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Entwickler Magazin
Integration von Usability in agilen Projekten

Immer an den User denken!

Auch für erfahrene Designer und Softwareentwickler ist die Gestaltung von intuitiver und leicht erlernbarer Software eine große Herausforderung. Deswegen ist die Einführung bzw. der Umstieg auf etwas Neues immer ein großes Risiko. Genügt das neue Produkt allen Anforderungen? Wie hält man das Risiko einer Ablehnung durch die Nutzer klein? Und wie lässt sich schnell auf Feedback reagieren? Eine Möglichkeit, um Produkten eine bessere Usability zu ermöglichen, kann die Agilität sein.

Ingo Kreienbrink, Florian Tiefenbach


Usability, in diesem Kontext die Gebrauchstauglichkeit einer Software, ist einer der entscheidenden Faktoren für den tatsächlichen Erfolg einer Anwendung. Findet sich der Nutzer innerhalb einer Anwendung – zum Beispiel durch unverständliche Bedienung – nicht zurecht, oder wird sein Arbeitsablauf dadurch sogar gestört – etwa durch unerwarteten Datenverlust – wird er schnell von dem Produkt frustriert sein und es ablehnen. Es entstehen zusätzliche Kosten durch aufwändige, intensive Schulungen. Im schlimmsten Fall scheitert die Einführung der Anwendung.

Um dies zu vermeiden, sollte man in Softwareprojekten stets die möglichst optimale Unterstützung der Arbeitsabläufe der späteren Nutzer als angestrebtes Qualitätsmerkmal setzen. Dies bedingt jedoch die zusätzliche Berücksichtigung von Vorgehensweisen zur Umsetzung und Validierung der Benutzeroberfläche zu den Planungsprozessen und der technischen Umsetzung der Software. Man spricht von Usability Engineering; ein Set an Methoden, das meist in iterativ aufeinanderfolgenden Phasen zur Ausarbeitung und Evaluation von Gebrauchstauglichkeit angewendet wird.

Usability hat nicht nur Einfluss auf Teilbereiche der Anwendungen, sondern spannt sich über die komplette Anwendung. Das kann in Entwicklungsprojekten dazu führen, dass getroffene Oberflächendesignentscheidungen zu späteren Zeitpunkten hinfällig sind oder falsch waren. Umso wichtiger ist es für agile Vorgehensmodelle, der Analyse, Konzeption und Evaluierung der Benutzeroberfläche einen starken Fokus zu geben. Wie lässt sich aber ein solcher Rahmen für eine möglichst solide Integration von Usability in agile Entwicklungsprozesse schaffen?

Um diese Frage zu beantworten, schaffen wir im Folgenden zunächst die notwendigen Grundlagen und werden dann anhand eines Praxisbeispiels Lösungsstrategien erörtern. Bei dem Beispiel handelt es sich um die Neuentwicklung eines Anwendungssystems für Fahrzeuguntersuchungen und -gutachten, das ein Altsystem in über 2 100 Prüfstellen ablösen soll. Da der Kunde eine Flexibilität in der Priorisierung der Anforderungen wünscht, wird die Neuentwicklung des Produkts mit einem agilen Team durchgeführt. Die Sachverständigen in den Prüfstellen legen einen sehr hohen Wert auf eine einfache und intuitive Bedienung der Software, da „jeder Klick zu viel“ nur Zeit und Geld in der Werkstatt kostet.

Was ist Usability?

Seit den 1980er-Jahren steigt die Anzahl der Menschen stetig, die sich mit Usability, zu Deutsch „Gebrauchstauglichkeit“, beschäftige...

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Integration von Usability in agilen Projekten

Immer an den User denken!

Auch für erfahrene Designer und Softwareentwickler ist die Gestaltung von intuitiver und leicht erlernbarer Software eine große Herausforderung. Deswegen ist die Einführung bzw. der Umstieg auf etwas Neues immer ein großes Risiko. Genügt das neue Produkt allen Anforderungen? Wie hält man das Risiko einer Ablehnung durch die Nutzer klein? Und wie lässt sich schnell auf Feedback reagieren? Eine Möglichkeit, um Produkten eine bessere Usability zu ermöglichen, kann die Agilität sein.

Ingo Kreienbrink, Florian Tiefenbach


Usability, in diesem Kontext die Gebrauchstauglichkeit einer Software, ist einer der entscheidenden Faktoren für den tatsächlichen Erfolg einer Anwendung. Findet sich der Nutzer innerhalb einer Anwendung – zum Beispiel durch unverständliche Bedienung – nicht zurecht, oder wird sein Arbeitsablauf dadurch sogar gestört – etwa durch unerwarteten Datenverlust – wird er schnell von dem Produkt frustriert sein und es ablehnen. Es entstehen zusätzliche Kosten durch aufwändige, intensive Schulungen. Im schlimmsten Fall scheitert die Einführung der Anwendung.

Um dies zu vermeiden, sollte man in Softwareprojekten stets die möglichst optimale Unterstützung der Arbeitsabläufe der späteren Nutzer als angestrebtes Qualitätsmerkmal setzen. Dies bedingt jedoch die zusätzliche Berücksichtigung von Vorgehensweisen zur Umsetzung und Validierung der Benutzeroberfläche zu den Planungsprozessen und der technischen Umsetzung der Software. Man spricht von Usability Engineering; ein Set an Methoden, das meist in iterativ aufeinanderfolgenden Phasen zur Ausarbeitung und Evaluation von Gebrauchstauglichkeit angewendet wird.

Usability hat nicht nur Einfluss auf Teilbereiche der Anwendungen, sondern spannt sich über die komplette Anwendung. Das kann in Entwicklungsprojekten dazu führen, dass getroffene Oberflächendesignentscheidungen zu späteren Zeitpunkten hinfällig sind oder falsch waren. Umso wichtiger ist es für agile Vorgehensmodelle, der Analyse, Konzeption und Evaluierung der Benutzeroberfläche einen starken Fokus zu geben. Wie lässt sich aber ein solcher Rahmen für eine möglichst solide Integration von Usability in agile Entwicklungsprozesse schaffen?

Um diese Frage zu beantworten, schaffen wir im Folgenden zunächst die notwendigen Grundlagen und werden dann anhand eines Praxisbeispiels Lösungsstrategien erörtern. Bei dem Beispiel handelt es sich um die Neuentwicklung eines Anwendungssystems für Fahrzeuguntersuchungen und -gutachten, das ein Altsystem in über 2 100 Prüfstellen ablösen soll. Da der Kunde eine Flexibilität in der Priorisierung der Anforderungen wünscht, wird die Neuentwicklung des Produkts mit einem agilen Team durchgeführt. Die Sachverständigen in den Prüfstellen legen einen sehr hohen Wert auf eine einfache und intuitive Bedienung der Software, da „jeder Klick zu viel“ nur Zeit und Geld in der Werkstatt kostet.

Was ist Usability?

Seit den 1980er-Jahren steigt die Anzahl der Menschen stetig, die sich mit Usability, zu Deutsch „Gebrauchstauglichkeit“, beschäftige...

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