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Kolumne: A² – alles Agile

Welche agile Methode ist die richtige?


In den beiden letzten Kolumnen wurde der „Open Space Agility“-Ansatz [1] beleuchtet, also die Grundidee, eine Transformation auf Basis von Einladungen durchzuführen. Open Space Agility umfasst drei Phasen und verschiedene Rollen. Besonders der Rolle des Coaches kommt die Bedeutung zu, klar zu kommunizieren, dass die Begleitung durch den Coach auf den Zeitraum der drei Phasen beschränkt ist. Nachdem der Sponsor in der ersten Phase die Einladung verschickt hat, findet der OST-1 statt. An diesem Tag erarbeitet man im Open-Space-Format gemeinsam, was in den darauffolgenden 100 Tagen zusammen bearbeitet werden soll. Diese 100 Tage schließen mit dem OST-2 ab, der zwei komplette Tage umfasst, an denen reflektiert wird, welche Methoden sich im Unternehmenskontext als sinnvoll erwiesen haben. In den 30 Tagen nach OST-2 ändern sich auch die Rollen der Coaches.

Rolle der Coaches nach OST-2

Ein Kernelement von Open Space Agility ist die Idee, dass die Mitarbeiter eines Unternehmens ein gutes Gefühl bekommen, wenn sie einen Fortschritt wahrnehmen. Im Gegensatz zu Implementierungen, in denen die Coaches oft für Jahre bleiben, setzt OSA mit den OST einen Rahmen für Fortschritt und Lernerfahrungen. Die Coaches müssen immer wieder vermitteln, dass ihre Rolle temporär ist und Führungskräfte, Manager und Teams lernen müssen, sich selbst kontinuierlich zu verbessern, ohne dass ein externer Coach es ihnen vorgeben muss. Um das Gefühl des Fortschritts zu bekräftigen, ändert sich die Rolle des Coaches innerhalb der 30 Tage oder nach Ablauf dieser Zeit. Da Unternehmen oft weiterhin Coaching benötigen, z. B., wenn während der 100 Tage erarbeitet wurde, dass künftig Scrum eingesetzt werden soll, kann ein Coach weiterhin die Scrum Master oder Product Owner gezielt unterstützen. Damit das gelingen kann, muss in der 100-Tage-Phase die Organisation zusammen lernen.

100 Tage lernen

Die 100 Tage sind eine empfohlene Zeitspanne, eine Timebox, in der der Organisation genug Zeit eingeräumt werden soll, gemeinsam Erfahrung zu sammeln und z. B. Methoden wie Scrum auszuprobieren. Während der 100 Tage agieren die Führungskräfte nach dem „Leadership-Storytelling-Prinzip“, indem sie agile Praktiken fördern, welche den 12 Prinzipien des Agilen Manifests [2] entsprechen. Die bekannten vier Werte und die 12 Prinzipien des Agilen Manifests bilden in Open Space Agility die Definition von „agil“. Während dieser 100 Tage ermutigt Open Space Agility dazu, davon auszugehen, dass das, was gerade ausprobie...

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