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Wie funktionieren Bitcoins, Ethers und Co. eigentlich?

Kryptowährungen


Beim Stichwort „Kryptowährungen“ fällt einem meist zuerst oder auch ausschließlich Bitcoin ein. Damit kann man sich meist nichts im Laden um die Ecke kaufen, aber z. B. Lösegeld für seine von Ransomware verschlüsselten Daten zahlen. Und spekulieren kann man damit, einige Zeit konnte man das mit viel Erfolg tun, in letzter Zeit allerdings eher erfolglos. Und dann verbraucht die Erzeugung der Bitcoins jede Menge Strom. Macht das die virtuellen Münzen etwa wertvoll? Zeit, mal einen Blick auf das Ganze zu werfen.

Erst einmal eine kleine Klarstellung: Es wird zwar fast immer von „Kryptowährung“ gesprochen, aber eigentlich ist das alles nur Kryptogeld. Als Währung bezeichnet man im weiteren Sinne die Definition des gesamten Geldwesens eines Staates bzw. allgemein eines Währungsraums, im engeren Sinne die gesetzlichen Zahlungsmittel in diesen Währungsraum. Mit keinem von beiden haben Kryptowährungen etwas zu tun. Geld ist dagegen ein allgemein anerkanntes Tausch- und Zahlungsmittel, das kann, muss aber nicht eine Währung sein, etwa wie in der Nachkriegszeit Zigaretten oder das während der Hyperinflation 1923 ausgegebene Notgeld.

Und auch wenn es so aussieht, als wären Kryptowährungen ganz was Neues, ist das gar nicht so. Das Konzept von digitalem Geld ist schon ziemlich alt. Eine der ersten Implementierungen war das von David Chaum entwickelte eCash [1], das auf den von ihm dazu schon 1982 entwickelten sogenannten „blinden Signaturen“ basierte. Das 1989 von ihm gegründete Unternehmen DigiCash [2] zur Verbreitung von eCash ging pleite, bevor sich eCash für Micropayments durchsetzen konnte.

Blinde Signaturen anschaulich

Eine blinde Signatur funktioniert folgendermaßen: Jemand signiert etwas, ohne es dabei zu sehen. Er kann später erkennen, dass er das, was er zurückerhält, selbst signiert hat. Er weiß aber nicht, wie es bei der Signatur ausgesehen hat. Anschaulich können Sie sich die blinde Signatur [3] folgendermaßen vorstellen (Abb. 1).

Sie haben eine tolle Idee, die Sie noch niemanden verraten möchten. Trotzdem wollen Sie später beweisen können, dass Sie diese Idee schon hatten. Sie können also nicht einfach zu einem Notar gehen, die Idee aufschreiben und sich Datum und Uhrzeit der Niederschrift bestätigen lassen. Mit einer blinden Signatur lässt sich das Problem lösen: Sie schreiben die Idee auf ein Blatt Papier und stecken es in einen Umschlag, der auf der Innenseite mit Kohlepapier gefüttert ist. Der Notar notiert auf diesen Umschlag das Datum und die Uhrz...

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