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Editorial Entwickler Magazin 4.21

Wo ein Richter, da eine Schadensersatzzahlung


Liebe Leserinnen und Leser,

zu Beginn des neuen Entwickler Magazins wollen wir uns auf die Worte des britischen Philosophen Alfred North Whitehead berufen: Er mahnte an, dass die Kunst des Fortschritts darin bestehe, inmitten des Wechsels Ordnung zu wahren und inmitten der Ordnung den Wechsel aufrechtzuerhalten. Zu Lebzeiten des 1949 verstorbenen Denkers bestand der Fortschritt noch nicht aus den Herausforderungen der Digitalisierung – die Quintessenz bleibt allerdings auch heute gleich: Jeder Fortschritt, jede neue Entwicklung benötigt eine Grundordnung, die nicht als Bremse arbeiten soll. Damit schlagen wir den Bogen von der Philosophie zu den heutigen Herausforderungen für Entwicklerinnen und Entwickler. Die Ordnung, die hier zugrunde liegt, hat verschiedene Namen: Onlinerecht, Internetrecht, Recht der neuen Medien etc. Für Nichtjuristen stellt sich dieser Bereich zunächst als ein Labyrinth aus Paragrafen, Verordnungen und denkwürdigen Urteilen dar. Wie finden sich Entwicklerinnen und Entwickler hier zurecht, wenn sie sich bei ihrer Arbeit auf die sichere Seite der Gesetzgebung stellen und von Geldbußen verschont bleiben wollen? Mit dieser Ausgabe wollen wir euch einen Leitfaden durch das Dickicht der Gesetze an die Hand geben. Tolga Hircin geht in seinem Überblick auf die rechtlichen Stolperfallen im Bereich Softwareentwicklung ein. Welche Verpflichtungen hat der Hersteller einer Software? Und wie spielt die DSGVO hier herein? Etwas spezifischer wird es mit Steffen Ritter und seinem Einblick in die rechtlichen Aspekte rund um das Thema E-Commerce und der Frage, wie man ein solches sicher aufbauen kann. Richtig teuer kann es beim von Michael Rohrlich besprochenen Thema werden, der mögliche Datenschutzverstöße analysiert und einen Überblick gibt, welche Schadensersatzansprüche hier fällig werden könnten.

Abseits unseres Titelthemas warten nicht weniger spannende Themen. Michael Palmer geht der Frage nach, wie JavaScript-Entwicklerinnen und Entwickler DevOps optimal für sich nutzen können, und gibt ein praktisches Beispiel mit React und GitLab. Das Thema React wird auch bei Hans-Christian Otto aufgenommen, der die Server Components der Library vorstellt. Ebenfalls im JavaScript-Universum ist das Full Stack Framework RedwoodJS angesiedelt, auf das Sebastian Springer im zweiten Teil der Reihe eingeht und nun in die Arbeit mit Benutzereingaben und Authentifizierungsmöglichkeiten einsteigt. Apropos JavaScript-Projekte: Wem die Komplexität seines Projekts übe...

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