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Entwickler Magazin
Teil 5 der openHAB-Serie: Steuerung und Automatisierung

Einfach mal abschalten

„Ein Smart Home ist ein per Smartphone oder Tablet bedienbares Heim“ - dies ist eine gängige Definition, die allerdings viel zu kurz greift. Auch wenn die Steuerung das augenfälligste Merkmal ist, so ist die Automatisierung doch ein viel wesentlicherer Bestandteil.

Thomas Eichstädt-Engelen, Kai Kreuzer


Video: Smart Home mit openHAB

Einsteigern wird beim Thema Smart Home sehr oft suggeriert, es ginge darum, allzeit und von überall die Kontrolle über seine Geräte zu haben. Kaum eine Werbung ohne ein Bild des glücklichen Heimbesitzers mit gezücktem Smartphone, der gerade von seiner Sonnenliege aus die Jalousien runterfährt. So gestellt wie diese Szenen sind, so irrelevant sind sie meist in der Praxis.

Übersicht der ArtikelserieTeil 1: Heimautomatisierung und das Internet der DingeTeil 2: Marktüberblick über Systeme und ProtokolleTeil 3: Geräteabstraktion und ihre SchwierigkeitenTeil 4: Standards, Open Source und ForschungTeil 5: Steuerung und AutomatisierungTeil 6: Sicherheit und DatenschutzTeil 7: Hands-on-Integration mit openHAB

Befinden sich die Bewohner zu Hause, so sollte sich ein smartes Heim erstmal genauso problemlos bedienen lassen wie ein klassisches Gebäude. So werden häufig verwendete Funktionen wie Licht und Jalousien per Wandschalter bedient, für die Heizungsregelung gibt es fest installierte Thermostate. Ein Heim, das seine Nutzer zwingt, für alltägliche Zwecke ein Smartphone zu bemühen, kann man als Fehlplanung betrachten. Zum einen gibt es viele Zeitgenossen, die zu Hause das Smartphone generell nicht bei sich tragen, und zum anderen ist es einfach unpraktisch, das Telefon entsperren zu müssen, eine App zu starten und an die richtige Stelle zu navigieren, nur um eine Aktion auszulösen.

Nun gibt es aber in einem modernen elektrifizierten Haus oft so viele Dinge zu schalten, dass man nicht unbedingt für jede Einzelfunktion einen Wandschalter haben möchte – auch hier verliert man leicht den Überblick (Abb. 1).

Abb. 1: Bei klassischen Elektroinstallationen verliert man in modernen Häusern schnell den Überblick

Hat beispielsweise ein Zimmer mehrere Rollläden, so ist es normalerweise ausreichend, einen Schalter zu haben, um alle gemeinsam zu bedienen – nur selten wird man diese einzeln ansteuern wollen. Auch Lichter schaltet man eher in Gruppen als einzeln. Hier kann es sich also anbieten, weitere Optionen nur per Software, also auf dem Smartphone oder Tablet, anzubieten. Wenn die Steuerungsapp dies direkt ortsbezogen erlaubt, kann das sehr praktisch sein. Die Erkennung, wo sich der Nutzer gerade befindet, kann z. B. über Bluetooth Beacons oder auch per NFC-Tag (z. B. versteckt im Lichtschalter) geschehen (Abb. 2)

Abb. 2: Das Smartphone kann die Wandschalter um seltener genutzte Funktionen ergänzen

Sind die Bewohner außer Haus, so sind die A...

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Teil 5 der openHAB-Serie: Steuerung und Automatisierung

Einfach mal abschalten

„Ein Smart Home ist ein per Smartphone oder Tablet bedienbares Heim“ - dies ist eine gängige Definition, die allerdings viel zu kurz greift. Auch wenn die Steuerung das augenfälligste Merkmal ist, so ist die Automatisierung doch ein viel wesentlicherer Bestandteil.

Thomas Eichstädt-Engelen, Kai Kreuzer


Video: Smart Home mit openHAB

Einsteigern wird beim Thema Smart Home sehr oft suggeriert, es ginge darum, allzeit und von überall die Kontrolle über seine Geräte zu haben. Kaum eine Werbung ohne ein Bild des glücklichen Heimbesitzers mit gezücktem Smartphone, der gerade von seiner Sonnenliege aus die Jalousien runterfährt. So gestellt wie diese Szenen sind, so irrelevant sind sie meist in der Praxis.

Übersicht der ArtikelserieTeil 1: Heimautomatisierung und das Internet der DingeTeil 2: Marktüberblick über Systeme und ProtokolleTeil 3: Geräteabstraktion und ihre SchwierigkeitenTeil 4: Standards, Open Source und ForschungTeil 5: Steuerung und AutomatisierungTeil 6: Sicherheit und DatenschutzTeil 7: Hands-on-Integration mit openHAB

Befinden sich die Bewohner zu Hause, so sollte sich ein smartes Heim erstmal genauso problemlos bedienen lassen wie ein klassisches Gebäude. So werden häufig verwendete Funktionen wie Licht und Jalousien per Wandschalter bedient, für die Heizungsregelung gibt es fest installierte Thermostate. Ein Heim, das seine Nutzer zwingt, für alltägliche Zwecke ein Smartphone zu bemühen, kann man als Fehlplanung betrachten. Zum einen gibt es viele Zeitgenossen, die zu Hause das Smartphone generell nicht bei sich tragen, und zum anderen ist es einfach unpraktisch, das Telefon entsperren zu müssen, eine App zu starten und an die richtige Stelle zu navigieren, nur um eine Aktion auszulösen.

Nun gibt es aber in einem modernen elektrifizierten Haus oft so viele Dinge zu schalten, dass man nicht unbedingt für jede Einzelfunktion einen Wandschalter haben möchte – auch hier verliert man leicht den Überblick (Abb. 1).

Abb. 1: Bei klassischen Elektroinstallationen verliert man in modernen Häusern schnell den Überblick

Hat beispielsweise ein Zimmer mehrere Rollläden, so ist es normalerweise ausreichend, einen Schalter zu haben, um alle gemeinsam zu bedienen – nur selten wird man diese einzeln ansteuern wollen. Auch Lichter schaltet man eher in Gruppen als einzeln. Hier kann es sich also anbieten, weitere Optionen nur per Software, also auf dem Smartphone oder Tablet, anzubieten. Wenn die Steuerungsapp dies direkt ortsbezogen erlaubt, kann das sehr praktisch sein. Die Erkennung, wo sich der Nutzer gerade befindet, kann z. B. über Bluetooth Beacons oder auch per NFC-Tag (z. B. versteckt im Lichtschalter) geschehen (Abb. 2)

Abb. 2: Das Smartphone kann die Wandschalter um seltener genutzte Funktionen ergänzen

Sind die Bewohner außer Haus, so sind die A...

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