© Liashko/Shutterstock.com
Teil 6: Sicherheit und Datenschutz

Intranet of Things


Schon vor mehr als einem Jahr fragte sogar die Bild-Zeitung „Wie sicher ist das smarte Eigenheim“ [1]? Gestellt wurde diese Frage im Kontext der Übernahme von Nest – dem amerikanischen Hersteller smarter Raumthermostate – durch Google. Gemeint war hier allerdings weniger die Sicherheit im Sinne des Zugriffsschutzes, sondern vielmehr die der Privatsphäre. Seitdem hat sich die Situation eher verschlimmert denn verbessert. Der vorliegende Artikel erklärt warum und zeigt Lösungsmöglichkeiten auf.

Video: Connectivity

Viele von uns haben sicher noch den Roman „Blackout – Morgen ist es zu spät“ im Gedächtnis. Marc Elsberg beschreibt darin ein Szenario, in dem es Hackern mithilfe manipulierter Smart-Meter gelingt, das weltweite Stromnetz kollabieren zu lassen.

Übersicht der Artikelserie

Teil 1: Heimautomatisierung und das Internet der Dinge

Teil 2: Marktüberblick über Systeme und Protokolle

Teil 3: Geräteabstraktion und ihre Schwierigkeiten

Teil 4: Standards, Open Source und Forschung

Teil 5: Steuerung und Automatisierung

Teil 6: Sicherheit und Datenschutz

Teil 7: Hands-on-Integration mit openHAB

Auch wenn der Rollout der Smart-Meter hierzulande inzwischen stellenweise schon begonnen hat, ist die Vernetzung im Energiebereich noch nicht so weit fortgeschritten, um dieses Szenario Wirklichkeit werden zu lassen. Dennoch legt man das Buch eher mit Unbehagen zur Seite und fragt sich, inwieweit die bereits heute im Heimnetz befindlichen Geräte Potenzial für einen solchen Angriff bieten.

Der Blick schweift dabei über den WLAN-Radiowecker, die IP-Kamera, den Raumsensor, den Smart-TV hin zur vernetzten Heizung und dem (Elektro-)Auto mit Onlinezugriff. Von all diesen Geräten erwarten wir als Kunden inzwischen beinahe automatisch, dass wir mit der passenden App Zugriff auf das System bekommen, egal ob wir uns im Heimnetz oder unterwegs befinden.

kreuzer_openhab_1.tif_fmt1.jpgAbb. 1: Typisches Architekturschema im Internet of Things

Um den weltweiten Zugriff auf die heimischen, vernetzten Gerätschaften zu ermöglichen, findet man daher häufig folgendes Architekturschema (Abb. 1) vor:

  • Das vernetzte Gerät wird mit dem heimischen Netzwerk verbunden.

  • Über die Internetverbindung baut das Gerät aus dem Heimnetz eine ständige Verbindung zu einem proprietären Cloud-Dienst des Herstellers auf.

  • Der ständige Zugang ermöglicht dem Gerät, gesammelte Daten zum Hersteller zu übermitteln und andererseits Schaltbefehle entgegenzunehmen.

  • Die (in der Regel) kostenlose Smartphone-App baut seinerseits eine Verbindu...

Neugierig geworden?

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang