© Liashko/Shutterstock.com
Entwickler Magazin
Teil 3: Einblicke in das Prozedere von Ausschreibungen und Vergabe

Langer Atem notwendig

Wissen Sie, wo die besten Geschäfte gemacht werden? Richtig, in geselliger Runde nach Feierabend bei einem Glas Bier oder Wein. Wir Entwickler bekommen davon oft nichts mit, denn die Aufträge besorgt ja der Chef. Bei größeren Projekten ist es meist etwas komplizierter. Man muss sich an Ausschreibungen beteiligen. Im öffentlichen Sektor kommt der Prozess der Vergabe hinzu. Interessiert Sie alles nicht? Ok, dann blättern Sie um! Ansonsten folgen Sie uns auf dem Weg zum Geld.

Veikko Krypczyk, Elena Bochkor


ArtikelserieTeil 1: Reifegradbestimmung der IT im BusinessumfeldTeil 2: Die Aspekte des modernen Risikomanagements im Überblick Teil 3: Einblicke in das Prozedere von Ausschreibungen und VergabeTeil 4: IT-Beschaffungsmanagement

Als Softwareentwicklungsunternehmen kann man es grundsätzlich mit drei Arten von Kunden zu tun haben. Privatkunden, d. h. Endverbraucher, werden äußert selten an uns herantreten und uns mit der Erstellung einer Software beauftragen. Dennoch kommt es vor. Beispielsweise erhält man einen Auftrag, um eine Webseite zu erstellen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird diese Art von Geschäftsbeziehung auch als Business to Consumer (B2C) bezeichnet. Hier sind die formalen Hürden gering. Je nach Umfang des Auftrags wird ein Vertrag geschlossen. Das IT-Unternehmen wird in den meisten Fällen auf standardisierte Vorlagen zurückgreifen.

Der Schwerpunkt der meisten Entwicklungsunternehmen dürfte jedoch im Bereich Business to Business (B2B) liegen. Hier sind Auftragnehmer und Auftraggeber privatwirtschaftliche Unternehmen. Der Weg zu einem gemeinsamen Vertrag kann schon komplizierter sein. Sehr oft muss dabei mit dem Instrument der Ausschreibung gearbeitet werden. Am Ende steht natürlich wieder ein Vertrag, der Leistung und Gegenleistung möglichst exakt regelt.

Eine dritte Gruppe von Kunden aus Sicht eines IT-Unternehmens sind öffentliche Auftraggeber. Beim Verhältnis von privaten Unternehmen zu öffentlichen Auftraggebern wird von Business to Administration (B2A) gesprochen.

Ausschreibung

Was ist eine Ausschreibung? Darunter versteht man eine öffentliche schriftliche Aufforderung an potenzielle Auftragnehmer, ein Angebot für eine bestimmte, genau spezifizierte Leistung abzugeben. Ist man zu einer Ausschreibung verpflichtet, so ist sie laut VOB\A und VOL\A bekannt zu machen, d. h. sie ist zu veröffentlichen. Das Ziel: Interessierte Unternehmen sollen davon Kenntnis erlangen und zu einer Abgabe eines Angebots aufgefordert werden. Die Veröffentlichung erfolgt etwa in Tageszeitungen, Amtsblättern, Internetportalen (z. B. www.bund.de), gewerblichen Fachblättern und Portalen und in der örtlichen Presse. Unternehmen, die über diesen Weg an Aufträge kommen wollen, müssen also diese Stellen regelmäßig auf mögliche Projekte scannen und bei Bedarf ein Angebot abgeben. Grundsätzlich ist es so, dass der öffentliche Sektor zu Ausschreibungen verpflichtet ist. Die Ausschreibung ist hier ein Mittel, um nachzuweisen, dass eine erforderliche Leistung zu wirtschaftliche...

Entwickler Magazin
Teil 3: Einblicke in das Prozedere von Ausschreibungen und Vergabe

Langer Atem notwendig

Wissen Sie, wo die besten Geschäfte gemacht werden? Richtig, in geselliger Runde nach Feierabend bei einem Glas Bier oder Wein. Wir Entwickler bekommen davon oft nichts mit, denn die Aufträge besorgt ja der Chef. Bei größeren Projekten ist es meist etwas komplizierter. Man muss sich an Ausschreibungen beteiligen. Im öffentlichen Sektor kommt der Prozess der Vergabe hinzu. Interessiert Sie alles nicht? Ok, dann blättern Sie um! Ansonsten folgen Sie uns auf dem Weg zum Geld.

Veikko Krypczyk, Elena Bochkor


ArtikelserieTeil 1: Reifegradbestimmung der IT im BusinessumfeldTeil 2: Die Aspekte des modernen Risikomanagements im Überblick Teil 3: Einblicke in das Prozedere von Ausschreibungen und VergabeTeil 4: IT-Beschaffungsmanagement

Als Softwareentwicklungsunternehmen kann man es grundsätzlich mit drei Arten von Kunden zu tun haben. Privatkunden, d. h. Endverbraucher, werden äußert selten an uns herantreten und uns mit der Erstellung einer Software beauftragen. Dennoch kommt es vor. Beispielsweise erhält man einen Auftrag, um eine Webseite zu erstellen. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird diese Art von Geschäftsbeziehung auch als Business to Consumer (B2C) bezeichnet. Hier sind die formalen Hürden gering. Je nach Umfang des Auftrags wird ein Vertrag geschlossen. Das IT-Unternehmen wird in den meisten Fällen auf standardisierte Vorlagen zurückgreifen.

Der Schwerpunkt der meisten Entwicklungsunternehmen dürfte jedoch im Bereich Business to Business (B2B) liegen. Hier sind Auftragnehmer und Auftraggeber privatwirtschaftliche Unternehmen. Der Weg zu einem gemeinsamen Vertrag kann schon komplizierter sein. Sehr oft muss dabei mit dem Instrument der Ausschreibung gearbeitet werden. Am Ende steht natürlich wieder ein Vertrag, der Leistung und Gegenleistung möglichst exakt regelt.

Eine dritte Gruppe von Kunden aus Sicht eines IT-Unternehmens sind öffentliche Auftraggeber. Beim Verhältnis von privaten Unternehmen zu öffentlichen Auftraggebern wird von Business to Administration (B2A) gesprochen.

Ausschreibung

Was ist eine Ausschreibung? Darunter versteht man eine öffentliche schriftliche Aufforderung an potenzielle Auftragnehmer, ein Angebot für eine bestimmte, genau spezifizierte Leistung abzugeben. Ist man zu einer Ausschreibung verpflichtet, so ist sie laut VOB\A und VOL\A bekannt zu machen, d. h. sie ist zu veröffentlichen. Das Ziel: Interessierte Unternehmen sollen davon Kenntnis erlangen und zu einer Abgabe eines Angebots aufgefordert werden. Die Veröffentlichung erfolgt etwa in Tageszeitungen, Amtsblättern, Internetportalen (z. B. www.bund.de), gewerblichen Fachblättern und Portalen und in der örtlichen Presse. Unternehmen, die über diesen Weg an Aufträge kommen wollen, müssen also diese Stellen regelmäßig auf mögliche Projekte scannen und bei Bedarf ein Angebot abgeben. Grundsätzlich ist es so, dass der öffentliche Sektor zu Ausschreibungen verpflichtet ist. Die Ausschreibung ist hier ein Mittel, um nachzuweisen, dass eine erforderliche Leistung zu wirtschaftliche...

Neugierig geworden?


   
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang