Erlang: 99,9999999 Prozent Verfügbarkeit über zwanzig Jahre

Renaissance des Paralleluniversums

Frank Hinkel, Muhammet Altindal


Vergleicht man die Geschichte von Erlang mit der von anderen Sprachen, so ist diese sicherlich keine, die man besonders laut erzählen würde. Nicht weil man sich dafür schämt, im Gegenteil. Erlang hat einen vorbildlichen und erfolgreichen Weg hinter sich. Die Sprache stand jedoch aufgrund mangelnder Popularität funktionaler Programmiersprachen, nebst sämtlichen Hypes rund um die Objektorientierung, meist abseits des Rampenlichts. Wendet man jedoch den Blick nach vorne und schaut sich aktuelle Trends in der IT an, so sieht man den Anstieg der Beliebtheit funktionaler Sprachen.

Vergleichen wir unterschiedliche Sprachen in der Softwareentwicklung, so gibt es meist Bereiche, in denen wir mit der jeweiligen Sprache weniger gut unterstützt werden. Denkt man an den Schritt von C zu Java, so fällt einem die Erleichterung der automatischen Speicherverwaltung ein. Natürlich gibt es weitere Vor- und jede Menge Nachteile in diesem Vergleich, und man könnte ganze Bücher damit füllen. Doch denken wir hier zunächst weiter: Als Entwickler fühlen wir uns also oft sicherer bei der Entwicklung mit Java. Wir sind nicht gerade sparsam mit Ressourcen, aber wir machen uns auch wenig Sorgen um Memory Leaks. Wo also bewegen wir uns auf dünnem Eis? In der Parallelisierung, im Multi-Threading bzw. in der horizontalen Skalierung.

Mittlerweile gibt es in Java viele Frameworks und Sprachneuerungen, die uns die Arbeit in diesen Bereichen erleichtern sollen – mit Erfolg. Dennoch könnte man sagen, dass die horizontale Skalierung stets die Achillesferse des Java-Ökosystems war. Vielleicht wäre es auch nicht falsch zu denken, dass die Parallelisierung für Java ist, was die Speicherverwaltung für C bedeutet. Wo finden wir als Entwickler also das richtige Werkzeug für die teilweise sehr komplexen Probleme rund um das Thema parallele Programmierung? Wo also ist parallele Programmierung für eine Sprache, was die Speicherverwaltung für Java ist: ein fester Bestandteil der Plattform, ein durchgängiges Konzept, welches von Anfang an konsequent adressiert wurde. Die Antwort ist Erlang.

Das Erlang-Ökosystem

Das Ökosystem rund um Erlang befindet sich in der Renaissance. Es ist über die Jahre gereift, aber nicht veraltet. Die Größe ist überschaubar und der Ruf in der IT-Community ist tendenziell gut. Auf Fachkonferenzen oder in Artikeln vernimmt man ab und zu ein Schmunzeln: „Die Sprache ist zu technisch, zu grob“, heißt es da. Dennoch dominiert Respekt und Anerkennung bezüglich Stabilität und Robusthei...

Erlang: 99,9999999 Prozent Verfügbarkeit über zwanzig Jahre

Renaissance des Paralleluniversums

Frank Hinkel, Muhammet Altindal


Vergleicht man die Geschichte von Erlang mit der von anderen Sprachen, so ist diese sicherlich keine, die man besonders laut erzählen würde. Nicht weil man sich dafür schämt, im Gegenteil. Erlang hat einen vorbildlichen und erfolgreichen Weg hinter sich. Die Sprache stand jedoch aufgrund mangelnder Popularität funktionaler Programmiersprachen, nebst sämtlichen Hypes rund um die Objektorientierung, meist abseits des Rampenlichts. Wendet man jedoch den Blick nach vorne und schaut sich aktuelle Trends in der IT an, so sieht man den Anstieg der Beliebtheit funktionaler Sprachen.

Vergleichen wir unterschiedliche Sprachen in der Softwareentwicklung, so gibt es meist Bereiche, in denen wir mit der jeweiligen Sprache weniger gut unterstützt werden. Denkt man an den Schritt von C zu Java, so fällt einem die Erleichterung der automatischen Speicherverwaltung ein. Natürlich gibt es weitere Vor- und jede Menge Nachteile in diesem Vergleich, und man könnte ganze Bücher damit füllen. Doch denken wir hier zunächst weiter: Als Entwickler fühlen wir uns also oft sicherer bei der Entwicklung mit Java. Wir sind nicht gerade sparsam mit Ressourcen, aber wir machen uns auch wenig Sorgen um Memory Leaks. Wo also bewegen wir uns auf dünnem Eis? In der Parallelisierung, im Multi-Threading bzw. in der horizontalen Skalierung.

Mittlerweile gibt es in Java viele Frameworks und Sprachneuerungen, die uns die Arbeit in diesen Bereichen erleichtern sollen – mit Erfolg. Dennoch könnte man sagen, dass die horizontale Skalierung stets die Achillesferse des Java-Ökosystems war. Vielleicht wäre es auch nicht falsch zu denken, dass die Parallelisierung für Java ist, was die Speicherverwaltung für C bedeutet. Wo finden wir als Entwickler also das richtige Werkzeug für die teilweise sehr komplexen Probleme rund um das Thema parallele Programmierung? Wo also ist parallele Programmierung für eine Sprache, was die Speicherverwaltung für Java ist: ein fester Bestandteil der Plattform, ein durchgängiges Konzept, welches von Anfang an konsequent adressiert wurde. Die Antwort ist Erlang.

Das Erlang-Ökosystem

Das Ökosystem rund um Erlang befindet sich in der Renaissance. Es ist über die Jahre gereift, aber nicht veraltet. Die Größe ist überschaubar und der Ruf in der IT-Community ist tendenziell gut. Auf Fachkonferenzen oder in Artikeln vernimmt man ab und zu ein Schmunzeln: „Die Sprache ist zu technisch, zu grob“, heißt es da. Dennoch dominiert Respekt und Anerkennung bezüglich Stabilität und Robusthei...

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