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Editorial

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

geht es um Trends im Web, spricht man von neuen Frameworks, JavaScript im Allgemeinen und GraphQL als möglicher Alternative zum klassischen REST Service. Das alles bezieht sich auf das Internet, wie wir es kennen: Online, im Browser. Zu den Trends in Sachen Webtechnologie gehört aber auch, dass Web und Desktop zusammenwachsen, das Web also nativ wird. Progressive Web Apps (PWAs) und Electron sind hier die großen Schlagworte, um die sich die Szene dreht. Beides bringt Webtechnologien in lokal installierte Anwendungen auf dem PC oder Mobilgerät; die Trennung zwischen On- und Offline verschwimmt. Ausgeführt werden sowohl PWAs als auch Electron-Anwendungen aber im unsichtbaren Browser. Das Web wird also nativ, aber weiterhin in JavaScript geschrieben.

Der Trend funktioniert aber auch anders herum: WebAssembly (Wasm) ermöglicht es Entwicklern, Sprachen wie C, C++ und Rust in Code zu kompilieren, der vom Browser ausgeführt werden kann. Das Konzept ist nicht radikal neu, gewinnt aber immer mehr Fans: Alle reden über WebAssembly, das in ein paar Jahren zum Standard für große Anwendungen im Browser werden könnte. Noch ist der W3C-Standard aber jung und neu – und auch das macht Wasm spannend: Die WebAssembly-Spezifikation liegt seit Ende 2017 in Version 1.0 vor, die Browser-Engines von Chrome, Safari, Firefox und Edge können WebAssembly-Code ausführen. Bei der Versionierung als v1.0 ging es, so ist der offiziellen Website zu entnehmen, allerdings vor allem darum, praktische Erfahrungen zu sammeln, und nicht so sehr darum, einen Status in Stein zu meißeln. WebAssembly entwickelt sich noch, kann aber bereits genutzt werden.

Wasm stellt eine Art Weiterentwicklung von asm.js dar, das selbst als Subset von JavaScript entworfen wurde und ebenfalls Code aus anderen Sprachen in den Browser bringt. Die Verwendung von JavaScript setzte aber Grenzen für die Performance von Anwendungen.

WebAssembly soll hier noch eine Schippe drauflegen und somit vor allem für rechenaufwendige und große Anwendungen zur Option werden. Dazu wird der eingegebene Code aus verschiedenen Programmiersprachen zu Binärdateien kompiliert. Wo asm.js schlussendlich doch an gewisse Grenzen von JavaScript gebunden war, will WebAssembly zur nativen Geschwindigkeit aufschließen, die derzeit nur Desktopanwendungen bieten. Wie man WebAssembly in eigenen Projekten nutzen kann und wie weit die Implementierung fortgeschritten ist, erklärt Mirko Sertic in seinem Artikel zum Status qu...

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