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Editorial

Marvin und die sprechenden Kühlschränke


Liebe Leser:innen,

was haben Marvin, der depressive Roboter aus der legendären Trilogie in fünf Teilen, und ein sprechender Kühlschrank gemeinsam? Beide sind Science-Fiction – zumindest hätte man das vor einigen Jahren noch so gesehen. Über eine Heimautomatisierung, bei der der Kühlschrank Bescheid sagt, wenn die Milch leer ist, oder sogar selbst nachbestellt, hat man nun einige Jahre lang geschmunzelt. Immerhin wurde im Bereich Smarthome vieles prophezeit, das dann doch nicht eintrat. Seit Jahren sagen Trendforscher voraus, dass aber jetzt ganz bestimmt das Jahr des Smarthome gekommen ist, wirklich, ganz sicher … aber jetzt, jetzt ist es so weit, oder auch nicht. Denn, um einmal über die harten Fakten zu sprechen: Für die Meisten von uns sind per Smartphone gesteuerte Thermostate und Lampen sowie ein Saugroboter noch immer das Maximum dessen, was man an smarter Technologie im Haushalt verwendet. Das ist weit weg vom vollautomatisierten Haus, das sich die Technologen ausmalen. Und selbst die vorgenannten Technologien haben sich in der Breite noch nicht so ganz durchsetzen können. Meine Heizkörper sind beispielsweise nicht kompatibel mit Smarthome-Lösungen, also steuere ich sie noch immer so, wie man es schon lange tut, und drehe sie von Hand hoch und runter. Von kleinen depressiven Marvins kann im Durchschnittshaushalt also erst recht noch keine Rede sein!

Der Gedanke an ein vollautomatisiertes Zuhause ist jedoch etwas, das nicht erst in den letzten Jahren aufgekommen ist. Bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert dachte man sehnsuchtsvoll daran, dass irgendwann eine Maschine die lästige Haushaltsarbeit übernehmen könnte (interessante Einsichten gibt es hier: https://publicdomainreview.org/collection/a-19th-century-vision-of-the-year-2000). Insofern erklärt sich recht leicht, warum dieser nun zum Greifen nahe Traum nicht einfach fallen gelassen wird, obwohl es doch eher schleppend vorangeht und wir noch nicht in fliegenden Taxis zu unserem vollautomatisierten Zuhause zurückkehren. Angemerkt sei am Rand, dass man sich natürlich inzwischen auch fragen kann, inwiefern es wünschenswert und zielführend ist, wenn der Kühlschrank den Lebensmitteleinkauf erledigt und somit die entsprechenden Daten erfasst. Aber das ist ein anderes Thema.

Entwickler, die nicht darauf warten möchten, dass die perfekten Home-Automation-Systeme am Markt erschwinglich werden, können inzwischen jedenfalls bereits jede Menge Smarthometools selbst bauen. Mit einem Arduino oder einem Raspberry...

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