© Maxim Golubchikov/Shutterstock.com
Entwickler Magazin
Orange Pi wird zum Steuersystem

Freches Früchtchen

Arduino und Co. sind so lange nett, wie man nicht auf GSM und/oder GPS bzw. GLONASS zugreifen muss. In diesem Fall können auf Unix basierende Prozessrechner ihre Stärke ausspielen, wenn sie denn die passende Hardware mitbringen. Leider ist das nur in den wenigsten Fällen der Fall. Wir wollen in diesem Artikel einen anderen Weg gehen und Ihnen den Orange Pi vorstellen.

Annette Heidi Bosbach


Das in der Vergangenheit für Medienaufmerksamkeit sorgende Prozessrechnerhaus Shenzhen Xunlong hat sich mittlerweile als solider Player etabliert. Der für rund zehn Dollar erhältliche Orange Pi Lite bietet mehr als brauchbare Spezifikationen (Tabelle 1). Leider bringt er weder GPS/GLONASS noch 3-D-Funk mit: Ein Umstand, dem wir in diesem Artikel abhelfen wollen.

SpezifikationWertCPUAllwinner H3Vierkerner, 1,2 GHz MaximaltaktRAM512 MBVideoHDMI-OutSpeicherMicro-SDUSB-PortsZwei (Lite)/Eins (One)WANWiFi (Lite)/LAN (One)GPIO40 Pins, mit diversen Bussen in Hardware

Tabelle 1: Spezifikationen des Orange Pi Lite

Armbian auf Orange Pi

Die für den folgenden Artikel verwendeten Module sind in Abbildung 1 und Abbildung 2 gezeigt: Beide sind für rund je zehn Euro das Stück erhältlich. Die hier angegebenen Produkte sind – samt Bestellangaben – übrigens nur Beispielkandidaten.

Abb. 1: TUOZHAN bietet das Modul zum Zeitpunkt der Drucklegung an [1]

Abb. 2: Im hier gezeigten Gehäuse sind einige verschiedene Hardwarevarianten erhältlich – caveat emptor

Wir wollen in den folgenden Schritten Armbian verwenden. Das Betriebssystem steht unter [2] zur Verfügung, nutzen Sie die hinter der Version Jessie Desktop bereitstehende .raw-Datei. Beachten Sie, dass das wahllose Installieren von Updates mitunter zu einem nichtfunktionierenden System führt – es spricht allerdings nichts dagegen, davor ein Image der SD-Karte zu ziehen und sich so auf die sichere Seite zu begeben.

Der erste Start von Armbian nimmt systemimmanent etwas Zeit in Anspruch. In den ersten fünf bis zehn Sekunden bleibt der Bildschirm dabei schwarz – je nach Größe der SD-Karte sind bis zu zehn Minuten Wartezeit erforderlich.

Hektische Zeitgenossen versuchen sich schon nach dem ersten Auftauchen der Log-in-Shell anzumelden – im Rahmen der Konfiguration erfolgt ein Reboot, der alle bis dahin gestarteten Prozesse gnadenlos eliminiert. Der Prozessrechner ist dann zum Einloggen bereit, wenn die Log-in-Shell permanent am Bildschirm bleibt. Loggen Sie sich sodann mit root/1234 ein, und arbeiten Sie den Rest des Einstellungsassistenten ab.

Funk für den Orange Pi

Der hier verwendete Orange Pi One kann immer nur ein Funkmodul gleichzeitig ansprechen: Das Anschließen eines Routers oder das Nutzen des Micro-USB-Anschlusses sind hier nicht Thema. Für das Bring-up ist die Nutzung eines aktiven USB-Hubs empfehlenswert, da Tastatur, Maus und Funkmodul gleichzeitig Anschluss am Prozessrechner finden müssen. Beim Deployment der fertigen App...

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Orange Pi wird zum Steuersystem

Freches Früchtchen

Arduino und Co. sind so lange nett, wie man nicht auf GSM und/oder GPS bzw. GLONASS zugreifen muss. In diesem Fall können auf Unix basierende Prozessrechner ihre Stärke ausspielen, wenn sie denn die passende Hardware mitbringen. Leider ist das nur in den wenigsten Fällen der Fall. Wir wollen in diesem Artikel einen anderen Weg gehen und Ihnen den Orange Pi vorstellen.

Annette Heidi Bosbach


Das in der Vergangenheit für Medienaufmerksamkeit sorgende Prozessrechnerhaus Shenzhen Xunlong hat sich mittlerweile als solider Player etabliert. Der für rund zehn Dollar erhältliche Orange Pi Lite bietet mehr als brauchbare Spezifikationen (Tabelle 1). Leider bringt er weder GPS/GLONASS noch 3-D-Funk mit: Ein Umstand, dem wir in diesem Artikel abhelfen wollen.

SpezifikationWertCPUAllwinner H3Vierkerner, 1,2 GHz MaximaltaktRAM512 MBVideoHDMI-OutSpeicherMicro-SDUSB-PortsZwei (Lite)/Eins (One)WANWiFi (Lite)/LAN (One)GPIO40 Pins, mit diversen Bussen in Hardware

Tabelle 1: Spezifikationen des Orange Pi Lite

Armbian auf Orange Pi

Die für den folgenden Artikel verwendeten Module sind in Abbildung 1 und Abbildung 2 gezeigt: Beide sind für rund je zehn Euro das Stück erhältlich. Die hier angegebenen Produkte sind – samt Bestellangaben – übrigens nur Beispielkandidaten.

Abb. 1: TUOZHAN bietet das Modul zum Zeitpunkt der Drucklegung an [1]

Abb. 2: Im hier gezeigten Gehäuse sind einige verschiedene Hardwarevarianten erhältlich – caveat emptor

Wir wollen in den folgenden Schritten Armbian verwenden. Das Betriebssystem steht unter [2] zur Verfügung, nutzen Sie die hinter der Version Jessie Desktop bereitstehende .raw-Datei. Beachten Sie, dass das wahllose Installieren von Updates mitunter zu einem nichtfunktionierenden System führt – es spricht allerdings nichts dagegen, davor ein Image der SD-Karte zu ziehen und sich so auf die sichere Seite zu begeben.

Der erste Start von Armbian nimmt systemimmanent etwas Zeit in Anspruch. In den ersten fünf bis zehn Sekunden bleibt der Bildschirm dabei schwarz – je nach Größe der SD-Karte sind bis zu zehn Minuten Wartezeit erforderlich.

Hektische Zeitgenossen versuchen sich schon nach dem ersten Auftauchen der Log-in-Shell anzumelden – im Rahmen der Konfiguration erfolgt ein Reboot, der alle bis dahin gestarteten Prozesse gnadenlos eliminiert. Der Prozessrechner ist dann zum Einloggen bereit, wenn die Log-in-Shell permanent am Bildschirm bleibt. Loggen Sie sich sodann mit root/1234 ein, und arbeiten Sie den Rest des Einstellungsassistenten ab.

Funk für den Orange Pi

Der hier verwendete Orange Pi One kann immer nur ein Funkmodul gleichzeitig ansprechen: Das Anschließen eines Routers oder das Nutzen des Micro-USB-Anschlusses sind hier nicht Thema. Für das Bring-up ist die Nutzung eines aktiven USB-Hubs empfehlenswert, da Tastatur, Maus und Funkmodul gleichzeitig Anschluss am Prozessrechner finden müssen. Beim Deployment der fertigen App...

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