Entwickler Magazin - 03.2015 - Visual Application Design


Preis: 8,50 €

Erhältlich ab:  April 2015

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Thomas Eichstädt-Engelen, Kai Kreuzer, Sabine Bernecker-Bendixen, Rob Soree, Christoph Ebert, René Schröder, Veikko Krypczyk, Elena Bochkor, Tam Hanna, Veikko Krypczyk, Elena Bochkor, Carsten Eilers, Alexander Rudolph, Tam Hanna, Tam Hanna, Tam Hanna, Maik Wojcieszak, Peter Adolphs, Nils Königshofen

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

jeder erfolgreichen Applikation liegt eine gute Idee zugrunde. Egal, ob man einen intuitiven Service, eine innovative Informationsanwendung oder ein packendes Spiel entwickelt – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Doch was folgt nach der bahnbrechenden Idee? Welche Schritte sind zu gehen, welche Maßnahmen zu ergreifen? Hier gehen die Vorstellungen aller Beteiligten oft weit auseinander, und nach vielversprechenden Kick-off-Meetings stellt sich schnell Ernüchterung ein. Unterschiedliche Erwartungshaltungen spiegeln sich in unterschiedlichen Vorstellungen über Vorgehensweise und in konträren Zielvorstellungen wider.

Diese Problematik ist natürlich kein neues Phänomen. Die Integration verschiedener Stakeholder bei der Applikationsentwicklung ist mindestens so alt wie die Applikationsentwicklung selbst, die vorgeschlagenen Lösungen sind vielfältig.

Der Ansatz des Visual Application Designs versucht, wie der Name schon sagt, das Problem auf visueller Ebene zu lösen: Nachdem die Projektanforderungen und -spezifikationen schriftlich festgelegt worden sind, folgt die Entwicklung von Wireframes oder Mockups, um allen Beteiligten möglichst umgehend ein klares Bild des zu erwartenden Ergebnisses vorzulegen.

Während dieser Ansatz in Web- und Designagenturen mittlerweile an der Tagesordnung ist, tun sich klassische IT-Entwicklungsabteilungen häufig noch schwer damit. Dabei sind die Gründe, Zeit in die Erstellung von Wireframes bzw. Mockups zu investieren, vielfältig: Der Fokus vieler Applikationen liegt heutzutage auf der Benutzeroberfläche. Begriffe wie Usability und User Experience sind nicht ohne Grund zu Buzzwords geworden.

Wireframes oder Mockups illustrieren das User Interface bzw. dessen Gerüst schon vor der Entwicklung. Die verwendeten Funktionen und Methoden werden visualisiert, konzeptionelle Schwächen werden frühzeitig enttarnt. Das spart Kosten, denn die Behebung von Mängeln wird mit fortschreitendem Entwicklungsprozess immer teurer. Diese Vereinfachung von Komplexität hat eine integrierende Wirkung. Nicht nur werden die internen Stakeholder an einen Tisch gebracht, auch die Kundenseite kann frühzeitig involviert werden.

Wie sich das Prinzip des Visual Application Designs auch in den agilen Prozessen der klassischen IT-Softwareentwicklung verorten lässt, beschreibt Nils Königshofen ab Seite 40. Nehmen Sie sich sein Plädoyer zu Herzen, denn Nutzerfreundlichkeit ist keine Raketenwissenschaft, sondern basiert auf einer gezielten Projektkonzeption, die visuelle, strukturelle und inhaltliche Aspekte von Anfang an berücksichtigt.

ebert_christoph_sw.tif_fmt1.jpgChristoph Ebert, Redakteur

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