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Entwickler Magazin
Fachbereichsunterstützung durch konfigurierte Modellierungswerkzeuge

Modellierung leicht gemacht

Die Modellierungssprache UML gehört für viele Entwicklungsprojekte seit Jahren zum Standard. So haben auch Entwickler keine Berührungsängste mit den entsprechenden Modellierungswerkzeugen. Aber was passiert, wenn die UML auch im Fachbereich für die Modellierung von fachlichen Anforderungen eingesetzt werden soll?

Achim Krallmann


Die Sprachelemente von UML sind vielleicht noch relativ einfach zu vermitteln, aber wie können Mitarbeiter eines Fachbereichs in die Lage versetzt werden, mit den notwendigen Modellierungswerkzeugen zu arbeiten? Das funktioniert nur dann, wenn das Modellierungswerkzeug so konfiguriert und angepasst wird, dass der Nutzen den Mitarbeitern durch eine einfache Bedienbarkeit transparent gemacht werden kann. In diesem Artikel wird nun beschrieben, welche Möglichkeiten der Konfigurationen die Modellierungswerkzeuge anbieten.

UML: eine Einleitung

Die Modellierungssprache UML gehört seit Jahren zum Standard der IT-Ausbildung. Sie wird in Entwicklungsprojekten hauptsächlich für das Design von Softwaresystemen und deren Dokumentation eingesetzt. Klassendiagramme, die die Struktur der Entitäten beschreiben, Komponentendiagramme, die den Aufbau und die Architektur der Anwendung verdeutlichen sowie Interaktionsdiagramme, die Abläufe und Methodenaufrufe darstellen, sind dabei die am häufigsten verwendeten Diagrammtypen von UML. Um die modellierten Elemente und die Diagramme konsistent und nachhaltig verwalten zu können, sind entsprechende Werkzeuge unabdingbar. Diese Modellierungswerkzeuge sind in den letzten Jahren so weit entwickelt worden, dass sie kaum noch Wünsche für Entwickler offen lassen. So können sie nahtlos in Entwicklungsumgebungen integriert und über Reverse-Engineering-Funktionen Modelle mit Entwicklungsartefakten synchronisiert werden. Eine Auflistung der zurzeit am Markt erhältlichen Werkzeuge findet sich in [1].

Nun war allerdings die ursprüngliche Intention für die Modellierungssprache UML eine andere: Sie sollte dazu dienen, die Kommunikation zwischen Fachbereich und IT zu vereinfachen. Über Modelle, in denen unterschiedliche Abstraktionsebenen dargestellt werden können, sollten Anforderungen eindeutiger und konsistenter formuliert und dokumentiert werden. Das ist auch in der entsprechenden Literatur zur Anforderungsermittlung deutlich berücksichtigt worden (siehe z. B. [2] oder [3]). Allein der Lehrplan zur Zertifizierung von Requirements Engineering des IREB beinhaltet zu ungefähr 30 Prozent Themen, die sich auf die Modellierung und die Sprache UML beziehen [4], [5]. Trotz alledem hat sich die Modellierung in den Fachbereichen bisher kaum oder gar nicht durchgesetzt. Das ist auf der einen Seite sehr gut nachzuvollziehen, da ein Mitarbeiter, der es gewohnt ist, seine Anforderungen mit Word oder Excel zu formulieren, sich sehr schnell von der Komplexi...

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Fachbereichsunterstützung durch konfigurierte Modellierungswerkzeuge

Modellierung leicht gemacht

Die Modellierungssprache UML gehört für viele Entwicklungsprojekte seit Jahren zum Standard. So haben auch Entwickler keine Berührungsängste mit den entsprechenden Modellierungswerkzeugen. Aber was passiert, wenn die UML auch im Fachbereich für die Modellierung von fachlichen Anforderungen eingesetzt werden soll?

Achim Krallmann


Die Sprachelemente von UML sind vielleicht noch relativ einfach zu vermitteln, aber wie können Mitarbeiter eines Fachbereichs in die Lage versetzt werden, mit den notwendigen Modellierungswerkzeugen zu arbeiten? Das funktioniert nur dann, wenn das Modellierungswerkzeug so konfiguriert und angepasst wird, dass der Nutzen den Mitarbeitern durch eine einfache Bedienbarkeit transparent gemacht werden kann. In diesem Artikel wird nun beschrieben, welche Möglichkeiten der Konfigurationen die Modellierungswerkzeuge anbieten.

UML: eine Einleitung

Die Modellierungssprache UML gehört seit Jahren zum Standard der IT-Ausbildung. Sie wird in Entwicklungsprojekten hauptsächlich für das Design von Softwaresystemen und deren Dokumentation eingesetzt. Klassendiagramme, die die Struktur der Entitäten beschreiben, Komponentendiagramme, die den Aufbau und die Architektur der Anwendung verdeutlichen sowie Interaktionsdiagramme, die Abläufe und Methodenaufrufe darstellen, sind dabei die am häufigsten verwendeten Diagrammtypen von UML. Um die modellierten Elemente und die Diagramme konsistent und nachhaltig verwalten zu können, sind entsprechende Werkzeuge unabdingbar. Diese Modellierungswerkzeuge sind in den letzten Jahren so weit entwickelt worden, dass sie kaum noch Wünsche für Entwickler offen lassen. So können sie nahtlos in Entwicklungsumgebungen integriert und über Reverse-Engineering-Funktionen Modelle mit Entwicklungsartefakten synchronisiert werden. Eine Auflistung der zurzeit am Markt erhältlichen Werkzeuge findet sich in [1].

Nun war allerdings die ursprüngliche Intention für die Modellierungssprache UML eine andere: Sie sollte dazu dienen, die Kommunikation zwischen Fachbereich und IT zu vereinfachen. Über Modelle, in denen unterschiedliche Abstraktionsebenen dargestellt werden können, sollten Anforderungen eindeutiger und konsistenter formuliert und dokumentiert werden. Das ist auch in der entsprechenden Literatur zur Anforderungsermittlung deutlich berücksichtigt worden (siehe z. B. [2] oder [3]). Allein der Lehrplan zur Zertifizierung von Requirements Engineering des IREB beinhaltet zu ungefähr 30 Prozent Themen, die sich auf die Modellierung und die Sprache UML beziehen [4], [5]. Trotz alledem hat sich die Modellierung in den Fachbereichen bisher kaum oder gar nicht durchgesetzt. Das ist auf der einen Seite sehr gut nachzuvollziehen, da ein Mitarbeiter, der es gewohnt ist, seine Anforderungen mit Word oder Excel zu formulieren, sich sehr schnell von der Komplexi...

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