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Entwickler Magazin
Optimierte Agilität durch Best Practices

Messbar mehr Qualität

Bewährte Best Practices aus verschiedenen Disziplinen des Software-Engineerings können zu mehr Qualität in agilen Projekten beitragen. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung, die unter Beteiligung mehrerer Softwarehersteller durchgeführt wurde. Damit die nahtlose Integration gelingt, müssen die Best Practices allerdings an die Besonderheiten agiler Entwicklungsprozesse angepasst werden.

Andreas Maier, Hartmut Schmitt, Dominik Rost


Video: Aus klassisch wird agil

In dem Beitrag „Optimierte Agilität“ [1] haben wir einen Ansatz vorgestellt, der zu einer verbesserten Software- und Prozessqualität in agilen Entwicklungsprojekten beitragen soll. Motivation für die Entwicklung dieses Ansatzes war die heutige Durchführungspraxis agiler Projekte. Hier stehen oft die funktionale Korrektheit und Vollständigkeit im Vordergrund, während nicht funktionale Qualitätsaspekte wie Gebrauchstauglichkeit oder Wartbarkeit vernachlässigt werden. In vielen Fällen macht diese Praxis zeit- und kostenintensive Nacharbeiten notwendig, die vor den Auftraggebern versteckt oder nachverhandelt werden müssen. Schlimmstenfalls sind die Qualitätsmängel so gravierend, dass die Kundenbeziehungen und Absatzchancen der Unternehmen leiden. Einen möglichen Ausweg aus diesem Dilemma können Best Practices bieten, die von agilen Softwareentwicklern selbstständig und in Eigenverantwortung angewendet werden können. Solche Best Practices können darüber hinaus zu einer höheren Qualität der Softwareprodukte beitragen, ohne dass man dabei gleich einen neuen Entwicklungsprozess einführen müsste.

Bevor wir Details zu den Software-Engineering-Best-Practices für agile Softwareentwicklung vorstellen, fassen wir die Hauptpunkte aus unserem vorangegangen Artikel, also Grundideen und vorbereitende Arbeiten, noch einmal kurz zusammen.

Von der Lösungsidee …

Es gibt es einen großen Methodenschatz, der für verschiedene Teilbereiche des Software-Engineerings entwickelt wurde, z. B. für das Requirements Engineering, das Usability Engineering und die Softwarearchitektur. Diese Methoden und Praktiken wurden oft gerade mit dem Ziel entwickelt, eine höhere Qualität bei der Softwareentwicklung zu erreichen. Die entsprechenden Methoden sind wissenschaftlich validiert und haben sich seit vielen Jahren im Praxiseinsatz bewährt. Allerdings wurden sie vor dem Hintergrund konventioneller Vorgehensmodelle entwickelt. Daher passen sie in vielen Fällen nicht zu den Paradigmen der Agilität, z. B. zur Softwareentwicklung in kurzen Iterationen. Ein möglicher Lösungsansatz ist es, solche Methoden und Praktiken gezielt für den Einsatz in agilen Entwicklungsprojekten anzupassen.

… zum Forschungsvorhaben

Das Forschungsprojekt „PQ4Agile – Produktqualität für Agile Softwareentwicklung“ (Infokasten ­PQ4Agile) unternimmt genau diesen Brückenschlag – zwischen Agilität auf der einen Seite und empirisch untermauertem Software-Engineering auf der anderen. Ziel des Proje...

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Optimierte Agilität durch Best Practices

Messbar mehr Qualität

Bewährte Best Practices aus verschiedenen Disziplinen des Software-Engineerings können zu mehr Qualität in agilen Projekten beitragen. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung, die unter Beteiligung mehrerer Softwarehersteller durchgeführt wurde. Damit die nahtlose Integration gelingt, müssen die Best Practices allerdings an die Besonderheiten agiler Entwicklungsprozesse angepasst werden.

Andreas Maier, Hartmut Schmitt, Dominik Rost


Video: Aus klassisch wird agil

In dem Beitrag „Optimierte Agilität“ [1] haben wir einen Ansatz vorgestellt, der zu einer verbesserten Software- und Prozessqualität in agilen Entwicklungsprojekten beitragen soll. Motivation für die Entwicklung dieses Ansatzes war die heutige Durchführungspraxis agiler Projekte. Hier stehen oft die funktionale Korrektheit und Vollständigkeit im Vordergrund, während nicht funktionale Qualitätsaspekte wie Gebrauchstauglichkeit oder Wartbarkeit vernachlässigt werden. In vielen Fällen macht diese Praxis zeit- und kostenintensive Nacharbeiten notwendig, die vor den Auftraggebern versteckt oder nachverhandelt werden müssen. Schlimmstenfalls sind die Qualitätsmängel so gravierend, dass die Kundenbeziehungen und Absatzchancen der Unternehmen leiden. Einen möglichen Ausweg aus diesem Dilemma können Best Practices bieten, die von agilen Softwareentwicklern selbstständig und in Eigenverantwortung angewendet werden können. Solche Best Practices können darüber hinaus zu einer höheren Qualität der Softwareprodukte beitragen, ohne dass man dabei gleich einen neuen Entwicklungsprozess einführen müsste.

Bevor wir Details zu den Software-Engineering-Best-Practices für agile Softwareentwicklung vorstellen, fassen wir die Hauptpunkte aus unserem vorangegangen Artikel, also Grundideen und vorbereitende Arbeiten, noch einmal kurz zusammen.

Von der Lösungsidee …

Es gibt es einen großen Methodenschatz, der für verschiedene Teilbereiche des Software-Engineerings entwickelt wurde, z. B. für das Requirements Engineering, das Usability Engineering und die Softwarearchitektur. Diese Methoden und Praktiken wurden oft gerade mit dem Ziel entwickelt, eine höhere Qualität bei der Softwareentwicklung zu erreichen. Die entsprechenden Methoden sind wissenschaftlich validiert und haben sich seit vielen Jahren im Praxiseinsatz bewährt. Allerdings wurden sie vor dem Hintergrund konventioneller Vorgehensmodelle entwickelt. Daher passen sie in vielen Fällen nicht zu den Paradigmen der Agilität, z. B. zur Softwareentwicklung in kurzen Iterationen. Ein möglicher Lösungsansatz ist es, solche Methoden und Praktiken gezielt für den Einsatz in agilen Entwicklungsprojekten anzupassen.

… zum Forschungsvorhaben

Das Forschungsprojekt „PQ4Agile – Produktqualität für Agile Softwareentwicklung“ (Infokasten ­PQ4Agile) unternimmt genau diesen Brückenschlag – zwischen Agilität auf der einen Seite und empirisch untermauertem Software-Engineering auf der anderen. Ziel des Proje...

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