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Entwickler Magazin
SAP HANA als Entwicklungsplattform

Mehr als eine Datenbank

Eine der vielleicht ersten Assoziationen mit SAP HANA ist die einer hardwareoptimierten, relationalen In-Memory-Datenbank für SAP-Anwendungen. Bei einem zweiten Blick fällt auf, dass SAP HANA mehr als eine Datenbank ist, und für Anwendungsentwickler sowohl innerhalb als auch außerhalb des SAP-Lösungsportfolios einige interessante Funktionen zur Implementierung von Echtzeitanwendungen bietet.

Holger Seubert


SAP HANA liefert als Lösungsplattform neben einer hybriden (d. h. spalten- und zeilenorientierten) In-Memory-Datenbank weitere funktionale Komponenten, deren Algorithmen ebenfalls für eine In-Memory-Verarbeitung optimiert und eng an die Datenbank gekoppelt sind. Die SAP-Anwendungen nutzen diese Funktionen, um nicht nur bisherige Geschäftsprozesse zu beschleunigen und zu vereinfachen, sondern auch neue Ideen umzusetzen, die beispielsweise durch Ad-hoc-Planungs- und Simulationsläufe oder ein direktes Reporting auf operativen Daten möglich werden. Gerade dieser Aspekt neuer Ideen und Ansätze, die bisher durch Batch-Läufe ausgebremst bzw. in der bisherigen Informationsarchitektur schwer umsetzbar waren, macht SAP HANA als Entwicklungsplattform interessant.

Über Standardschnittstellen stehen die Möglichkeiten der Plattform auch für die Entwicklung eigener Anwendungen zur Verfügung, die entweder das SAP-Lösungsportfolio ergänzen (siehe auch SAP HANA Marketplace [1]) oder komplett eigene Ideen außerhalb einer SAP-Landschaft umsetzen. Durch einen integrierten Anwendungs- und Webserver, eine Entwicklungsumgebung sowie die Unterstützung gängiger APIs ist der Einstieg in die SAP-HANA-Anwendungsentwicklung überschaubar.

Generell ermöglicht es SAP HANA, datenintensive Berechnungen direkt in der Datenbank bzw. nahe der Persistenzschicht auszuführen, um einen unnötigen Transport von Daten in die Anwendungsschicht zu vermeiden. Dazu stehen sog. Application Function Libraries (AFL) zur Verfügung, die, wie die Datenbank, optimiert für eine In-Memory-Verarbeitung unter Nutzung der Hardwaremöglichkeiten der x86-Plattform implementiert sind.

Beispielsweise können über 50 Funktionen aus dem finanzmathematischen Bereich (Business Function Library, BFL), über 25 Data-Mining- und Predictive-Algorithmen (Predictive Analysis Library, PAL) und über 3 000 statistische Algorithmen (über Project R) für die eigene Anwendungsentwicklung genutzt werden. Ebenfalls kann auf Geo-Spatial-Datentypen und -Berechnungen zurückgegriffen werden (momentan als Beta-Programm).

Auch eine Volltextsuche mit Möglichkeiten zur Analyse von unstrukturierten Daten (Entity Extraktion für z. B. Orte oder Personen, Sentimentanalyse, Spracherkennung, Fuzzy etc.) stehen neben einer Business ­Rules Engine, der Anbindung von Apache Hadoop, Event Stream Processing und einem integrierten Anwendungs- und Webserver für eine HTML5-basierte Cliententwicklung zur Verfügung.

Mit SAP-HANA-basierten Anwendungen ist es ebenfalls ...

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SAP HANA als Entwicklungsplattform

Mehr als eine Datenbank

Eine der vielleicht ersten Assoziationen mit SAP HANA ist die einer hardwareoptimierten, relationalen In-Memory-Datenbank für SAP-Anwendungen. Bei einem zweiten Blick fällt auf, dass SAP HANA mehr als eine Datenbank ist, und für Anwendungsentwickler sowohl innerhalb als auch außerhalb des SAP-Lösungsportfolios einige interessante Funktionen zur Implementierung von Echtzeitanwendungen bietet.

Holger Seubert


SAP HANA liefert als Lösungsplattform neben einer hybriden (d. h. spalten- und zeilenorientierten) In-Memory-Datenbank weitere funktionale Komponenten, deren Algorithmen ebenfalls für eine In-Memory-Verarbeitung optimiert und eng an die Datenbank gekoppelt sind. Die SAP-Anwendungen nutzen diese Funktionen, um nicht nur bisherige Geschäftsprozesse zu beschleunigen und zu vereinfachen, sondern auch neue Ideen umzusetzen, die beispielsweise durch Ad-hoc-Planungs- und Simulationsläufe oder ein direktes Reporting auf operativen Daten möglich werden. Gerade dieser Aspekt neuer Ideen und Ansätze, die bisher durch Batch-Läufe ausgebremst bzw. in der bisherigen Informationsarchitektur schwer umsetzbar waren, macht SAP HANA als Entwicklungsplattform interessant.

Über Standardschnittstellen stehen die Möglichkeiten der Plattform auch für die Entwicklung eigener Anwendungen zur Verfügung, die entweder das SAP-Lösungsportfolio ergänzen (siehe auch SAP HANA Marketplace [1]) oder komplett eigene Ideen außerhalb einer SAP-Landschaft umsetzen. Durch einen integrierten Anwendungs- und Webserver, eine Entwicklungsumgebung sowie die Unterstützung gängiger APIs ist der Einstieg in die SAP-HANA-Anwendungsentwicklung überschaubar.

Generell ermöglicht es SAP HANA, datenintensive Berechnungen direkt in der Datenbank bzw. nahe der Persistenzschicht auszuführen, um einen unnötigen Transport von Daten in die Anwendungsschicht zu vermeiden. Dazu stehen sog. Application Function Libraries (AFL) zur Verfügung, die, wie die Datenbank, optimiert für eine In-Memory-Verarbeitung unter Nutzung der Hardwaremöglichkeiten der x86-Plattform implementiert sind.

Beispielsweise können über 50 Funktionen aus dem finanzmathematischen Bereich (Business Function Library, BFL), über 25 Data-Mining- und Predictive-Algorithmen (Predictive Analysis Library, PAL) und über 3 000 statistische Algorithmen (über Project R) für die eigene Anwendungsentwicklung genutzt werden. Ebenfalls kann auf Geo-Spatial-Datentypen und -Berechnungen zurückgegriffen werden (momentan als Beta-Programm).

Auch eine Volltextsuche mit Möglichkeiten zur Analyse von unstrukturierten Daten (Entity Extraktion für z. B. Orte oder Personen, Sentimentanalyse, Spracherkennung, Fuzzy etc.) stehen neben einer Business ­Rules Engine, der Anbindung von Apache Hadoop, Event Stream Processing und einem integrierten Anwendungs- und Webserver für eine HTML5-basierte Cliententwicklung zur Verfügung.

Mit SAP-HANA-basierten Anwendungen ist es ebenfalls ...

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