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Entwickler Magazin
Game Design mit Excel und OpenOffice

Per Tabelle durch die Galaxis

Auch wenn zunächst wenig darauf hindeutet, auf den zweiten Blick erweisen sich Tabellenkalkulationsprogramme wie Microsoft Excel oder OpenOffice Calc als vielseitig einsetzbare Werkzeuge für Spieleprogrammierer und Game-Designer. Im heutigen Artikel werden wir uns damit befassen, wie sich mithilfe dieser Programme auch komplexe Spielewelten einfach und übersichtlich erstellen lassen.

Alexander Rudolph


Einige Blatt Papier, ein paar bunte Stifte, mehrere Spielfiguren (ob es sich hierbei um einfache Papierschnipsel oder von einem Brettspiel zweckentfremdete Spielsteine handelt, ist vollkommen nebensächlich), ein oder zwei Würfel sowie eine große Portion Kreativität und Fantasie – mehr ist für das Design unterhaltsamer Spiele eigentlich nicht erforderlich. Wenn man auf schmückendes Beiwerk verzichten kann und sich mit einfachen Symbolen und eingefärbten Kästchen zufriedengibt, dann stellt das uns allen aus der Schulzeit vertraute Karopapier ein ideales Spielfeld für eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Spielen dar. Innerhalb von wenigen Minuten lassen sich beispielsweise Sternenkarten, einfache Rennstrecken oder kleine Abenteuer- und Inselwelten zeichnen, die deutlich interessantere Spielverläufe ermöglichen, als man das vom guten alten „Schiffe versenken“ her gewohnt ist.

QuellcodebeispieleDie Listings 8 und 9 sowie 15, 16 und 17 finden Sie unter http://entwickler.de/Entwickler-Magazin/Entwickler-Magazin-614.

Schön und gut, mögen Sie jetzt vielleicht denken, doch wo bitte liegen die Gemeinsamkeiten zwischen einem bekritzelten Blatt Papier und der Entwicklung eines Computerspiels? Nun ja, die Definition der Spielewelt mithilfe eines zweidimensionalen Gitternetzes (um nichts anderes handelt es sich bei einem Blatt Karopapier), beziehungsweise Arrays, entspricht so ziemlich genau dem Funktionsprinzip eines modernen Spielewelteditors. Und auch Tabellenkalkulationsprogramme wie Microsoft Excel oder OpenOffice Calc funktionieren nach dem gleichen Muster: Auch sie organisieren die zu verarbeitenden Daten in Form von zweidimensionalen Feldern – gemeinhin bekannt als Tabellenblätter, Spread- oder Worksheets. Was also spricht eigentlich dagegen, ein solches Programm als Game-Design-Tool zu verwenden?

Verstehen Sie mich nicht falsch, ein Tabellenkalkulationsprogramm wird einen vollwertigen Spielewelteditor niemals auch nur annähernd ersetzen können. Doch bedenken Sie den Zeitaufwand, der für die Entwicklung eines solchen Programms veranschlagt werden muss. Insbesondere zu Beginn eines neuen Projekts sollte man seine kostbare Zeit nicht damit verschwenden, einen Editor zu programmieren, der hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit und Flexibilität einem Programm wie Excel zunächst deutlich unterlegen ist – zumal die endgültigen Anforderungen an den Funktionsumfang bei Projektstart mitunter überhaupt noch nicht vollständig feststehen. Es kann daher nicht schaden, sic...

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Game Design mit Excel und OpenOffice

Per Tabelle durch die Galaxis

Auch wenn zunächst wenig darauf hindeutet, auf den zweiten Blick erweisen sich Tabellenkalkulationsprogramme wie Microsoft Excel oder OpenOffice Calc als vielseitig einsetzbare Werkzeuge für Spieleprogrammierer und Game-Designer. Im heutigen Artikel werden wir uns damit befassen, wie sich mithilfe dieser Programme auch komplexe Spielewelten einfach und übersichtlich erstellen lassen.

Alexander Rudolph


Einige Blatt Papier, ein paar bunte Stifte, mehrere Spielfiguren (ob es sich hierbei um einfache Papierschnipsel oder von einem Brettspiel zweckentfremdete Spielsteine handelt, ist vollkommen nebensächlich), ein oder zwei Würfel sowie eine große Portion Kreativität und Fantasie – mehr ist für das Design unterhaltsamer Spiele eigentlich nicht erforderlich. Wenn man auf schmückendes Beiwerk verzichten kann und sich mit einfachen Symbolen und eingefärbten Kästchen zufriedengibt, dann stellt das uns allen aus der Schulzeit vertraute Karopapier ein ideales Spielfeld für eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Spielen dar. Innerhalb von wenigen Minuten lassen sich beispielsweise Sternenkarten, einfache Rennstrecken oder kleine Abenteuer- und Inselwelten zeichnen, die deutlich interessantere Spielverläufe ermöglichen, als man das vom guten alten „Schiffe versenken“ her gewohnt ist.

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Schön und gut, mögen Sie jetzt vielleicht denken, doch wo bitte liegen die Gemeinsamkeiten zwischen einem bekritzelten Blatt Papier und der Entwicklung eines Computerspiels? Nun ja, die Definition der Spielewelt mithilfe eines zweidimensionalen Gitternetzes (um nichts anderes handelt es sich bei einem Blatt Karopapier), beziehungsweise Arrays, entspricht so ziemlich genau dem Funktionsprinzip eines modernen Spielewelteditors. Und auch Tabellenkalkulationsprogramme wie Microsoft Excel oder OpenOffice Calc funktionieren nach dem gleichen Muster: Auch sie organisieren die zu verarbeitenden Daten in Form von zweidimensionalen Feldern – gemeinhin bekannt als Tabellenblätter, Spread- oder Worksheets. Was also spricht eigentlich dagegen, ein solches Programm als Game-Design-Tool zu verwenden?

Verstehen Sie mich nicht falsch, ein Tabellenkalkulationsprogramm wird einen vollwertigen Spielewelteditor niemals auch nur annähernd ersetzen können. Doch bedenken Sie den Zeitaufwand, der für die Entwicklung eines solchen Programms veranschlagt werden muss. Insbesondere zu Beginn eines neuen Projekts sollte man seine kostbare Zeit nicht damit verschwenden, einen Editor zu programmieren, der hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit und Flexibilität einem Programm wie Excel zunächst deutlich unterlegen ist – zumal die endgültigen Anforderungen an den Funktionsumfang bei Projektstart mitunter überhaupt noch nicht vollständig feststehen. Es kann daher nicht schaden, sic...

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