherheit und DatenschutzTeil 7: Hands-on-Integration mit openHAB

Die Ursache für die große Unsicherheit lässt sich dabei auf technischer Ebene recht schnell ausmachen: Die meisten angebotenen Produkte sind schlicht inkompatibel und können daher nicht miteinander kombiniert werden.

Zum einen liegt das an den unterschiedlichen Protokollen auf der Transportebene. Hier konkurrieren Funkprotokolle wie Z-Wave, BidCoS, EnOcean, ZigBee, Bluetooth und WiFi gegen die kabelgebundenen Systeme und unter diesen wiederum die Powerline-basierten Lösungen gegen die Systeme mit zusätzlichen Steuerleitungen.

Selbst wenn man dieses Problem gelöst und sich auf ein einheitliches Transportprotokoll wie beispielsweise IP geeinigt hätte, gäbe es auch auf den darüber liegenden Schichten derzeit noch keine guten Antworten auf offene Fragen, wie etwa nach der protokollübergreifenden Repräsentation von Geräten oder Regeln oder dem einheitlichen Einrichtungsprozess. Auch hier kochen viele Hersteller lieber ihr eigenes Süppchen anstatt an gemeinsamen Ideen zu arbeiten. Dabei liegen die Lösungen für das Problem unterschiedlicher Protokolle und vorherrschender Inkompatibilität auf der Hand. Es könnte a) ein Standard aus der Taufe gehoben werden, der es Geräten unterschiedlicher Hersteller ermöglicht, sich in einem Netzwerk (transport-)protokollunabhängig zu finden, ihre Fähigkeiten (Capabilities) auszutauschen, sich zu verbinden/pairen und sich schließlich gegenseitig entsprechend ihrer Fähigkeiten zu benutzen. Im Gegensatz dazu könnte b) eine Integrationsplattform verwendet werden, die als zentrale Drehscheibe verschiedene Schn...

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