© Liashko/Shutterstock.com
Entwickler Magazin
Buchtipp

Lesetipp: Basistraining Vektorgrafik

Zur Zeit von Palm OS war die Welt in Ordnung: Programmsymbole mussten in einer oder zwei Auflösungen vorliegen. Die rasante Weiterentwicklung der Informatik sorgt dafür, dass Assets heute für eine Vielzahl verschiedener Bildschirme tauglich sein müssen.

Tam Hanna


Da die manuelle Neuerstellung von Bitmaps irgendwann jedes Budget sprengt, setzen mehr und mehr Entwickler auf Vektorgrafiken. Dieses Buch verspricht, die Herangehensweise zum optimalen Design zu erklären. Der verständnisorientierte Aufbau zeigt sich schon im ersten Kapitel, in dem der Autor gekonnt auf die Geschichte der Bézierkurve eingeht.Kapitel 2 befasst sich mit der Bedienung von Adobe Illustrator. Nach der Lektüre dieses Teils sollten Sie – mit ausreichender Frustrationstoleranz – zur Verwendung der Grundfunktionen des Programms befähigt sein. Mit etwas Kreativität lässt sich das hier Gelernte auch auf andere Programme übertragen.Ab diesem Zeitpunkt beginnt Von Glitschka mit der Beschreibung von Prozessen, die bei der Erstellung von sauber aufgebauten Designs hilfreich sind. Eine Einführung in die Erstellung von Handskizzen sorgt dafür, dass Sie bei der darauffolgenden Vektorisierung nicht im Trüben fischen müssen. Im nächsten Schritt befasst sich das Werk mit der Platzierung von Kurven und Ankerpfaden. Diese auf den ersten Blick einfach klingende Aufgabe ist insofern haarig, als ein falsch platzierter Bézierpunkt bei Einfärbung und Skalierung Probleme verursacht. Die darauffolgenden Abschnitte stellen einige Methoden zur Ermittlung der optimalen Kurvenführung vor. Auch hier gilt, dass der Teufel im (gut erklärten) Detail steckt.Zu guter Letzt folgen zwei Kapitel mit allgemeinen Hinweisen. Der Autor geht dabei auch auf Komposition und Farbgebung ein – aufgrund des eingeschränkten Platzes taugt das durchaus hilfreiche Material primär als Inspiration für weitere Befassung mit dem jeweiligen Thema.Aus sprachlicher Sicht gibt es an Basistraining Vektorgrafik nichts auszusetzen. Das in Vollfarbe gehaltene Lehrbuch ist klar verständlich und im Großen und Ganzen softwareagnostisch gehalten. Nur das zweite Kapitel enthält einige Verweise auf Illustrator. Online finden sich Beispieldateien und ganze Videos, die in Textform schwer erklärbare Zusammenhänge nochmals grafisch vorstellen.Diese zurückhaltende Herangehensweise ist die Achillesferse des Buchs. Wer „Vektorgrafik für Dummies“ erwartet, wird von diesem Werk enttäuscht. Fehlende Zeichenkenntnisse werden von diesem Buch nicht kompensiert, vor der Erstellung eigener Grafiken ist einige Einarbeitungszeit erforderlich.Die Erstellung von Vektorgrafiken fordert interdisziplinäre Kompetenz. Von Glitschkas Buch wendet sich klar an Personen, die auch mit Stift und Papier ansehnliche Grafiken auf die Reihe bek...

Entwickler Magazin
Buchtipp

Lesetipp: Basistraining Vektorgrafik

Zur Zeit von Palm OS war die Welt in Ordnung: Programmsymbole mussten in einer oder zwei Auflösungen vorliegen. Die rasante Weiterentwicklung der Informatik sorgt dafür, dass Assets heute für eine Vielzahl verschiedener Bildschirme tauglich sein müssen.

Tam Hanna


Da die manuelle Neuerstellung von Bitmaps irgendwann jedes Budget sprengt, setzen mehr und mehr Entwickler auf Vektorgrafiken. Dieses Buch verspricht, die Herangehensweise zum optimalen Design zu erklären. Der verständnisorientierte Aufbau zeigt sich schon im ersten Kapitel, in dem der Autor gekonnt auf die Geschichte der Bézierkurve eingeht.Kapitel 2 befasst sich mit der Bedienung von Adobe Illustrator. Nach der Lektüre dieses Teils sollten Sie – mit ausreichender Frustrationstoleranz – zur Verwendung der Grundfunktionen des Programms befähigt sein. Mit etwas Kreativität lässt sich das hier Gelernte auch auf andere Programme übertragen.Ab diesem Zeitpunkt beginnt Von Glitschka mit der Beschreibung von Prozessen, die bei der Erstellung von sauber aufgebauten Designs hilfreich sind. Eine Einführung in die Erstellung von Handskizzen sorgt dafür, dass Sie bei der darauffolgenden Vektorisierung nicht im Trüben fischen müssen. Im nächsten Schritt befasst sich das Werk mit der Platzierung von Kurven und Ankerpfaden. Diese auf den ersten Blick einfach klingende Aufgabe ist insofern haarig, als ein falsch platzierter Bézierpunkt bei Einfärbung und Skalierung Probleme verursacht. Die darauffolgenden Abschnitte stellen einige Methoden zur Ermittlung der optimalen Kurvenführung vor. Auch hier gilt, dass der Teufel im (gut erklärten) Detail steckt.Zu guter Letzt folgen zwei Kapitel mit allgemeinen Hinweisen. Der Autor geht dabei auch auf Komposition und Farbgebung ein – aufgrund des eingeschränkten Platzes taugt das durchaus hilfreiche Material primär als Inspiration für weitere Befassung mit dem jeweiligen Thema.Aus sprachlicher Sicht gibt es an Basistraining Vektorgrafik nichts auszusetzen. Das in Vollfarbe gehaltene Lehrbuch ist klar verständlich und im Großen und Ganzen softwareagnostisch gehalten. Nur das zweite Kapitel enthält einige Verweise auf Illustrator. Online finden sich Beispieldateien und ganze Videos, die in Textform schwer erklärbare Zusammenhänge nochmals grafisch vorstellen.Diese zurückhaltende Herangehensweise ist die Achillesferse des Buchs. Wer „Vektorgrafik für Dummies“ erwartet, wird von diesem Werk enttäuscht. Fehlende Zeichenkenntnisse werden von diesem Buch nicht kompensiert, vor der Erstellung eigener Grafiken ist einige Einarbeitungszeit erforderlich.Die Erstellung von Vektorgrafiken fordert interdisziplinäre Kompetenz. Von Glitschkas Buch wendet sich klar an Personen, die auch mit Stift und Papier ansehnliche Grafiken auf die Reihe bek...

Neugierig geworden?


   
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang