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Entwickler Magazin
Einheitlicher Zahlungsverkehr in Europa

Fit für SEPA

SEPA kommt. Die Single Euro Payments Area wird bis 2014 den Zahlungsverkehr in Europa vereinheitlichen und vieles einfacher machen. Vor allem für Unternehmen, die international tätig sind, hat das neue System viele Vorteile - erfordert aber auch einige Anpassungen: Welche Systeme müssen aktualisiert werden? Welche neuen Daten werden benötigt? Ist mein Unternehmen überhaupt fit für das SEPA-Zeitalter?

Rainer Grundel, Julia Eckelt


„Vor allem für E-Commerce-Betreiber bietet die Umstellung auf SEPA viele Vorteile, zum Beispiel die Chance, neue Märkte zu erschließen“, fasst Diplominformationswirt Rainer Grundel zusammen. Er ist beim Internetdienstleister und Onlinespezialisten NIDAG für die Optimierung digitaler Prozesse und webbasierter Auftritte verantwortlich. Seine Einschätzung des Projekts SEPA fällt durchaus positiv aus: „Zahlungstechnisch ist es mit SEPA völlig egal, in welchem Land Kunde, Bank und Betreiber sitzen, da es einheitliche Regeln und Bedingungen gibt“, erklärt er. „Der Zahlungsverkehr wird damit weniger komplex, weil alle Europäer gleiche Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen nutzen.“ Die effizientere und schnellere Abwicklung des Zahlungsverkehrs birgt zudem großes Einsparpotenzial für die europäischen Unternehmen. Experten gehen von bis zu 100 Milliarden Euro pro Jahr aus. Auch Sicherheit wird mit SEPA groß geschrieben. Eine Höchstgrenze für Einzugsermächtigungen bietet höheren Schutz und schafft vor allem mehr Vertrauen bei Privatkunden in Ländern, in denen der Lastschrifteinzug weniger verbreitet ist.

Infokasten SEPAWas ist das?Die Single Euro Payments Area (SEPA) ist ein gemeinsames europäisches Projekt von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und dem European Payments Council. Ziel ist es, den Zahlungsverkehr in Europa zu vereinheitlichen und somit Schranken im Zahlungsverkehr abzubauen.Wann kommt es?Bis zum 01.02.2014 muss SEPA verpflichtend eingeführt werden. Bis zum Jahr 2016 werden sukzessive alle individuellen nationalen Zahlungsmethoden wie z. B. das deutsche Lastschriftverfahren (ELV) eingestellt.Wer ist beteiligt?Teilnehmerländer sind alle 27 EU-Länder sowie Lichtenstein, Norwegen, Island, Schweiz und Monaco.

Vorteil: nur noch eine Bank

Ein weiterer Vorteil für Unternehmen, die bereits Produkte und Dienstleistungen im europäischen Ausland anbieten, besteht darin, dass sie ihren Zahlungsverkehr auf eine Bank ihrer Wahl konsolidieren können. Es ist nicht mehr notwendig, in jedem Land ein eigenes Konto zu verwalten. Durch SEPA werden Markteintrittsbarrieren deutlich gesenkt, jedoch müssen vor allem E-Commerce-Betreiber immer noch ein wachsames Auge auf die jeweiligen Verbraucherrechtlinien in den Ländern haben. Dies betrifft beispielsweise Widerrufsfristen.

Bis zum 1. Februar 2014 muss SEPA verpflichtend eingeführt werden. Zahlungen werden dann international mit der International Bank Account Number (IBAN) und dem Business Identifier Code (BI...

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Einheitlicher Zahlungsverkehr in Europa

Fit für SEPA

SEPA kommt. Die Single Euro Payments Area wird bis 2014 den Zahlungsverkehr in Europa vereinheitlichen und vieles einfacher machen. Vor allem für Unternehmen, die international tätig sind, hat das neue System viele Vorteile - erfordert aber auch einige Anpassungen: Welche Systeme müssen aktualisiert werden? Welche neuen Daten werden benötigt? Ist mein Unternehmen überhaupt fit für das SEPA-Zeitalter?

Rainer Grundel, Julia Eckelt


„Vor allem für E-Commerce-Betreiber bietet die Umstellung auf SEPA viele Vorteile, zum Beispiel die Chance, neue Märkte zu erschließen“, fasst Diplominformationswirt Rainer Grundel zusammen. Er ist beim Internetdienstleister und Onlinespezialisten NIDAG für die Optimierung digitaler Prozesse und webbasierter Auftritte verantwortlich. Seine Einschätzung des Projekts SEPA fällt durchaus positiv aus: „Zahlungstechnisch ist es mit SEPA völlig egal, in welchem Land Kunde, Bank und Betreiber sitzen, da es einheitliche Regeln und Bedingungen gibt“, erklärt er. „Der Zahlungsverkehr wird damit weniger komplex, weil alle Europäer gleiche Überweisungen, Lastschriften und Kartenzahlungen nutzen.“ Die effizientere und schnellere Abwicklung des Zahlungsverkehrs birgt zudem großes Einsparpotenzial für die europäischen Unternehmen. Experten gehen von bis zu 100 Milliarden Euro pro Jahr aus. Auch Sicherheit wird mit SEPA groß geschrieben. Eine Höchstgrenze für Einzugsermächtigungen bietet höheren Schutz und schafft vor allem mehr Vertrauen bei Privatkunden in Ländern, in denen der Lastschrifteinzug weniger verbreitet ist.

Infokasten SEPAWas ist das?Die Single Euro Payments Area (SEPA) ist ein gemeinsames europäisches Projekt von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und dem European Payments Council. Ziel ist es, den Zahlungsverkehr in Europa zu vereinheitlichen und somit Schranken im Zahlungsverkehr abzubauen.Wann kommt es?Bis zum 01.02.2014 muss SEPA verpflichtend eingeführt werden. Bis zum Jahr 2016 werden sukzessive alle individuellen nationalen Zahlungsmethoden wie z. B. das deutsche Lastschriftverfahren (ELV) eingestellt.Wer ist beteiligt?Teilnehmerländer sind alle 27 EU-Länder sowie Lichtenstein, Norwegen, Island, Schweiz und Monaco.

Vorteil: nur noch eine Bank

Ein weiterer Vorteil für Unternehmen, die bereits Produkte und Dienstleistungen im europäischen Ausland anbieten, besteht darin, dass sie ihren Zahlungsverkehr auf eine Bank ihrer Wahl konsolidieren können. Es ist nicht mehr notwendig, in jedem Land ein eigenes Konto zu verwalten. Durch SEPA werden Markteintrittsbarrieren deutlich gesenkt, jedoch müssen vor allem E-Commerce-Betreiber immer noch ein wachsames Auge auf die jeweiligen Verbraucherrechtlinien in den Ländern haben. Dies betrifft beispielsweise Widerrufsfristen.

Bis zum 1. Februar 2014 muss SEPA verpflichtend eingeführt werden. Zahlungen werden dann international mit der International Bank Account Number (IBAN) und dem Business Identifier Code (BI...

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