Buchtipp

Lesetipp: Git

Tam Hanna


Valentin Haenel und Julius Plenz unterteilen ihr Werk in drei Abschnitte. Der erste Teil des Buchs beschränkt sich auf das Offlinearbeiten, während der Betrieb von Git im Rechnerverbund Thema des zweiten Abschnitts ist. Der dritte und letzte Teil bietet unter anderem Installationsanleitungen und Anweisungen zur Shell-Integration.Da sich die Arbeit an neuen Systemen am einfachsten anhand eines funktionierenden Beispiels erschließt, befasst sich das erste Kapitel mit der Einrichtung und Konfiguration eines lokalen Repositorys samt dazugehörigem Client. Kapitel zwei stellt häufig verwendete Befehle im Detail vor, während sich der dritte Abschnitt mit der eigentlichen Arbeit des Ein- und Auscheckens befasst. In den darauffolgenden Teilen befassen sich die Autoren mit der gefürchteten Rebase-Operation und gehen auch auf andere Methoden zur Veränderung der schon im Repository befindlichen Informationen ein. Dank einer Vielzahl an praktischen Beispielen verlieren die an sich komplexen Themen ihren Schrecken: Wer die Auswirkungen der Operationen einmal an einem Test-Repository gesehen hat, kann Sie in der Produktion einfacher umsetzen.Kapitel fünf beginnt mit der Vorstellung von Kommandos, die für den Serverbetrieb unerlässlich sind. Das darauffolgende sechste Kapitel zeigt Wege auf, um Git in einen Workflow zu integrieren. Denn unverwaltetes Git kann ob seiner „Strukturlosigkeit“ über kurz oder lang in Chaos ausarten.Aus stilistischer Sicht gibt es an der Arbeit der beiden Autoren nichts auszusetzen. Das Werk ist in klarem Deutsch gehalten, die Grafiken sind gut verständlich. Besitzer der E-Book-Version dürfen sich auf mehrfarbige Annotationen freuen, während die der Printversion mit klaren Graustufen Vorlieb nehmen müssen.Im professionellen Bereich kommt Git nur selten allein. Das Versionskontrollsystem wird dort meist auf einem dedizierten Server betrieben: Die beiden Autoren handeln dies in einem eigenen Kapitel ab. Ab einem gewissen Komplexitätsgrad empfiehlt es sich, Git mit diversen anderen Werkzeugen zu integrieren: Linus Torvalds hat sein Baby ganz im Sinne von „The Cathedral and the Bazaar“ aufgebaut. Neben der Einbindung eigener Diff-Werkzeuge geht das Buch auch auf das Durchsetzen von Policies und auf die Nutzung von Hooks ein. Zu guter Letzt folgt ein Abschnitt, der die Integration von Git mit anderen Versionskontrollsystemen anhand der ehemals weit verbreiteten Subversion beschreibt.Open Source Press hält mit ihrem Werk zu Git, was der Name verspr...

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Lesetipp: Git

Tam Hanna


Valentin Haenel und Julius Plenz unterteilen ihr Werk in drei Abschnitte. Der erste Teil des Buchs beschränkt sich auf das Offlinearbeiten, während der Betrieb von Git im Rechnerverbund Thema des zweiten Abschnitts ist. Der dritte und letzte Teil bietet unter anderem Installationsanleitungen und Anweisungen zur Shell-Integration.Da sich die Arbeit an neuen Systemen am einfachsten anhand eines funktionierenden Beispiels erschließt, befasst sich das erste Kapitel mit der Einrichtung und Konfiguration eines lokalen Repositorys samt dazugehörigem Client. Kapitel zwei stellt häufig verwendete Befehle im Detail vor, während sich der dritte Abschnitt mit der eigentlichen Arbeit des Ein- und Auscheckens befasst. In den darauffolgenden Teilen befassen sich die Autoren mit der gefürchteten Rebase-Operation und gehen auch auf andere Methoden zur Veränderung der schon im Repository befindlichen Informationen ein. Dank einer Vielzahl an praktischen Beispielen verlieren die an sich komplexen Themen ihren Schrecken: Wer die Auswirkungen der Operationen einmal an einem Test-Repository gesehen hat, kann Sie in der Produktion einfacher umsetzen.Kapitel fünf beginnt mit der Vorstellung von Kommandos, die für den Serverbetrieb unerlässlich sind. Das darauffolgende sechste Kapitel zeigt Wege auf, um Git in einen Workflow zu integrieren. Denn unverwaltetes Git kann ob seiner „Strukturlosigkeit“ über kurz oder lang in Chaos ausarten.Aus stilistischer Sicht gibt es an der Arbeit der beiden Autoren nichts auszusetzen. Das Werk ist in klarem Deutsch gehalten, die Grafiken sind gut verständlich. Besitzer der E-Book-Version dürfen sich auf mehrfarbige Annotationen freuen, während die der Printversion mit klaren Graustufen Vorlieb nehmen müssen.Im professionellen Bereich kommt Git nur selten allein. Das Versionskontrollsystem wird dort meist auf einem dedizierten Server betrieben: Die beiden Autoren handeln dies in einem eigenen Kapitel ab. Ab einem gewissen Komplexitätsgrad empfiehlt es sich, Git mit diversen anderen Werkzeugen zu integrieren: Linus Torvalds hat sein Baby ganz im Sinne von „The Cathedral and the Bazaar“ aufgebaut. Neben der Einbindung eigener Diff-Werkzeuge geht das Buch auch auf das Durchsetzen von Policies und auf die Nutzung von Hooks ein. Zu guter Letzt folgt ein Abschnitt, der die Integration von Git mit anderen Versionskontrollsystemen anhand der ehemals weit verbreiteten Subversion beschreibt.Open Source Press hält mit ihrem Werk zu Git, was der Name verspr...

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