Entwickler Magazin - 04.2014 - Sprachenvielfalt


Preis: 6,50 €

Erhältlich ab:  Juni 2014

Umfang:  100

Autoren / Autorinnen: Tam Hanna, Bernd Ott, Tom Wießeckel, Veikko Krypczyk, Elena Bochkor, Eric Lippert, Jens Geyer, Christoph Ebert, Tam Hanna, Sven Ruppert, Frank Hinkel, Muhammet Altindal, Christian Götz, Carsten Eilers, Helmut Stoiber, Alexander Rudolph

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wenn ich Ihnen an dieser Stelle erkläre, dass es in den letzten Jahren einen Trend zur immer stärkeren Fragmentierung der Welt der Programmiersprachen gibt, erzähle ich Ihnen mit Sicherheit nichts Neues. Statistiken, Rankings und die Berichterstattung in den einschlägigen IT-Medien unterstreichen diese Wahrnehmung tagtäglich.

So hat RedMonk-Analyst Donnie Berkholz erst kürzlich untersucht, welches die häufigste Programmiersprache von neuen GitHub-Nutzern im Jahr 2013 war. Nicht nur entsprechen die von ihm zutage geförderten Ergebnisse in etwa den gängigen GitHub-Sprachen-Rankings (die in der Regel auf neuen Repositories bzw. neuen Issues basieren). Berkholz fand ferner heraus, dass mit Ausnahme von Java und CSS die Anteile aller anderen Sprachen in den Top 12 rückläufig sind. Im Gegenzug wächst die Nutzerzahl der so genannten Exoten wie beispielsweise Haskell, R, Go oder Clojure.

Zugegeben: Der Blick auf GitHub ist nur ein Ausschnitt der Developer-Community. Doch angesichts der Tatsache, dass sich Entwickler immer öfter mit der Herausforderung konfrontiert sehen, passende Sprachen für ein ständig wachsendes Feld von Einsatzgebieten zu finden, ist das Wachstum alternativer Programmiersprachen keine Überraschung, sondern logische Konsequenz unserer diversifizierten Technologielandschaft. Spezialisierte Sprachen erfreuen sich einer steigenden Nachfrage – ihre Daseinsberechtigung muss schon längst nicht mehr diskutiert werden.

Diese Entwicklung darf und soll allerdings nicht als Abgesang auf die etablierten Universalsprachen verstanden werden. Doch es ist wichtig zu realisieren, dass Sprachenvielfalt mehr ist als nur ein Trend – es ist die neue Norm.

In diesem Entwickler Magazin tragen wir der Norm Sprachenvielfalt Rechnung. Mit der Wolfram Language und Ceylon stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe zwei neue Vertreter des Exotenlagers vor. Da wäre zum einen Ceylon, eine Entwicklung von Fans des Java-Ökosystems. Die Sprache hat sich das große Ziel „aufräumen und vereinfachen“ auf die Fahnen geschrieben und versteht sich als vielseitig einsetzbares Werkzeug ohne spezifischen Anwendungsfall. Ob Ceylon diese Ansprüche erfüllt, lesen Sie ab Seite 56.

Wolfram Language, vor Kurzem von Mathematica-Erfinder Stephen Wolfram medienwirksam vorgestellt, ist eine so genannte Domain-spezifische Sprache. Der Brite selbst bezeichnet sie als „wissensorientierte Programmiersprache“. Was hinter den im Laufe der Jahre für Mathematica entstandenen Algorithmen und Erweiterungspaketen steckt, und ob Wolfram Language dem Buzzword „Literate Programming“ alle Ehre macht, analysiert der Artikel auf Seite 40.

Neben den beiden Exoten sollen aber auch die ausgereiften Universalsprachen nicht zu kurz kommen. Für diese Ausgabe haben wir uns C# vorgenommen. Ab Seite 48 blicken wir zurück auf die ereignisreiche Geschichte der Sprache, werfen einen Blick auf Gegenwart und Zukunft, analysieren ihre Erfolgsfaktoren und stellen Ihnen unsere Top-3-Hitliste mit Fehlern vor, die bei der Arbeit mit C# auftreten.

Apropos Arbeit: Das Beherrschen eines breiten Sets an Programmiersprachen avanciert mehr und mehr zur Grundvoraussetzung in der Entwicklerarbeit. Die Zeiten, in denen solide Expertise in nur einer Sprache ausreichte, sind zwar (noch) nicht vorbei, doch sie neigen sich ihrem Ende zu.

Denn am Ende ist eine Programmiersprache vor allem ein Werkzeug. Und je nachdem, was man erreichen will, muss man eben auch mal das Werkzeug wechseln. Wir wünschen Ihnen dabei viel Erfolg!

ebert_christoph_sw.tif_fmt1.jpgChristoph Ebert, Redakteur

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