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Entwickler Magazin
Was weiß das Netz über uns – und was verrät es davon?

Verräterische Datenberge

Was sich im Netz alles so ansammelt, ist ganz schön verräterisch. Allein genommen, aber erst recht, wenn man verschiedene Quellen miteinander verknüpft. Auch mit der Anonymität sieht es dann oft auch nicht besonders gut aus.

Carsten Eilers


Wir hinterlassen ständig Spuren im Netz, die schon einzeln viel über uns und unser Umfeld verraten. Verknüpft man diese Spuren, erfährt man noch viel mehr. Heutzutage verbirgt man so etwas gerne hinter dem Begriff „Big Data“. Das klingt so schön harmlos – in diesen Datenbergen findet man ja bestimmt sowieso nichts. Dabei zeigt doch vor allem Google immer wieder, was man alles finden kann, wenn man weiß, wie man suchen muss.

Wer sucht, der findet – auch in großen Datenmengen!

Googles Suchmaschinen-Bot macht im Grunde nichts anderes, als ständig sämtlichen erreichbaren Links im Web zu folgen, die erreichten Seiten auszuwerten und zu erfassen. Dazu kommt dann die eigentliche Suchmaschine, die die Suchbegriffe der Benutzer auswertet und die passenden Ergebnisse liefert. Das funktioniert mal mehr, mal weniger gut, insgesamt aber doch sehr passabel. Das Web dürfte insgesamt eine der größten Datensammlungen der Welt sein, wenn nicht sogar die größte. Darin kann man wunderbar suchen und bekommt meist auch passende Antworten. Und warum sollte das nicht auch mit allen anderen Datensammlungen möglich sein? Ich sehe keinen Grund dafür. Sie etwa?

Dann gibt es da Geheimdienste wie die NSA, die alles sammeln, was sie belauschen können. Die machen das auch nicht, nur damit am Ende des Jahres das Budget alle ist und es im Folgejahr weiter Geld gibt. Die versprechen sich schon etwas davon und würden bestimmt keine Datenhalden anhäufen, wenn sie sie hinterher nicht auswerten könnten oder sich zumindest eine Chance darauf ausrechnen. Nicht umsonst investiert zum Beispiel die CIA [1] in ein Unternehmen wie Palantir, das sich mit der Auswertung von großen Datenmengen befasst [2]. Und auch der BND arbeitet mit solchen Unternehmen zusammen [3].

Was machen wir denn alles im Internet?

Wir suchen im Web nach Informationen über aktuelle politische Entwicklungen und nach Spielen für den nächsten Kindergeburtstag, nach Details zu neuen technischen Spielereien und nach Reparaturanleitungen für defekte Geräte, nach Behandlungsmöglichkeiten für Krankheiten und Möglichkeiten, unser Geld anzulegen. Wir kaufen Kleidung, Möbel, Küchengeräte, Unterhaltungselektronik, Lebensmittel, Medikamente – und vieles davon bei einigen wenigen Plattformen. Wie viel kaufen Sie online außerhalb von Amazon und eBay?

Wir nutzen auch Social Networks zur Kommunikation mit Freunden, und selbst wenn wir sie nicht nutzen, sammeln sie unsere Daten, nur dass sie die dann nicht so leicht mit uns verknüpfen können. Wir...

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Was weiß das Netz über uns – und was verrät es davon?

Verräterische Datenberge

Was sich im Netz alles so ansammelt, ist ganz schön verräterisch. Allein genommen, aber erst recht, wenn man verschiedene Quellen miteinander verknüpft. Auch mit der Anonymität sieht es dann oft auch nicht besonders gut aus.

Carsten Eilers


Wir hinterlassen ständig Spuren im Netz, die schon einzeln viel über uns und unser Umfeld verraten. Verknüpft man diese Spuren, erfährt man noch viel mehr. Heutzutage verbirgt man so etwas gerne hinter dem Begriff „Big Data“. Das klingt so schön harmlos – in diesen Datenbergen findet man ja bestimmt sowieso nichts. Dabei zeigt doch vor allem Google immer wieder, was man alles finden kann, wenn man weiß, wie man suchen muss.

Wer sucht, der findet – auch in großen Datenmengen!

Googles Suchmaschinen-Bot macht im Grunde nichts anderes, als ständig sämtlichen erreichbaren Links im Web zu folgen, die erreichten Seiten auszuwerten und zu erfassen. Dazu kommt dann die eigentliche Suchmaschine, die die Suchbegriffe der Benutzer auswertet und die passenden Ergebnisse liefert. Das funktioniert mal mehr, mal weniger gut, insgesamt aber doch sehr passabel. Das Web dürfte insgesamt eine der größten Datensammlungen der Welt sein, wenn nicht sogar die größte. Darin kann man wunderbar suchen und bekommt meist auch passende Antworten. Und warum sollte das nicht auch mit allen anderen Datensammlungen möglich sein? Ich sehe keinen Grund dafür. Sie etwa?

Dann gibt es da Geheimdienste wie die NSA, die alles sammeln, was sie belauschen können. Die machen das auch nicht, nur damit am Ende des Jahres das Budget alle ist und es im Folgejahr weiter Geld gibt. Die versprechen sich schon etwas davon und würden bestimmt keine Datenhalden anhäufen, wenn sie sie hinterher nicht auswerten könnten oder sich zumindest eine Chance darauf ausrechnen. Nicht umsonst investiert zum Beispiel die CIA [1] in ein Unternehmen wie Palantir, das sich mit der Auswertung von großen Datenmengen befasst [2]. Und auch der BND arbeitet mit solchen Unternehmen zusammen [3].

Was machen wir denn alles im Internet?

Wir suchen im Web nach Informationen über aktuelle politische Entwicklungen und nach Spielen für den nächsten Kindergeburtstag, nach Details zu neuen technischen Spielereien und nach Reparaturanleitungen für defekte Geräte, nach Behandlungsmöglichkeiten für Krankheiten und Möglichkeiten, unser Geld anzulegen. Wir kaufen Kleidung, Möbel, Küchengeräte, Unterhaltungselektronik, Lebensmittel, Medikamente – und vieles davon bei einigen wenigen Plattformen. Wie viel kaufen Sie online außerhalb von Amazon und eBay?

Wir nutzen auch Social Networks zur Kommunikation mit Freunden, und selbst wenn wir sie nicht nutzen, sammeln sie unsere Daten, nur dass sie die dann nicht so leicht mit uns verknüpfen können. Wir...

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