© Liashko/Shutterstock.com
Entwickler Magazin
Editorial

Die Usernachfrage entscheidet, was Trend oder kurzfristige Modeerscheinung wird.

sind Ihnen in letzter Zeit auch vermehrt Menschen begegnet, die angestrengt auf ihr Smartphone starren, von Zeit zu Zeit in der Bewegung innehalten und dann beginnen, wild auf dem Display hin- und herzuwischen? Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie dann gerade einen (angehenden) Pokémon-Trainer getroffen haben, ist groß - immerhin ist Pokémon Go seit seinem Erscheinen der Trend schlechthin.

Stefanie Schäfers


Und wie das so ist mit den Trends, gehen die mit der Zeit. Zumindest meistens. Manchmal werden auch lange vorher Trends prognostiziert, auf deren Eintreffen man noch Jahre später wartet. Das Thema Virtual Reality – und auch Augmented Reality, um einmal bei dem Pokémon-Beispiel zu bleiben – ist genau solch ein Bereich. Seit Jahrzehnten wird an der Technologie gearbeitet und gefeilt, ohne dass sie bisher den ganz großen Durchbruch erreicht hätte. Selbst mit der Veröffentlichung von High-End-Headsets ist man dem sprichwörtlichen Hype nur ein stückweit nähergekommen. Tatsächlich befindet man sich, zumindest was den Entertainmentbereich angeht, hier immer noch ziemlich am Anfang der Entwicklung. Das muss nun natürlich nicht heißen, dass Virtual Reality sich nicht doch irgendwann durchsetzen wird – ob das dann jedoch so klappt, wie es der Blick in die Glaskugel vorhergesagt hat, bleibt abzuwarten. Einen großen Anteil daran dürfte neben der Pornoindustrie sicherlich die Spieleentwicklung haben, und auch hier wird mit Hochdruck an neuen Technologien gearbeitet, die sich in Zukunft nicht nur als beliebig austauschbares Tool, sondern als das Nonplusultra der Entwicklung beweisen sollen. Khronos’ neues Grafik-API Vulkan, das uns Alexander Rudolph in dieser Ausgabe ausführlich vorstellt, ist ein solcher Fall. Als Nachfolger von OpenGL – immerhin der De-facto-Standard der Spieleentwicklung, der im nächsten Jahr bereits sein 25-jähriges Jubiläum feiert – hat es einen schweren Stand, selbst wenn schon lange die Forderung nach einem plattformübergreifenden Nachfolger laut wurde. Ob Vulkan da zu einem neuen Trend werden kann, bleibt also abzuwarten.Eingangs sprach ich ja bereits die frühzeitig prophezeiten Trends an: Auch das Internet of Things, das in dieser Ausgabe des Entwickler Magazins ebenfalls einen großen Raum einnimmt, war lange solch ein Trend. Längst jedoch hat das IoT Einzug in unser alltägliches Leben gehalten, sei es in Form von Connected Devices wie Smart TVs, Wearables wie Fitnessarmbändern oder Smartwatches oder auch Smart-Home-Lösungen, mit denen sich zum Beispiel Heizung oder Licht regeln lassen. Vor allem Letzteres hält aktuell in immer mehr Haushalte Einzug und rechtfertigt damit die Nachfrage der User, die überhaupt erst dafür sorgt, dass neue Technologien von einer breiteren Community adaptiert werden. Letztendlich heißt das aber auch, dass die Usernachfrage darüber entscheidet, ob etwas zum Trend wird oder nur eine kurzfristige Modeerscheinung is...

Entwickler Magazin
Editorial

Die Usernachfrage entscheidet, was Trend oder kurzfristige Modeerscheinung wird.

sind Ihnen in letzter Zeit auch vermehrt Menschen begegnet, die angestrengt auf ihr Smartphone starren, von Zeit zu Zeit in der Bewegung innehalten und dann beginnen, wild auf dem Display hin- und herzuwischen? Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie dann gerade einen (angehenden) Pokémon-Trainer getroffen haben, ist groß - immerhin ist Pokémon Go seit seinem Erscheinen der Trend schlechthin.

Stefanie Schäfers


Und wie das so ist mit den Trends, gehen die mit der Zeit. Zumindest meistens. Manchmal werden auch lange vorher Trends prognostiziert, auf deren Eintreffen man noch Jahre später wartet. Das Thema Virtual Reality – und auch Augmented Reality, um einmal bei dem Pokémon-Beispiel zu bleiben – ist genau solch ein Bereich. Seit Jahrzehnten wird an der Technologie gearbeitet und gefeilt, ohne dass sie bisher den ganz großen Durchbruch erreicht hätte. Selbst mit der Veröffentlichung von High-End-Headsets ist man dem sprichwörtlichen Hype nur ein stückweit nähergekommen. Tatsächlich befindet man sich, zumindest was den Entertainmentbereich angeht, hier immer noch ziemlich am Anfang der Entwicklung. Das muss nun natürlich nicht heißen, dass Virtual Reality sich nicht doch irgendwann durchsetzen wird – ob das dann jedoch so klappt, wie es der Blick in die Glaskugel vorhergesagt hat, bleibt abzuwarten. Einen großen Anteil daran dürfte neben der Pornoindustrie sicherlich die Spieleentwicklung haben, und auch hier wird mit Hochdruck an neuen Technologien gearbeitet, die sich in Zukunft nicht nur als beliebig austauschbares Tool, sondern als das Nonplusultra der Entwicklung beweisen sollen. Khronos’ neues Grafik-API Vulkan, das uns Alexander Rudolph in dieser Ausgabe ausführlich vorstellt, ist ein solcher Fall. Als Nachfolger von OpenGL – immerhin der De-facto-Standard der Spieleentwicklung, der im nächsten Jahr bereits sein 25-jähriges Jubiläum feiert – hat es einen schweren Stand, selbst wenn schon lange die Forderung nach einem plattformübergreifenden Nachfolger laut wurde. Ob Vulkan da zu einem neuen Trend werden kann, bleibt also abzuwarten.Eingangs sprach ich ja bereits die frühzeitig prophezeiten Trends an: Auch das Internet of Things, das in dieser Ausgabe des Entwickler Magazins ebenfalls einen großen Raum einnimmt, war lange solch ein Trend. Längst jedoch hat das IoT Einzug in unser alltägliches Leben gehalten, sei es in Form von Connected Devices wie Smart TVs, Wearables wie Fitnessarmbändern oder Smartwatches oder auch Smart-Home-Lösungen, mit denen sich zum Beispiel Heizung oder Licht regeln lassen. Vor allem Letzteres hält aktuell in immer mehr Haushalte Einzug und rechtfertigt damit die Nachfrage der User, die überhaupt erst dafür sorgt, dass neue Technologien von einer breiteren Community adaptiert werden. Letztendlich heißt das aber auch, dass die Usernachfrage darüber entscheidet, ob etwas zum Trend wird oder nur eine kurzfristige Modeerscheinung is...

Neugierig geworden?


   
Loading...

Angebote für Teams

Für Firmen haben wir individuelle Teamlizenzen. Wir erstellen Ihnen gerne ein passendes Angebot.

Das Library-Modell:
IP-Zugang

Das Company-Modell:
Domain-Zugang