Entwickler Magazin - 03.2014 - Internet of Things


Preis: 6,50 €

Erhältlich ab:  April 2014

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Marc Schwering, Tam Hanna, Dominik Obermaier, Christian Götz, Helmut Stoiber, Christoph Ebert, Carsten Harnisch, Sven Ruppert, Alexander Rudolph, Carsten Eilers, Stefan Armbruster, Torsten Zimmermann, Frank Maar, Wolfgang Schmidt

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bei Gesprächen über das Internet of Things erscheint mir schnell mal eine Bullshit-Bingo-Karte vor dem inneren Auge: Raspberry Pi, Arduino, Connectivity, IPv6, M2M, Embedded, 3-D-Druck, Smart Home, Wearables, Maker, Industrie 4.0, Sensoren, Aktoren und so weiter und so fort. Der IoT-Sektor ist ebenso facettenreich wie undurchsichtig. Auch deshalb ist dieses Internet of Things für manch einen nicht mehr als ein seltsames Wort für eine ferne Zukunft. Doch IoT ist längst keine futuristische Vision mehr, sondern Teil unserer Gegenwart. In rasendem Tempo wird die Welt um uns herum immer intelligenter und interaktiver. Immer mehr Alltagsgeräte sind ans Internet angeschlossen und miteinander vernetzt – vom Smart Home mit vernetzten Haushaltsgeräten über Connected Cars bis hin zu programmierbarem Spielzeug. Die Analysten von Juniper Research prognostizieren 400 Millionen eingebettete Geräte bis 2017 und prophezeien, dass die Umsätze im Smart-Home-Sektor bis 2018 auf 71 Milliarden Dollar steigen werden. Bis 2020 soll schließlich die Zahl der vernetzten Geräte weltweit auf über 50 Milliarden anwachsen.

Werden wir also bald in komplett automatisierten Häusern leben und alles, vom Kühlschrank und der Waschmaschine bis hin zu Türen, Fenstern und Heizung mithilfe von Smartphone- oder Tablet-Apps steuern? Diese schöne neue Welt wird sicher noch ein wenig auf sich warten lassen, doch es gibt handfeste Gründe, warum uns das Internet of Things schon in diesem Jahr fest im Griff haben wird.

Zum einen hat sich dank Technologien wie Bluetooth Low Energy der Energieverbrauch für permanente Internetkonnektivität enorm reduziert. Geräte ziehen nur noch Strom, wenn sie benötigt werden, danach geht es zurück in den Schlafmodus. Darüber hinaus haben sich die Preise für all die kleinen Chips und Sensoren, die in IoT-Geräten zum Einsatz kommen, drastisch reduziert. So können nicht nur Hersteller kostengünstig produzieren und profitabel verkaufen, auch die Heerscharen von Bastlern können sich mit preiswerten Bauteilen eindecken. Apropos Bastler: Die Maker-Bewegung ist der treibende Faktor für das Internet of Things. 3-D-Druck und die sinkenden Kosten für IoT-Komponenten haben dazu geführt, dass Hightech für jeden erschwinglich und zugänglich wird.

Ein weiterer wichtiger Faktor, dessen Relevanz sich unter Umständen erst auf den zweiten Blick erschließt, ist das Thema Crowdfunding. Dank der Schwarmfinanzierung sind ambitionierte IoT-Gründer in der Lage, ihre Unternehmens- und Produktideen mithilfe von Kickstarter- oder Indiegogo-Kampagnen in kürzester Zeit zu finanzieren. Ein Aspekt, den man keinesfalls unterschätzen sollte. Denn machen wir uns nichts vor: Nur durch innovative Ideen von Menschen wird das Internet of Things sein aufregendes Potenzial vollends entfalten können.

Wenn wir Sie neugierig gemacht haben und Sie die Lust verspüren, Ihre ersten eigenen IoT-Schritte zu unternehmen, ist diese Ausgabe des Entwickler Magazins genau richtig für Sie. Denn im Rahmen eines Internet-of-Things-Schwerpunkts starten wir gleich zwei neue Artikelserien. Sven Ruppert widmet sich in seinem „Baukasten für große Kinder“ der Heimautomatisierung mit Tinkerforge. Auf Grundlage dieser Plattform von modularen Mikrocontrollerbausteinen zeigt er, wie man mit wenig Aufwand eigene Home-Automation-Projekte plant und realisiert. Das Tolle für Entwickler: Wer das Hantieren mit Lötkolben, Kondensatoren und Widerständen scheut, erhält mit den elektronischen Baugruppen das nötige Rüstzeug, um ohne großen Aufwand schnell erste Ergebnisse zu erzielen.

Die Machine-to-Machine-Kommunikation steht im Fokus der Artikelserie von Dominik Obermaier und Christian Götz. Sie zeigen, wie man mithilfe des leichtgewichtigen MQTT-Protokolls und Eclipse Paho ein Setup aus Raspberry Pi und Sensoren miteinander vernetzt.

Bleibt uns noch, Ihnen viel Spaß und Erfolg bei der Realisierung eigener IoT-Projekte zu wünschen. Wir freuen uns, wenn Sie uns an Ihren Erfahrungen teilhaben lassen und uns ein paar Zeilen schreiben und/oder Fotos Ihrer Projekte an folgende Adresse schicken: redaktion@entwickler-magazin.de.

ebert_christoph_sw.tif_fmt1.pngChristoph Ebert, Redakteur

Website Entwickler Magazin Entwickler Magazin Entwickler Magazin

Neugierig geworden?


   
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang