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Entwickler Magazin
Interview mit Matt Chotin

Kubernetes und die Zukunft

Kubernetes zählt zu den Stars in der Entwicklerszene. Unternehmen setzen diese Technik für die Orchestrierung von Containern nun verstärkt in Multi-Cloud-Umgebungen ein. Das bringt neue Herausforderungen mit sich. Eine besteht darin, die Performance von Anwendungscontainern zu optimieren. Matt Chotin, Senior Director of Developer Initiatives bei AppDynamics, spricht im Interview mit dem Entwickler Magazin über die Vorteile von Kubernetes, die Zukunft der Containertechnologie und den Hype um Serverless.

Matt Chotin


Entwickler Magazin: Welches sind die größten Hindernisse für den Einsatz von Kubernetes in IT-Umgebungen, in denen Cloud-Dienste unterschiedlicher Serviceprovider zum Einsatz kommen? Matt Chotin: Eine der Herausforderungen, die Nutzer von Kubernetes bewältigen müssen, ist der Mangel an Know-how und Tools, mit denen sich Kubernetes-Cluster verwalten lassen. Zudem haben etliche Entwickler und IT-Administratoren Bedenken, was das Monitoring von Kubernetes in Produktionsumgebungen betrifft. Das gilt vor allem für komplexe Infrastrukturen, in denen Cloud-Dienste unterschiedlicher Anbieter zum Zug kommen. Denn zu den Grundprinzipen von Containerplattformen wie Kubernetes zählt, dass sich immutable Images nach Bedarf von einer Private Cloud in eine oder mehrere Public-Cloud-Umgebungen verschieben lassen – und umgekehrt. Diese Portabilität funktioniert jedoch nur dann, wenn IT-Fachleute detaillierte Informationen über die Performance der Container und Applikationen erhalten.Es ist beispielsweise hilfreich, wenn sich die Leistungsdaten von unterschiedlichen Gruppen von Kubernetes Nodes vergleichen lassen. Das ist mit Tagged Metrics möglich. Dazu werden alle Nodes einer Ebene mithilfe von Server-Tags in einer Gruppe zusammengefasst. Diese Tags können von Amazon Web Services, Kubernetes und Docker stammen oder vom Nutzer selbst definiert werden. Der Vorteil ist, dass Fachleute anschließend die Applikationsperformance von Nodes und Node-Gruppen auf der Service-Ebene prüfen können, etwa die durchschnittlichen Antwortzeiten.EM: Kubernetes hat in den sogenannten Orchestration Wars den Sieg über Docker Swarm davongetragen. Warum ist Kubernetes so erfolgreich?Chotin: Ein Grund ist, dass Kubernetes aus Sicht von Entwicklern eine geradezu ideale Plattform ist, um Container aufzusetzen und zu verwalten. Das spiegelt sich in der hohen Akzeptanz von Kubernetes wider. Auf GitHub ist Kubernetes das Projekt, um das sich mit Abstand die meisten Diskussionen drehen. Hinzu kommt eine besonders rege Community, die maßgeblich zum Erfolg von Kubernetes beiträgt. Allerdings gibt es auch bei Kubernetes durchaus noch Verbesserungsbedarf. Ein Punkt, der immer wieder in Diskussionen aufkommt, ist die komplexe Implementierung in Rechenzentren. Außerdem ist es schwierig, auf einem Entwicklungs- oder Testrechner eine Testumgebung zu implementieren.EM: Mit Serverless Computing ist derzeit ein weiteres Konzept in aller Munde. Glauben Sie, dass Containertechnologien durch Serverless überflüssig...

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Interview mit Matt Chotin

Kubernetes und die Zukunft

Kubernetes zählt zu den Stars in der Entwicklerszene. Unternehmen setzen diese Technik für die Orchestrierung von Containern nun verstärkt in Multi-Cloud-Umgebungen ein. Das bringt neue Herausforderungen mit sich. Eine besteht darin, die Performance von Anwendungscontainern zu optimieren. Matt Chotin, Senior Director of Developer Initiatives bei AppDynamics, spricht im Interview mit dem Entwickler Magazin über die Vorteile von Kubernetes, die Zukunft der Containertechnologie und den Hype um Serverless.

Matt Chotin


Entwickler Magazin: Welches sind die größten Hindernisse für den Einsatz von Kubernetes in IT-Umgebungen, in denen Cloud-Dienste unterschiedlicher Serviceprovider zum Einsatz kommen? Matt Chotin: Eine der Herausforderungen, die Nutzer von Kubernetes bewältigen müssen, ist der Mangel an Know-how und Tools, mit denen sich Kubernetes-Cluster verwalten lassen. Zudem haben etliche Entwickler und IT-Administratoren Bedenken, was das Monitoring von Kubernetes in Produktionsumgebungen betrifft. Das gilt vor allem für komplexe Infrastrukturen, in denen Cloud-Dienste unterschiedlicher Anbieter zum Zug kommen. Denn zu den Grundprinzipen von Containerplattformen wie Kubernetes zählt, dass sich immutable Images nach Bedarf von einer Private Cloud in eine oder mehrere Public-Cloud-Umgebungen verschieben lassen – und umgekehrt. Diese Portabilität funktioniert jedoch nur dann, wenn IT-Fachleute detaillierte Informationen über die Performance der Container und Applikationen erhalten.Es ist beispielsweise hilfreich, wenn sich die Leistungsdaten von unterschiedlichen Gruppen von Kubernetes Nodes vergleichen lassen. Das ist mit Tagged Metrics möglich. Dazu werden alle Nodes einer Ebene mithilfe von Server-Tags in einer Gruppe zusammengefasst. Diese Tags können von Amazon Web Services, Kubernetes und Docker stammen oder vom Nutzer selbst definiert werden. Der Vorteil ist, dass Fachleute anschließend die Applikationsperformance von Nodes und Node-Gruppen auf der Service-Ebene prüfen können, etwa die durchschnittlichen Antwortzeiten.EM: Kubernetes hat in den sogenannten Orchestration Wars den Sieg über Docker Swarm davongetragen. Warum ist Kubernetes so erfolgreich?Chotin: Ein Grund ist, dass Kubernetes aus Sicht von Entwicklern eine geradezu ideale Plattform ist, um Container aufzusetzen und zu verwalten. Das spiegelt sich in der hohen Akzeptanz von Kubernetes wider. Auf GitHub ist Kubernetes das Projekt, um das sich mit Abstand die meisten Diskussionen drehen. Hinzu kommt eine besonders rege Community, die maßgeblich zum Erfolg von Kubernetes beiträgt. Allerdings gibt es auch bei Kubernetes durchaus noch Verbesserungsbedarf. Ein Punkt, der immer wieder in Diskussionen aufkommt, ist die komplexe Implementierung in Rechenzentren. Außerdem ist es schwierig, auf einem Entwicklungs- oder Testrechner eine Testumgebung zu implementieren.EM: Mit Serverless Computing ist derzeit ein weiteres Konzept in aller Munde. Glauben Sie, dass Containertechnologien durch Serverless überflüssig...

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