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Kolumne: A² – alles Agile

Lernen in der Organisation


In den letzten Teilen der Kolumne haben wir Open Space Agility [1] betrachtet und reflektiert, wie diese Vorgehensweise dabei helfen kann, eine Transformation erfolgreich zu gestalten. Der Ansatz von Open Space Agility trifft aus verschiedenen Gründen die Bedürfnisse einer Organisation besser als eine vorgegebene Methode. Hat ein Unternehmen sich nämlich vorgenommen, Agilität einzuführen, werden Methoden wie Scrum entweder Top-down, Bottom-up oder aus beiden Richtungen gleichzeitig eingeführt. Jetzt kann darüber diskutiert werden, welcher Ansatz besser ist; ich glaube allerdings, in den meisten Fällen ist es keiner davon. Bei diesen Ansätzen überwiegt meist das Mindset, dass man nicht nachfragt, nicht einlädt, sondern einfach mal macht, ob von unten oder von oben. Mehr noch, und darum soll es in dieser Kolumne gehen, überwiegt der Reflex, dass Meinungen hochkommen wie: „Das geht bei uns so nicht“, „Die Theorie ist ja ganz schön, aber wie machen wir es in der Praxis“ oder „Das funktioniert nur in Softwareunternehmen“. Solche oder ähnliche Abwehrreaktionen sind zu beobachten, wenn Methoden vorgegeben werden und nicht gemeinsam als Organisation gelernt und so die richtige Methode gefunden wird.

Der Reflex der Anpassung

Sind Sätze wie die vorgenannten einmal gefallen, kommt es oft zur nächsten reflexartigen Reaktion: „Wir müssen die Methoden anpassen“. Das macht dann entweder eine ausgewählte Gruppe im Geheimen – ob nun bewusst oder unbewusst sein mal dahingestellt – oder es werden Berater engagiert, die doch bitte die richtige Methode für den spezifischen Unternehmenskontext erarbeiten sollen, mit Rollen, die auch ins Unternehmen passen. Diese neue Methode wird über Wochen, teilweise auch Monate entwickelt und dann mit bestem Wissen und Gewissen den glücklichen Mitarbeitern im Unternehmen vorgestellt, die sie dann annehmen müssen. Und da es keine Methode aus dem Baukasten ist, sondern eine speziell für das Unternehmen entwickelte, hoffen die Initiatoren, dass das so schon funktionieren wird.

Leider funktionieren die Transformation und das Lernen im Unternehmen so nicht. Zum einen ist dieser Ansatz nicht besser hinsichtlich Einladung und Freiwilligkeit, da ja auch hier wieder ein Ansatz vorgegeben wird, auch wenn dieser besser zu passen scheint. Zum anderen, und das empfinde ich als wichtiger, wurde missachtet, wie und wann Methoden angepasst werden können, wie gelernt wird und in welchem Umfeld eine Transformation stattfindet.

Transformationen sind komplex

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