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Entwickler Magazin
Teil 2: Marktüberblick zu Systemen und Protokollen

Die Vielfalt bändigen

„Bevor ich mich falsch entscheide, lasse ich es lieber gleich …“ - ein häufig gehörtes Argument gegen das Smart Home. Richtig ist, dass der Markt schon jetzt unübersichtlich ist und sich das in Zukunft nicht verbessern wird. Wer allerdings die richtigen Fragen kennt, kann die Vielfalt einschränken und damit schließlich zu seiner Entscheidung kommen. In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Systeme vor und geben Entscheidungshilfen.

Thomas Eichstädt-Engelen, Kai Kreuzer


Im vorangegangenen Teil dieser Artikelserie haben wir festgestellt, wie vielfältig und spannend die Themen rund um das Smart Home sind. Wir haben dort resümiert, dass einheitliche Benutzeroberflächen und übergreifende Automationsregeln über alle Technologien und Protokolle hinweg der Stoff sind, aus dem die Träume des Heimautomatisierers gemacht sein sollten. In diesem Artikel wollen wir nun konkreter werden und uns verschiedene Systeme genauer anschauen, mit denen die Smart-Home-Anwendungsfälle umgesetzt werden können.

Übersicht der ArtikelserieTeil 1: Heimautomatisierung und das Internet der DingeTeil 2: Marktüberblick zu Systemen und ProtokollenTeil 3: Geräteabstraktion und ihre SchwierigkeitenTeil 4: Standards, Open Source und ForschungTeil 5: Steuerung und AutomatisierungTeil 6: Sicherheit und DatenschutzTeil 7: Hands-on Integration mit openHAB

Am Anfang jeder Kaufentscheidung dieser Tragweite steht eine möglichst detaillierte Bestands- und Bedarfsanalyse. Hierbei werden Parameter wie die baulichen Gegebenheiten erhoben, die aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Nutzers ermittelt sowie der finanzielle Rahmen festgelegt. Kann die Erhebung dieser Parameter noch leicht durch den Benutzer selbst durchgeführt werden, braucht es für die Auswertung und Entscheidungsvorbereitung eine gute Marktkenntnis der verschiedenen Systeme mit ihren spezifischen Stärken und Schwächen.

Bei der Suche des einen Experten, der hier eine eingehende Beratung leisten kann, wird man allerdings nur selten fündig. Der schnell kontaktierte Elektriker des Vertrauens bietet häufig eher kabelgebundene Systeme an und bezieht selten neue Technologien auf „Gadget-Level“ mit ein. Dem Radio- und Fernsehtechniker fehlt das Wissen über die Normen und Gepflogenheiten der Starkstromwelt und dem IT-Spezialisten fehlt ausbildungsseitig das Hardwarewissen gänzlich. Der Berufszweig, der die relevanten Technologien ausreichend versteht, sie konfigurieren kann und sie vor allem installieren darf, ist somit noch nicht erfunden. Ein Problem, das inzwischen auch von den Branchenverbänden erkannt wurde. Als Maßnahme wurden Interessensgruppen wie der Verband der KNX-Professionals, der SmartHome Deutschland e.V., die Initiative Intelligentes Wohnen des ZVEI und diverse Arbeitskreise wie der AK „ConnectedHome“ der BITKOM mit dem Ziel gegründet, die Probleme der stockenden Markteinführung zu analysieren, Transparenz zu schaffen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Aktuell heißt es also immer noch „Sel...

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Teil 2: Marktüberblick zu Systemen und Protokollen

Die Vielfalt bändigen

„Bevor ich mich falsch entscheide, lasse ich es lieber gleich …“ - ein häufig gehörtes Argument gegen das Smart Home. Richtig ist, dass der Markt schon jetzt unübersichtlich ist und sich das in Zukunft nicht verbessern wird. Wer allerdings die richtigen Fragen kennt, kann die Vielfalt einschränken und damit schließlich zu seiner Entscheidung kommen. In diesem Artikel stellen wir die wichtigsten Systeme vor und geben Entscheidungshilfen.

Thomas Eichstädt-Engelen, Kai Kreuzer


Im vorangegangenen Teil dieser Artikelserie haben wir festgestellt, wie vielfältig und spannend die Themen rund um das Smart Home sind. Wir haben dort resümiert, dass einheitliche Benutzeroberflächen und übergreifende Automationsregeln über alle Technologien und Protokolle hinweg der Stoff sind, aus dem die Träume des Heimautomatisierers gemacht sein sollten. In diesem Artikel wollen wir nun konkreter werden und uns verschiedene Systeme genauer anschauen, mit denen die Smart-Home-Anwendungsfälle umgesetzt werden können.

Übersicht der ArtikelserieTeil 1: Heimautomatisierung und das Internet der DingeTeil 2: Marktüberblick zu Systemen und ProtokollenTeil 3: Geräteabstraktion und ihre SchwierigkeitenTeil 4: Standards, Open Source und ForschungTeil 5: Steuerung und AutomatisierungTeil 6: Sicherheit und DatenschutzTeil 7: Hands-on Integration mit openHAB

Am Anfang jeder Kaufentscheidung dieser Tragweite steht eine möglichst detaillierte Bestands- und Bedarfsanalyse. Hierbei werden Parameter wie die baulichen Gegebenheiten erhoben, die aktuellen und zukünftigen Anforderungen des Nutzers ermittelt sowie der finanzielle Rahmen festgelegt. Kann die Erhebung dieser Parameter noch leicht durch den Benutzer selbst durchgeführt werden, braucht es für die Auswertung und Entscheidungsvorbereitung eine gute Marktkenntnis der verschiedenen Systeme mit ihren spezifischen Stärken und Schwächen.

Bei der Suche des einen Experten, der hier eine eingehende Beratung leisten kann, wird man allerdings nur selten fündig. Der schnell kontaktierte Elektriker des Vertrauens bietet häufig eher kabelgebundene Systeme an und bezieht selten neue Technologien auf „Gadget-Level“ mit ein. Dem Radio- und Fernsehtechniker fehlt das Wissen über die Normen und Gepflogenheiten der Starkstromwelt und dem IT-Spezialisten fehlt ausbildungsseitig das Hardwarewissen gänzlich. Der Berufszweig, der die relevanten Technologien ausreichend versteht, sie konfigurieren kann und sie vor allem installieren darf, ist somit noch nicht erfunden. Ein Problem, das inzwischen auch von den Branchenverbänden erkannt wurde. Als Maßnahme wurden Interessensgruppen wie der Verband der KNX-Professionals, der SmartHome Deutschland e.V., die Initiative Intelligentes Wohnen des ZVEI und diverse Arbeitskreise wie der AK „ConnectedHome“ der BITKOM mit dem Ziel gegründet, die Probleme der stockenden Markteinführung zu analysieren, Transparenz zu schaffen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.

Aktuell heißt es also immer noch „Sel...

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