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Kommunikation: ein vertrautes Konzept mit Stolperstei- nen (Teil 1)

Kolumne: Soft Skills in der IT


von Sabine Bernecker-Bendixen

Wo immer Menschen aufeinandertreffen, findet sie statt: die Kommunikation. Egal, ob im Beruf, in der Schule, beim Einkaufen, in der U-Bahn, auf einer Party oder in der Beziehung, ohne Kommunikation geht es nicht. Paul Watzlawick [1] stellte mit dem ersten seiner fünf Axiome – nämlich dass „wir nicht nicht kommunizieren können“ – die Beziehung zwischen Mensch und Kommunikation in ein anderes Licht. Als Menschen kommunizieren wir immer, sobald wir auf andere Personen treffen. Wenn aber Kommunikation doch so allgegenwärtig und für uns scheinbar selbstverständlich ist, warum ist sie dann so schwierig und führt häufig zu Missverständnissen? Warum reagieren Gesprächspartner gereizt, obwohl wir doch „gar nichts gesagt haben“ oder es „gar nicht so gemeint war“? Warum sind gerade auch in der Welt der IT so viele Kommunikationsmissverständnisse zu finden, die dazu führen, dass Projektzeiten sich verlängern oder Projekte sogar fehlschlagen? Und warum hat die Kommunikation in der IT plötzlich so einen hohen Stellenwert? Ist uns bewusst, wie viel Zeit wir alle damit verbringen, uns über fehlgelaufene Kommunikation, Missverständnisse und die daraus resultierenden Fehler zu ärgern oder um sie wieder zu bereinigen? Es wird Zeit, über die eigene und die Kommunikation im Team nachzudenken.

Sender – Nachricht – Empfänger: so einfach!?

Schon als Babys lernen wir, zu kommunizieren. Babys sind in der Lage, anhand von Stimmlage, Betonung und Körpersprache die Stimmung von Bezugspersonen – meist der Mutter – zu erkennen und reagieren entsprechend darauf. Das passiert lange, bevor sie die verbale Sprache erlernen und selbst anwenden können. Aber auch die Eltern sind meist in der Lage, die Laute und die Körpersprache ihres Kindes richtig zu erkennen – und das dank der großen Aufmerksamkeit und dem Verantwortungsbewusstsein dem Baby gegenüber sogar ganz ohne Worte.

Früher oder später halten dann die Worte Einzug in die Kommunikation des Menschen. Und es scheint auf den ersten Blick häufig so, dass mit zunehmender Fähigkeit, verbal zu kommunizieren für uns die Bedeutung der anderen Kommunikationsbestandteile abnimmt. „Er kann ja sagen, wenn ihm was nicht passt!“, ist eine Aussage, die sicher schon in vielen Teams getroffen wurde. Dabei hat er sicher schon was dazu gesagt, eben nur nicht mit Worten! An dieser Stelle werden zwei Dinge klar:

  • Kommunikation ist viel mehr als nur das gesprochene Wort.

  • Kommunikation setzt sich sowohl aus dem Senden als auch ...

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