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Ceylon auf der JVM und Node.js

Schwarzer Tee mit syntaktischem Zucker


Kaum zu glauben, Gavin King und die Entwicklercommunity rund um Ceylon haben ihr Vorhaben durchgezogen und sind mit einem produktionsreifen Release der neuen Programmiersprache Ceylon an den Start gegangen. In diesem Artikel werden die Sprache und das Ökosystem von Ceylon vorgestellt.

Das Ceylon-Projekt ist eine Entwicklung von Fans des Java-Ökosystems, die besonders dessen Entwicklercommunity, praktische Orientierung, Kultur der Offenheit und Einsatz für Portabilität wertschätzen. Die rund fünfzehn Jahre alte Sprache Java an sich ist jedoch für das Ceylon-Team Grund genug gewesen, eine Alternative zu erstellen. Das große Ziel ist es also, aufzuräumen und zu vereinfachen, um für aktuelle Anwendungsfälle ausgerüstet zu sein. Dabei sollen sich Entwickler nicht in der Anwendung von Frameworks verlieren und gleichzeitig wieder Spaß beim Coden haben.

Ceylon verfolgt keinen spezifischen Anwendungsfall, sondern versteht sich als vielseitig einsetzbares Werkzeug. Syntaktisch lehnt sich Ceylon an C# und Java an. Dementsprechend sollte für viele Entwickler die Einarbeitung tendenziell einfacher sein. Rein formal lässt sich Ceylon wie folgt klassifizieren: imperativ, statisch typisiert, block-strukturiert, objektorientiert, höhere Ordnung. Das statische Typsystem wird in Ceylon besonders ernst genommen und könnte den Freunden von untypisierten Sprachen eventuell noch weniger Freude bereiten als in Java. Die strikte Typsicherung hebt den Nutzen von Typisierung allerdings auch hervor und könnte somit wiederum auch für Gegner des lückenhaften Typsystems von Java interessant werden. Die höhere Ordnung beschreibt ein Phänomen, welches aus funktionalen Sprachen oder den Neuerungen aus Java 8 bekannt ist. Gemeint ist damit, dass jedes Element der Sprache wie beispielsweise Attribute oder Operationen ebenfalls als Werte repräsentiert werden und auch darüber im Zugriff stehen.

Noch plattformunabhängiger

Mögliche Laufzeitumgebungen für Ceylon können die Java Virtual Machine (JVM) oder jede beliebige Java­Script Virtual Machine sein, beispielsweise ein Browser oder die Node.js-Plattform. Dabei ist Ceylon-Code bezogen auf Java- und JavaScript-Code bidirektional interoperabel. Die Verbindung von Java und Ceylon übernimmt der Ceylon-Compiler, welcher Java kompilieren kann, Ceylon-Code aufruft und vice versa. Die Integration mit JavaScript ermöglicht auch hier ein Compiler, welcher die Umwandlung von Ceylon-Modulen in JavaScript-Code übernimmt. Für die andere Richtung unterstützt...

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