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Entwickler Magazin
Teil 3: Wetterdaten - aus dem Internet in LOGO!

Der Regenmacher

Der dritte Teil dieser LOGO!-Reihe beschäftigt sich damit, wie die aktuelle Wettervorhersage in unserer automatischen Gartenbewässerung berücksichtigt werden kann.

Martin Mohr


Dabei ist das gar nicht so einfach, wie es im ersten Moment klingt: LOGO! selbst ist eine exzellente Ministeuerung für alle Lebenslagen, aber Web Services im Internet kann sie beim besten Willen nicht ansprechen. Um das zu erreichen, benötigt LOGO! etwas Schützenhilfe von einem alten Bekannten – dem Raspberry Pi. Er ist ein vollwertiger Minicomputer mit einem Linux-Betriebssystem, der sich an alle möglichen Dienste im Internet andocken kann.

ArtikelserieTeil 1: Gartenbewässerung mit LOGO! von SiemensTeil 2: Reale Programme in einer realen LOGO!Teil 3: Wetterdaten – aus dem Internet in LOGO!

Talk to me

Wie stellen wir es nun an, Raspberry Pi mit LOGO! zu verbinden? Es gibt mehrere Möglichkeiten. Wir können zum einen einfach ein Signal über einen Pegelwandler direkt an einen Eingang von LOGO! führen. Sobald der Wetterbericht für die nächsten zwölf Stunden Regen meldet, wird ein Bit gesetzt und LOGO! bewässert den Garten nicht. Eine weitere Variante zur Lösung wäre, dass man über Schieberegister die Regenwahrscheinlichkeit über die normalen Eingänge zu LOGO! übermittelt – was jedoch eine sehr aufwendige Programmierarbeit wäre, die wir uns sparen können. Aber es ist ja gar nicht nötig, LOGO! die Entscheidung zu überlassen, was bei einer bestimmten Regenwahrscheinlichkeit zu tun ist. Ein einfaches Bit zur richtigen Zeit würde vollkommen ausreichen, um unsere Gartenbewässerung ein ganzes Stück schlauer zu machen. Nicht, dass ich etwas gegen Kabel und Pegelwandler habe, aber man kann sich den ganzen Aufwand schlicht und ergreifend sparen. LOGO! hat zwar kein API (Application Programming Interface) im eigentlichen Sinne, aber sie kann mit unterschiedlichen Komponenten über das Netzwerk reden. Das Protokoll macht keinen rechten Spaß, es ist dazu gedacht, dass sich die Steuerungen untereinander unterhalten. Dieses Manko hat die Entwicklergemeinde jedoch schon lange erkannt: Es gibt Projekte, die Web-Services-basierte APIs für LOGO! bereitstellen. Wir werden für unser Beispiel das API von LogoControl [1] verwenden. Es ist schnell und einfach auf dem Raspberry Pi zu installieren.

An dieser Stelle möchte ich auch auf das FHEM-Projekt [2] hinweisen, das einen Connector für LOGO! an Bord hat und sicherlich auch eine gute Wahl ist, da es eine Vielzahl unterschiedlicher Hardwarekomponenten unterstützt.

Das Programm, das wir schreiben werden, wird auf der einen Seite das API von OpenWeatherMap [3] auslesen und mithilfe des LogoControl-APIs ein Statusbit in LOGO! setzen. Diese...

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Teil 3: Wetterdaten - aus dem Internet in LOGO!

Der Regenmacher

Der dritte Teil dieser LOGO!-Reihe beschäftigt sich damit, wie die aktuelle Wettervorhersage in unserer automatischen Gartenbewässerung berücksichtigt werden kann.

Martin Mohr


Dabei ist das gar nicht so einfach, wie es im ersten Moment klingt: LOGO! selbst ist eine exzellente Ministeuerung für alle Lebenslagen, aber Web Services im Internet kann sie beim besten Willen nicht ansprechen. Um das zu erreichen, benötigt LOGO! etwas Schützenhilfe von einem alten Bekannten – dem Raspberry Pi. Er ist ein vollwertiger Minicomputer mit einem Linux-Betriebssystem, der sich an alle möglichen Dienste im Internet andocken kann.

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Wie stellen wir es nun an, Raspberry Pi mit LOGO! zu verbinden? Es gibt mehrere Möglichkeiten. Wir können zum einen einfach ein Signal über einen Pegelwandler direkt an einen Eingang von LOGO! führen. Sobald der Wetterbericht für die nächsten zwölf Stunden Regen meldet, wird ein Bit gesetzt und LOGO! bewässert den Garten nicht. Eine weitere Variante zur Lösung wäre, dass man über Schieberegister die Regenwahrscheinlichkeit über die normalen Eingänge zu LOGO! übermittelt – was jedoch eine sehr aufwendige Programmierarbeit wäre, die wir uns sparen können. Aber es ist ja gar nicht nötig, LOGO! die Entscheidung zu überlassen, was bei einer bestimmten Regenwahrscheinlichkeit zu tun ist. Ein einfaches Bit zur richtigen Zeit würde vollkommen ausreichen, um unsere Gartenbewässerung ein ganzes Stück schlauer zu machen. Nicht, dass ich etwas gegen Kabel und Pegelwandler habe, aber man kann sich den ganzen Aufwand schlicht und ergreifend sparen. LOGO! hat zwar kein API (Application Programming Interface) im eigentlichen Sinne, aber sie kann mit unterschiedlichen Komponenten über das Netzwerk reden. Das Protokoll macht keinen rechten Spaß, es ist dazu gedacht, dass sich die Steuerungen untereinander unterhalten. Dieses Manko hat die Entwicklergemeinde jedoch schon lange erkannt: Es gibt Projekte, die Web-Services-basierte APIs für LOGO! bereitstellen. Wir werden für unser Beispiel das API von LogoControl [1] verwenden. Es ist schnell und einfach auf dem Raspberry Pi zu installieren.

An dieser Stelle möchte ich auch auf das FHEM-Projekt [2] hinweisen, das einen Connector für LOGO! an Bord hat und sicherlich auch eine gute Wahl ist, da es eine Vielzahl unterschiedlicher Hardwarekomponenten unterstützt.

Das Programm, das wir schreiben werden, wird auf der einen Seite das API von OpenWeatherMap [3] auslesen und mithilfe des LogoControl-APIs ein Statusbit in LOGO! setzen. Diese...

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