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Entwickler Magazin
Wie NoSQL und RDBMS in der neuen DB2 zusammenpassen

In guter Relation

Wenn man die aktuelle Diskussion um Big Data und NoSQL verfolgt, hat man den Eindruck, dass bisherige Datenbanken bald in Rente geschickt werden. Doch weit gefehlt. Neue Produktversionen wie DB2 10.5 greifen diese Trends auf und integrieren sie in die bereits bewährten Funktionen. Damit wird die Adaption von NoSQL-Funktionalitäten einfacher, ohne gleich alles neu zu machen.

Frank Pientka


Die neue DB2-Version 10.5 (Kepler) LUW [1], [2], [3] überrascht mit bei IBM gar nicht vermuteten Adaptionen und Innovationen. So stand in den Versionen 9 neben der verbesserten Oracle-Kompatibilität die XML-Verarbeitung im Vordergrund, während in Version 10.1 [4] die pureScale-Cluster-Funktion, die Verwendung von zeitbezogenen Tabellen und die nutzungsabhängige Speicherung der Daten an unterschiedlichen Orten ausschlaggebend waren. Die neue Version hingegen wurde für große DataWarehouse-Anwendungen optimiert.

Überblick über die Familie

Dabei werden die Hypethemen NoSQL und Big Data aufgegriffen. Bei den Editionen gibt es jetzt nur noch sechs Editionen. Dabei fällt die alte ­InfoSphere Warehouse Edition weg. Dafür gibt es jetzt neu die Advanced Workgroup Server Edition. Die Workgroup Server Edition ist mit der Enterprise Edition funktional nahezu identisch. Der einzige Unterschied betrifft die Ressourcenbegrenzung auf 16 Prozessorkerne oder Prozessor-Sockets, maximal 128 GB RAM und 15 TB an Benutzerdaten.

Als einzige Zusatzfunktion ist gegen Aufpreis Advanced Recovery mit Merge Backup erhältlich. Auch weiterhin steht die kostenlose DB2 Express-C Edition zum produktiven Einsatz zur Verfügung. Da die meisten Editionen dasselbe Image haben, muss für einen Editionswechsel nur der Lizenzschlüssel ausgetauscht werden. Das macht den Um- oder Aufstieg einfacher.

Als zentrale Verbesserung steht die BLU-Acceleration-Technologie namens BLU im Vordergrund, um auf Daten von analytischen Systemen In-Memory zuzugreifen und damit eine schnellere Verarbeitung zu erreichen (Abb. 1). BLU (Blink Ultimate) basiert auf dem Projekt Blink des IBM-Forschungszentrums in Almaden und wird mit einem neuen, spaltenorientierten Speicher kombiniert, der in den Advanced-Editionen zur Verfügung steht. BLU unterstützt auch Vektor-CPUs (INTEL-ACX, POWER) mit der Single-Instruction-Multiple-Data-(SIMD-)Funktion, sodass mehr Daten in kürzerer Zeit parallel verarbeitet werden können. Neben einem verbesserten Ressourcenverbrauch und erhöhter Geschwindigkeit wurde auch die Ausfallsicherheit erhöht. Dazu wird im pureScale Cluster jetzt auch die High-Availability-Disaster-Recovery-(HADR-)Funktion unterstützt [5].

Abb. 1: DB2 BLU Acceleration in Advanced Edition

Als Betriebssysteme werden aktuelle Versionen von Linux, Windows, Max OS X, Linux, AIX, Solaris, HP-UX oder Itanium unterstützt. Ältere Betriebssystemversionen mit Windows 2003 R2 abwärts werden nicht mehr unterstützt. Außerdem wird die Datenrep...

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Wie NoSQL und RDBMS in der neuen DB2 zusammenpassen

In guter Relation

Wenn man die aktuelle Diskussion um Big Data und NoSQL verfolgt, hat man den Eindruck, dass bisherige Datenbanken bald in Rente geschickt werden. Doch weit gefehlt. Neue Produktversionen wie DB2 10.5 greifen diese Trends auf und integrieren sie in die bereits bewährten Funktionen. Damit wird die Adaption von NoSQL-Funktionalitäten einfacher, ohne gleich alles neu zu machen.

Frank Pientka


Die neue DB2-Version 10.5 (Kepler) LUW [1], [2], [3] überrascht mit bei IBM gar nicht vermuteten Adaptionen und Innovationen. So stand in den Versionen 9 neben der verbesserten Oracle-Kompatibilität die XML-Verarbeitung im Vordergrund, während in Version 10.1 [4] die pureScale-Cluster-Funktion, die Verwendung von zeitbezogenen Tabellen und die nutzungsabhängige Speicherung der Daten an unterschiedlichen Orten ausschlaggebend waren. Die neue Version hingegen wurde für große DataWarehouse-Anwendungen optimiert.

Überblick über die Familie

Dabei werden die Hypethemen NoSQL und Big Data aufgegriffen. Bei den Editionen gibt es jetzt nur noch sechs Editionen. Dabei fällt die alte ­InfoSphere Warehouse Edition weg. Dafür gibt es jetzt neu die Advanced Workgroup Server Edition. Die Workgroup Server Edition ist mit der Enterprise Edition funktional nahezu identisch. Der einzige Unterschied betrifft die Ressourcenbegrenzung auf 16 Prozessorkerne oder Prozessor-Sockets, maximal 128 GB RAM und 15 TB an Benutzerdaten.

Als einzige Zusatzfunktion ist gegen Aufpreis Advanced Recovery mit Merge Backup erhältlich. Auch weiterhin steht die kostenlose DB2 Express-C Edition zum produktiven Einsatz zur Verfügung. Da die meisten Editionen dasselbe Image haben, muss für einen Editionswechsel nur der Lizenzschlüssel ausgetauscht werden. Das macht den Um- oder Aufstieg einfacher.

Als zentrale Verbesserung steht die BLU-Acceleration-Technologie namens BLU im Vordergrund, um auf Daten von analytischen Systemen In-Memory zuzugreifen und damit eine schnellere Verarbeitung zu erreichen (Abb. 1). BLU (Blink Ultimate) basiert auf dem Projekt Blink des IBM-Forschungszentrums in Almaden und wird mit einem neuen, spaltenorientierten Speicher kombiniert, der in den Advanced-Editionen zur Verfügung steht. BLU unterstützt auch Vektor-CPUs (INTEL-ACX, POWER) mit der Single-Instruction-Multiple-Data-(SIMD-)Funktion, sodass mehr Daten in kürzerer Zeit parallel verarbeitet werden können. Neben einem verbesserten Ressourcenverbrauch und erhöhter Geschwindigkeit wurde auch die Ausfallsicherheit erhöht. Dazu wird im pureScale Cluster jetzt auch die High-Availability-Disaster-Recovery-(HADR-)Funktion unterstützt [5].

Abb. 1: DB2 BLU Acceleration in Advanced Edition

Als Betriebssysteme werden aktuelle Versionen von Linux, Windows, Max OS X, Linux, AIX, Solaris, HP-UX oder Itanium unterstützt. Ältere Betriebssystemversionen mit Windows 2003 R2 abwärts werden nicht mehr unterstützt. Außerdem wird die Datenrep...

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