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Entwickler Magazin
Strukturierte Kostenplanung von IT-Projekten

Money, Money, Money

IT-Projekte müssen wirtschaftlich umgesetzt werden. Neben den Einnahmen sind dabei die entstehenden Kosten zu analysieren. Diese müssen ursachengerecht zugeordnet werden, Querfinanzierungen sind unerwünscht. Aber auch der Nutzer ist nicht immer ganz einfach zu bestimmen. Beides sind klassische Aufgaben des IT-Controllings.

Veikko Krypczyk, Elena Bochkor


ArtikelserieIm Fokus der Artikelserie stehen die modernen Ansätze des IT-Controllings in der Schnittstelle zwischen Informatik und Ökonomie.Teil 1: Einführung: Grundlagen, Ziele, Methoden und organisatorische EinbettungTeil 2: Kosten im Blick: IT-Kosten-Leistungsrechnung, Wirtschaftlichkeitsrechnung

In der Regel verursachen IT-Maßnahmen hohe Kosten bzw. erhebliche Investitionen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, zu prüfen, ob sie auch wirtschaftlich genutzt werden. Wirtschaftlich in diesem Fall heißt, dass der im Betrachtungszeitraum erzielte Nutzen einer IT-Maßnahme größer ist als die eingesetzten Kosten. Das sicherzustellen, ist Aufgabe des IT-Controllings (siehe auch Kasten: „Artikelserie“). Bevor wir uns mit den einzelnen Teilaufgaben beschäftigen, ist die Perspektive der Betrachtungsweise zu klären. Es kommt darauf an, in welcher Position man sich befindet; hier sind drei grundsätzliche Sichtweisen zu differenzieren:

1. Blickwinkel des IT-Entwicklungsunternehmens: Das IT-Projekt (Entwicklungsvorhaben, Bereitstellung einer IT-Lösung für den Endkunden) ist das Kerngeschäft des Unternehmens. Die Einnahmen leiten sich aus den vertraglichen Bestimmungen zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber ab und können im Regelfall recht genau angegeben werden. Der Aufwand bestimmt sich aus dem Pflichtenheft bzw. wenn eine agile Anpassung während der Umsetzung geplant ist, während der laufenden Projektdurchführung. Der Fokus zur Bestimmung der Wirtschaftlichkeit liegt hier eindeutig auf der Betrachtung der Kosten. Diese sind möglichst exakt den verursachenden Faktoren zuzuordnen. Probleme können insbesondere daraus entstehen, dass ein Großteil der Kosten einen so genannten Charakter von Gemeinkosten aufweist. Dabei ist darauf aufzupassen, dass man geliebte Vorhaben nicht „bevorteilt“ und auf jeden Fall eine korrekte Verrechnung der Kosten vornimmt.

2. Blickwinkel des Kunden bei Auftragsvergabe der IT-Maßnahme: Für den Kunden haben IT-Projekte den Status eines Produktionsmittels. Das IT-Projekt ist nicht das Kerngeschäft des Unternehmens, vielmehr stellt es eine Investition dar, die sich langfristig rechnen muss. IT-Investitionen sind dadurch gekennzeichnet, dass der Aufwand in den ersten Jahren die Kosten übersteigt. Es ist deswegen sinnvoll, für die Wirtschaftlichkeitsanalyse einen längeren Bezugszeitraum zu wählen. Im Gegensatz zu obiger Betrachtungsweise ist jetzt auch die Einnahmen- bzw. Nutzenseite nicht immer vollständig klar. Diese lässt sich oftmals nur schlec...

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Strukturierte Kostenplanung von IT-Projekten

Money, Money, Money

IT-Projekte müssen wirtschaftlich umgesetzt werden. Neben den Einnahmen sind dabei die entstehenden Kosten zu analysieren. Diese müssen ursachengerecht zugeordnet werden, Querfinanzierungen sind unerwünscht. Aber auch der Nutzer ist nicht immer ganz einfach zu bestimmen. Beides sind klassische Aufgaben des IT-Controllings.

Veikko Krypczyk, Elena Bochkor


ArtikelserieIm Fokus der Artikelserie stehen die modernen Ansätze des IT-Controllings in der Schnittstelle zwischen Informatik und Ökonomie.Teil 1: Einführung: Grundlagen, Ziele, Methoden und organisatorische EinbettungTeil 2: Kosten im Blick: IT-Kosten-Leistungsrechnung, Wirtschaftlichkeitsrechnung

In der Regel verursachen IT-Maßnahmen hohe Kosten bzw. erhebliche Investitionen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, zu prüfen, ob sie auch wirtschaftlich genutzt werden. Wirtschaftlich in diesem Fall heißt, dass der im Betrachtungszeitraum erzielte Nutzen einer IT-Maßnahme größer ist als die eingesetzten Kosten. Das sicherzustellen, ist Aufgabe des IT-Controllings (siehe auch Kasten: „Artikelserie“). Bevor wir uns mit den einzelnen Teilaufgaben beschäftigen, ist die Perspektive der Betrachtungsweise zu klären. Es kommt darauf an, in welcher Position man sich befindet; hier sind drei grundsätzliche Sichtweisen zu differenzieren:

1. Blickwinkel des IT-Entwicklungsunternehmens: Das IT-Projekt (Entwicklungsvorhaben, Bereitstellung einer IT-Lösung für den Endkunden) ist das Kerngeschäft des Unternehmens. Die Einnahmen leiten sich aus den vertraglichen Bestimmungen zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber ab und können im Regelfall recht genau angegeben werden. Der Aufwand bestimmt sich aus dem Pflichtenheft bzw. wenn eine agile Anpassung während der Umsetzung geplant ist, während der laufenden Projektdurchführung. Der Fokus zur Bestimmung der Wirtschaftlichkeit liegt hier eindeutig auf der Betrachtung der Kosten. Diese sind möglichst exakt den verursachenden Faktoren zuzuordnen. Probleme können insbesondere daraus entstehen, dass ein Großteil der Kosten einen so genannten Charakter von Gemeinkosten aufweist. Dabei ist darauf aufzupassen, dass man geliebte Vorhaben nicht „bevorteilt“ und auf jeden Fall eine korrekte Verrechnung der Kosten vornimmt.

2. Blickwinkel des Kunden bei Auftragsvergabe der IT-Maßnahme: Für den Kunden haben IT-Projekte den Status eines Produktionsmittels. Das IT-Projekt ist nicht das Kerngeschäft des Unternehmens, vielmehr stellt es eine Investition dar, die sich langfristig rechnen muss. IT-Investitionen sind dadurch gekennzeichnet, dass der Aufwand in den ersten Jahren die Kosten übersteigt. Es ist deswegen sinnvoll, für die Wirtschaftlichkeitsanalyse einen längeren Bezugszeitraum zu wählen. Im Gegensatz zu obiger Betrachtungsweise ist jetzt auch die Einnahmen- bzw. Nutzenseite nicht immer vollständig klar. Diese lässt sich oftmals nur schlec...

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