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Editorial

Buntes JavaScript - lebenslang dazulernen


Liebe Leserinnen und Leser,

was wollten Sie in der Zeit des Lockdowns unbedingt erledigen, lernen oder ausprobieren? Plötzlich war aufgrund der Pandemie Zeit für das, was man sonst aufschiebt oder unter den Tisch fallen lässt, weil es im Alltag keinen Platz findet. So Manche*r entdeckte zum ersten Mal, dass es doch schön sein kann, im Wald spazieren zu gehen oder mistete den Kleiderschrank aus. Das taten sogar so viele Menschen, dass das DRK in Hamburg vorerst keine weiteren Altkleiderspenden mehr annehmen kann und auch die dortigen Abfallentsorgungsbetriebe ihre Altkleidercontainer abbauen.

In der digitalen Welt führte die ungewöhnlich hohe Nachfrage nach Videokonferenzen, Streaming und Co. sogar zu Engpässen hinsichtlich der Netzinfrastruktur. Die Europäische Kommission hat infolgedessen Streaminganbieter darum gebeten, weniger Daten zu übertragen, um die Überlastung der teilweise in die Jahre gekommenen Netze zu reduzieren. Netflix senkte daraufhin tatsächlich die Bandbreite der Datenübertragung für ihre Kundschaft. Zwar soll die Bildqualität kaum darunter gelitten haben, dennoch ist dieser Schritt beachtenswert. Immerhin zeigt sich an diesen extremen Spitzen in der Netzauslastung auch, dass neben zahlreichen guten Vorsätzen in den vergangenen Monaten auch viel Zeit vor dem Fernseher verbracht wurde. Bei Manchen mag das sogar genau so verlaufen sein, wie jedes Jahr mit den Neujahrsvorsätzen: In der ersten Woche ist man motiviert, in der zweiten lockt die neue Serie mehr, in der dritten ist der Vorsatz vergessen.

Nun sind die Zeiten des Lockdowns vorbei, und die meisten von uns erleben wieder einen relativ normalen Alltag. Es besteht auch kein Bedarf mehr daran, die Datenübertragung für Videostreams zu drosseln – wir gehen raus, treffen (mit der gebotenen Vorsicht) Freund*innen, können an den meisten Orten auch wieder ins Fitnessstudio oder ins Kino gehen. Die Spitzen in der Netzauslastung durch die erhöhte Nachfrage nach Netflix und Konsorten gehören also der Vergangenheit an. Trotzdem lohnt es sich, die Vorsätze der letzten Monate nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Wer etwas Neues lernen wollte, muss diese Idee nicht gleich über Bord werfen, weil es während des Lockdowns vielleicht nicht so gut lief oder weil man wieder in die Kneipe gehen kann. Das menschliche Gehirn funktioniert in gewisser Weise nämlich wie ein Muskel: Trainiert man die Fähigkeit zum Dazulernen regelmäßig, fällt das lebenslange Lernen leichter, das heute viele Berufe – gerade i...

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